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War nicht zufrieden: Konrad Vogl, der 64 Kilometer in 7:22 Stunden lief. 

Laufsport

Vogl kommt ausnahmsweise nicht in Tritt

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Auch ein Top-Athlet kann mal einen schlechten Tag erwischen. So einen erlebte Konrad Vogl bei der deutschen Meisterschaft im Ultratrail. 

Reichling – Auch Top-Athleten sind nicht davor gefeit, mal schlecht in Form zu sein. Ausgerechnet bei der deutschen Meisterschaft im Ultratrail erlebte Langstreckenläufer Konrad Vogl einen rabenschwarzen Tag. Der 57-Jährige schaffte mit Platz elf in seiner Altersklasse zwar immer noch ein respektables Ergebnis, doch für ihn, der für gewöhnlich immer unter den Besten landet, war’s einfach nur enttäuschend.

„Es gibt Tage, da kannst du machen, was du willst, da läuft es einfach nicht. Du bekommst Kopf und Körper nicht in Einklang“, berichtete der Reichlinger. Auf dem Programm stand ein Rundkurs von 64 Kilometern mit 1700 Höhenmetern. Start und Ziel des Maintal-Ultratrails waren in der Fastnachts-Hochburg Veitshöchheim. Von dort ging es über Thüngersheim und Himmelstadt bis kurz vor Karlstadt am Main und über Retzbach zurück. Dabei wurden laut Vogl die typischen Kalkbuchenwälder, Naturschutzgebiete mit mediterraner Flora und Fauna, sonnige Weinberglagen, Wiesentäler und dichte Laubmischwälder durchquert. Die Strecke war gespickt mit einigen harten An- und Abstiegen, „was bei der Hitze von 28 Grad einigen Läufern nicht unerhebliche Probleme bereitete und mehrere sogar zur Aufgabe zwang“, berichtete der Reichlinger.

Er selbst kam von Anfang an nicht in seinen Rhythmus. „Dann bin ich auch noch gestürzt“, sagte Vogl. In der Folge wollte der Ultraläufer Zeit gutmachen, befand sich dabei aber stets in der Gefahr, bei der Hitze zu schnell zu laufen. Mit Ausnahme des Sachsentrails (70,3 Kilometer) war Vogl in den Rennen davor bei Läufen jenseits der 230-Kilometer-Distanz am Start gewesen. Dies hatte Auswirkungen auf seine Leistungsfähigkeit: „Ich hatte nicht die Grundschnelligkeit, die ich mir vorgestellt habe, und welche man benötigt, um in der Meisterschaft konkurrenzfähig zu sein.“

Mit der Zeit von 7:22:02 Stunden belegte der Reichlinger in der Gesamtwertung unter 258 Finishern den 212. Platz. Vogl war also im Schnitt mit einem Tempo von 8,7 km/h unterwegs. In der Altersklasse M-55 wurde der Athlet von der LG Ultralauf Elfter unter 21 Läufern, die das Ziel erreichten. Mit dem Team belegte Vogl den fünften Platz. Schnellster der M-55-Klasse war Bernhard Munz (LG Allgäu) in 5:59:06 Stunden. Die deutschen Meistertitel in der Gesamtwertung holten sich Pia Winkelblech (Landau Running Company) mit 6:09:44 Stunden und Moritz auf der Heide (LAZ Puma Rhein-Sieg) mit 4:47:57 Stunden.

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