Ludwig und Heidi Höfler vor dem Start des Nachtrennens beim Innsbrucker Trailrun-Festival. Es war für beide nach dem „Hochkönigman“ der zweite Lauf binnen weniger Tage. privat
+
Wenn der Vater mit der Tochter: Ludwig und Heidi Höfler vor dem Start des Nachtrennens beim Innsbrucker Trailrun-Festival. Es war für beide nach dem „Hochkönigman“ der zweite Lauf binnen weniger Tage.

LAUFEN: Burggener belegt bei „Hochkönigman“ zweiten Platz

Ludwig Höfler glänzt jetzt auch im Traillauf

  • Paul Hopp
    VonPaul Hopp
    schließen

Ludwig Höfler ist fit. Egal, ob auf Langlaufskiern oder bei Laufwettbewerben: Der Burggener weiß stets mit starken Leistungen zu überzeugen. Nun hat der 74-Jährige den Traillauf für sich entdeckt.

Burggen – Ludwig Höfler ist fit. Egal, ob auf Langlaufskiern oder bei Laufwettbewerben: Der Burggener weiß stets mit starken Leistungen zu überzeugen. Der 74-Jährige ist auch bereit, Neues zu wagen – nun hat er den Traillauf für sich entdeckt. Binnen weniger Tage absolvierte er jüngst erstmals zwei solcher Wettbewerbe, bei denen es im Gegensatz zum Berglauf nicht nur nach oben, sondern rauf und runter geht. Und beide Male machte der Routinier mit beachtlichen Auftritten auf sich aufmerksam. Beide Male war auch Tochter Heidi Höfler (45) am Start, die ebenfalls starke Form bewies.

Beim „Hochkönigman“ in Maria Alm (Salzburger Land) absolvierte das Duo, das stets für den RV Concordia Burggen antritt, den „Easytrail“ über 9,3 Kilometer und je 310 Höhenmeter bergauf und bergab. Bei seinem Traillauf-Debüt glänzte Ludwig Höfler mit der Zeit von 1:05,22 Stunden als Zweiter seiner Altersklasse. Rund 500 Meter vor dem Ziel bemerkte er, dass ein Läufer, der offenbar seiner Klasse angehörte, an ihm vorbeiziehen wollte. Der Burggener ließ sich denn auch überholen, ein Laufduell erschien ihm überflüssig. „Ob ich Erster oder Zweiter werde, das war mir egal“, sagt Höfler. Ihm sei vor allem wichtig, gesund Sport treiben zu können. Solange ihm das in seinem Alter gelinge, „bin ich zufrieden“. Der Sieger der Ü60-Klasse, der Österreicher Johann Stockinger (1:04:59), ist im Übrigen sieben Jahre jünger als der Burggener.

Ludwig Höfler beim „Hochkönigman“ Zweiter in seiner Klasse

Heidi Höfler erreichte in der U50-Klasse der Frauen ebenfalls einen Podestplatz: Mit der Zeit von 59:57 Minuten wurde sie Dritte. In der Gesamtwertung belegte die Burggenerin den zwölften Rang unter 49 Finisherinnen. Die Strecke beim Hochkönigmann – von Maria Alm ging es in einem Rundkurs nach Kraller und zum Dürnberg – sei wunderbar und „angenehm zu laufen“ gewesen, berichtete Ludwig Höfler.

Anders stellte sich die Lage beim „Nighttrail“ in Innsbruck dar. Das Rennen (7 Kilometer/je 373 Höhenmeter bergauf und bergab) war Teil des „Innsbruck Alpine Trailrun Festivals“. Der Weg führte westlich der Bergisel-Sprungschanze durch ein Waldgebiet. Laut Ludwig Höfler gab es keine ebene Stellen, viele Wurzeln waren zu überwinden. Da das Rennen bei Dunkelheit über die Bühne ging – die Teilnehmer waren mit Stirnlampen unterwegs –, war das eine besondere Herausforderung. Ludwig Höfler kam beim Laufen einmal zu Fall. Passiert sei ihm dabei „nichts Größeres als einige Kratzer“. Nach 58:22 Minuten überquerte der Burggener die Ziellinie, was ihm den 53. Platz unter 64 Teilnehmern bescherte. Ludwig Höfler war der mit Abstand älteste Läufer auf dieser Strecke. Der zweitälteste Starter zählte 51 Jahre. So einen Nachtlauf „machen offenbar nur Jüngere“, sagte der Burggener mit ironischem Unterton. Heidi Höfler absolvierte die Strecke in 53:56 Minuten. In der Gesamtwertung belegte sie den 14. Platz unter 39 Frauen. In der Masters-Klasse war die Burggenerin Vierte. Im Jahr davor war sie in Innsbruck auf dem Rookie-Trailrun (13 Kilometer) Gesamtzehnte (1:23:45) geworden.

Am Samstag, 18. September, steht der nächste Wettkampf auf dem Programm – diesmal ein reiner Berglauf. Der SC Bad Kohlgrub richtet seinen Hörnlelauf aus. Heuer findet dabei auch die deutsche Berglauf-Meisterschaft statt. Ludwig Höfler wird aber nicht in der DM-Wertung laufen, teilte er gestern mit. Nötig wären dafür auch von Vereinsseite gegenüber dem Leichtathletik-Verband spezielle Formalien und Berechtigungen.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare