Hofft bald wieder, in einer vollen Halle spielen zu können: Luis Üffing, hier beim Präparieren des Schlägers vergangene Saison.
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Hofft bald wieder, in einer vollen Halle spielen zu können: Luis Üffing, hier beim Präparieren des Schlägers vergangene Saison.

Eishockey

Das Ziel ist nah - Luis Üffing auf dem Weg in die DEL

  • Phillip Plesch
    vonPhillip Plesch
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Luis Üffing aus Peiting möchte Eishockey-Profi werden. Nun ist er seinem Ziel bei den Kölner Haien ganz nah.

Peiting/Köln – 2015 zog Luis Üffing mit einem klaren Ziel los. Als 15-Jähriger wechselte er vom EC Peiting zum Kölner EC, um einmal Eishockey-Profi zu werden. „Ich wollte das machen, was ich am meisten liebe“, sagt er. Von der U16 an durchlief Üffing die Nachwuchsmannschaften der Kölner Haie. In einer Woche, am 30. Mai, wird der Peitinger 20 Jahre alt und ist damit zu alt für den Nachwuchsbereich. Vor kurzem wurde sein Förderlizenzvertrag bei den „Haien“ um ein Jahr verlängert. Seinem Ziel ist er damit ein weiteres Stück näher gekommen.

Seit knapp zwei Wochen befinden sich die Eishockeyspieler unter den coronabedingten Auflagen wieder im Mannschaftstraining. Dreimal pro Woche ist Krafttraining angesagt, zweimal pro Woche stehen Athletik- oder Laufeinheiten auf dem Programm. Bereits vergangene Saison durfte Luis Üffing zweimal pro Woche mit den Profis trainieren. Nun ist er aber fester Bestandteil des Teams.

Üffing nun mit neuer Rolle

In den Jugendmannschaften gehörte er immer auf Anhieb zu den Leistungsträgern. Im DEL-Team „habe ich jetzt eine andere Rolle“, sagt der 19-Jährige. Immerhin ist er einer der jüngsten im Team. Dennoch mache es ihm einen „Riesenspaß“ und schon jetzt sagt er: „Ich lerne viel dazu.“ Eines ist für den 1,90-Meter großen Athleten aber klar: Er soll nur der nächste Schritt sein und nicht der letzte.

Mit einem gleichaltrigen Mannschaftskollegen wohnt Üffing seit rund zwei Jahren in einer Wohngemeinschaft in der Kölner Innenstadt, die ihm sehr gefällt. Zuvor hatte der 19-Jährige drei Jahre das Sportinternat in Köln besucht. Training und Schule waren hier für die Nachwuchsathleten „gut abgestimmt“. Mit dem Fachabitur beendete Üffing die Schule und wusste weiterhin, auf dem Eis zu überzeugen.

Verletzungen warfen den Peitinger zurück

Während dieser Zeit wurde er jedoch immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen. Vor etwa zwei Jahren brach er sich den Knöchel und fiel mehrere Monate aus. In der folgenden Saison zog er sich die gleiche Verletzung erneut zu und verpasste fast die komplette Spielzeit. Noch heute hat er Schrauben im Fuß, die ihn aber nicht behindern. „Ich war hinterher“, sagt er mit Blick auf die Vorbereitung für die vergangene Saison. „Also habe ich versucht, Gas zu geben.“ Und das gelang ihm.

In der U20 der Kölner Junghaie kam Üffing auf 34 Einsätze. Der Stürmer schoss 18 Tore und bereitete 23 Treffer mit vor. In der DEL2 durfte er sieben Mal für den EC Bad Nauheim ran – dort wartet er aber noch auf den ersten Scorerpunkt. Bad Nauheim ist Förderlizenzpartner des Kölner EC. Der Vertrag für die kommende Spielzeit erlaubt dem Peitinger Einsätze für Bad Nauheim in der DEL2 und für die Kölner Haie in der DEL.

Üffing nicht der Einzige aus Peiting

Üffing geht davon aus, dass er in der kommenden Saison vornehmlich für die Hessen in Deutschlands zweithöchster Spielklasse auflaufen wird. Die rund eineinhalb Stunden Fahrt mit einem Kleinbus von Köln nach Bad Nauheim sind für ihn kein Problem. „Da sind wir andere Strecken gewohnt“, sagt er.

Zudem wird Üffing die Fahrten wohl nicht alleine auf sich nehmen müssen. Denn insgesamt acht Spieler haben die Kölner mit einem Förderlizenzvertrag ausgestattet. Zu denen gehört auch der 18-jährige Maximilian Glötzl. Der zweite Peitinger im Kader des KEC durfte vergangene Spielzeit bereits zwei DEL-Spiele absolvieren. Spielberechtigt ist er aber auch noch für die U20.

„Am Abschluss kann man immer feilen“

Im Kölner Team sind neben Üffing und Glötzl mit Simon Gnyp aus Neuöttingen und Julian Chrobot aus Augsburg noch weitere Förderlizenzspieler aus Bayern. Das machte es Üffing auch leichter, als er 2015 seine Heimat verließ. In Köln fand er schnell neue Freunde, die das Gleiche machen und einen ähnlichen Hintergrund haben. Seine Familie habe ihn stets dabei unterstützt, Profi zu werden, berichtet der 19-Jährige.

Dass er gut Schlittschuhlaufen kann, sieht Üffing als eine seiner Stärken. Zudem könne er sowohl in der offensiven als auch in der defensiven Zone gut spielen. „Ein ehemaliger Trainer von mir hat mich als Power Forward bezeichnet. Ich denke, das trifft es ganz gut“, so der Peitinger. Auf dem Weg zu seinem Ziel, in der DEL aufzulaufen, möchte der Angreifer noch „spritziger werden“. „Und am Abschluss kann man immer feilen.“

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