Drei- bis viermalpro Woche Training

Schießen

Leas rasanter Aufstieg

Schwabniederhofen - Es war ein schneller, fast schon rasanter Aufstieg: Gerade mal ein gutes Jahr, nachdem sich Lea Demmler dem Schützenverein in Schwabniederhofen angeschlossen und Gefallen am Schießsport gefunden hat, schaffte die Schülerin den Sprung in den Bayernkader.

Der Dreistellungs-Wettkampf mit dem Luftgewehr ist die Parade-Disziplin der 14-jährigen Lea Demmler aus Schwabniederhofen. „Durch meinen Vater bin ich zum Schießsport gekommen“, erzählt die Gymnasiastin von der Anfangszeit. Markus Demmler, auch bei den Fallschirm-Sportspringern bekannt, ist dem Sport in seiner Heimatgemeinde schon lange verbunden. Seit gut einem Jahr ist er auch der Schützenmeister im rund 100 Mitglieder zählenden Verein, der inzwischen auch eine aktive Nachwuchsarbeit betreibt.

Zuvor hatte sich Lea Demmler der Leichtathletik verschrieben. „Der Sport ist eine gute Abwechslung zur Schule“, bestätigt die strebsame 14-Jährige, die auch in der Schule gut zurecht kommt und zuvor sechs Jahre lang Geige spielte. Aber mit der Musik aufgehört hat, weil es ihr zu viel wurde.

Drei- bis viermal in der Woche steht das Mädchen nun am Schießstand, vor bedeutenden Wettkämpfen jeden Tag. Lea wirkt ruhig und ausgeglichen. Beste Voraussetzungen für den Schießsport. „Ich kann aber auch anders“, gesteht sie, „das kommt immer auf die Situation an.“

Als sie erstmals in Schwabniederhofen am Schießstand stand, waren schlappe 60 Ringe ihr bestes Ergebnis. Inzwischen sind 99 Ringe angesagt. Zunächst versuchte sie sich mit dem Luftgewehr auf die größeren Pistolenscheiben. „Damit ich nicht die Wand verschieße“, schmunzelt die 14-Jährige, die anfangs mangels eines Jugendleiters nur wenig trainieren konnte. „Ich habe eigentlich nur aus Spass geschossen“, erzählt Lea Demmler.

Bis sie ihr erstes Erfolgserlebnis hatte, zum Gaukader stieß und sich einmal im Monat dem Kadertraining unterzog. Meistens in Rottenbuch, einem der Stützpunkte. Beim Gauschießen in Böbing im Jahr 2013 gewann sie die Schülerklasse mit 99 Ringen, und fortan ging es aufwärts. Kadertrainer Florian Ohnesorg riet der Schwabniederhofenerin zum Luftgewehr-Dreistellungskampf, der das Stehend-, Liegend- und Knieend-Schießen umfasst.

Nach etlichen Wettbewerben und durchwegs guten Ergebnissen qualifizierte sich Lea Demmler für die Teilnahme an Oberbayerischen und Bayerischen Meisterschaften. Ende des Jahres 2014 gehörte sie schließlich dem oberbayerischen Kader an, um sich im Jahr danach für den Bayernkader zu qualifizieren und an Deutschen Meisterschaften teilzunehmen. Im Dreistellungskampf belegte Demmler Platz 23, beim stehenden Anschlag mit 194 Ringen Vierte.

Inzwischen ist Lea Demmler den Schülern entwachsen. Für den Jugendkader muss sich die 14-Jährige wieder neu empfehlen. „Das ist schwierig, denn die Konkurrenz ist noch viel stärker“, hat die Schwabniederhofenerin inzwischen selbst erlebt. Für heuer hat es jedenfalls noch nicht geklappt. „Jetzt versuche ich es eben nächstes Jahr nochmals“, gibt sie die Hoffnung nicht auf.

Im Gaukader ist das Mädchen, das eine weitere Disziplin entdeckt hat und sich neuerdings auch mit dem Kleinkaliber versucht, aber weiterhin dabei. Und für ihre Ziele will sie weiter fleißig trainieren. In ihrer Schwabniederhofener Heimat unter Nachwuchstrainer Klaus Waldmann, und einmal die Woche im Stützpunkt.

Dietmar Friebel

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