+
Stand zweimal auf dem Podest: Korbinian Heiland (r.) vom SC Peiting gewann bei der DM zwei Bronzemedaillen.

Heiland bei DM auf dem Podest

Der Bronze-Bursch

Peiting - Die Brüder Jonas und Korbinian Heiland liefern bei den Deutschen Meisterschaften eine starke Leistung ab, laufen in die Top-10. Einer holt sogar zwei Medaillen.

von Kathrin Schneitberger

Zweimal Bronze, so lautet die Ausbeute von Korbinian Heiland (SC Peiting ) bei den Deutschen Jugend- und Juniorenmeisterschaften im Langlauf am vergangenen Wochenende. Auch sein Bruder Jonas lief in Oberwiesenthal (Sachsen) zweimal in die Top-10 – und das, obwohl die Brüder derzeit beide gesundheitlich angeschlagen sind. „Ich bin echt zufrieden mit dem Ergebnis“, sagt Korbinian Heiland, der im Vorfeld zu den Rennen in Sachsen drei Wochen krank war. „Bis kurz vor knapp war nicht sicher, ob ich an den Start gehe.“

Der jüngere der Heiland-Brüder hatte sich vor Weihnachten die Weisheitszähne entfernen lassen. Darauf folgten eine Entzündung und ein Infekt – Totalausfall. Ein Wettkampf in der Woche vor den Meisterschaften lief schlecht, eine Teilnahme in Oberwiesenthal wurde in Frage gestellt. Jetzt ist er froh, dass er doch an den Start ging. Im Prolog zum Sprint am Freitag lief es mit Rang acht in der U16 okay. Ein Meter Neuschnee und starker Wind verhinderten dann die Finalläufe. Dieser Umstand war gut für Bruder Jonas, denn er hatte im Prolog Rang fünf bei den Junioren belegt. Auch ihm hatte im Vorfeld ein Infekt einen großen Trainingsrückstand beschert.

Motiviert vom soliden Auftakt starteten die Geschwister in die Langdistanzen: das Einzelrennen in der freien Technik und der Skiathlon. Während Jonas sich, aufs Neue gesundheitlich angeschlagen, im Einzel noch auf Rang acht kämpfte und dann im Skiathlon aufgeben musste, drehte Korbinian so richtig auf. Er lief in beiden Rennen auf den Bronzerang der Jugendmeisterschaft und erreichte damit seine besten Ergebnisse im ersten Winter bei den Großen. „Nach der mangelhaften Vorbereitung hatte ich das nicht erwartet.“

Damit ist sein Saisonziel, die Qualifikation für den deutschen D/C-Kader, in greifbare Nähe gerückt: „Im Moment sieht es gut aus, ich muss jetzt dabeibleiben.“ Das heißt, beim Deutschlandpokal Ende Januar unter die Top-6 oder besser noch aufs Podest laufen. Bruder Jonas kann von solchen Ambitionen gerade nur träumen. Bei ihm steht erst einmal die Gesundheit an erster Stelle.

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion