Null Fehlerpunkte für Stefan Wiesner: Der Altenstadter Titeljäger trifft beim Zielspringen die Matte fast immer perfekt.
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Null Fehlerpunkte für Stefan Wiesner: Der Altenstadter Titeljäger trifft beim Zielspringen die Matte fast immer perfekt.
Medaillen-Gewinner der Altenstadter Sportfördergruppe: (v.l.) Elischa Weber, Stefan Wiesner, Christian Kautzmann, Kai Erthel und Christoph Zahler landeten im chinesischen Wuhan vorn.
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Medaillen-Gewinner der Altenstadter Sportfördergruppe: (v.l.) Elischa Weber, Stefan Wiesner, Christian Kautzmann, Kai Erthel und Christoph Zahler landeten im chinesischen Wuhan vorn.

Fallschirmspringen

Medaillenflut für Altenstadter beim Saisonhöhepunkt in China - Spannung bis zum Schluss

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Spannung bis zum Schluss war bei den Military World Games in China geboten. Die Altenstadter Fallschirmspringer hatten sich Gold in der Gesamtwertung vorgenommen – doch die internationale Konkurrenz war stark.

Altenstadt – Es war eine gigantische Eröffnungsshow: Tausende Darsteller, gewaltige Bilder, beeindruckende Lichteffekte – dazu Auftritte von Pianist Lang Lang und Schauspieler Jackie Chan. Keine Frage, die Chinesen legten sich mächtig ins Zeug, um die Military World Games in Wuhan zu etwas ganz Besonderem zu machen. Staatspräsident Xi Jinping eröffnete schließlich die Sportveranstaltung, die wie olympische Spiele alle vier Jahre stattfindet – danach waren die mehr als 9000 Sportler aus 109 Nationen dafür zuständig, mit ihren Leistungen ein Feuerwerk nach dem anderen zu entfachen. In 31 verschiedenen Sportarten traten sie an. Mittendrin im Geschehen: die Fallschirmspringer aus Altenstadt.

Und die waren hochmotiviert nach Wuhan gereist. Das Ziel: Gold in der Königsklasse „Mannschaftskombination“. Doch die Konkurrenz war stark. „Von Anfang an war das Niveau wie zu erwarten sehr hoch“, sagt Bundestrainer Torsten Funke, der gemeinsam mit dem Altenstadter Trainer Wolfgang Lehner die sieben Männer und zwei Frauen in China betreute. In jeder Disziplin standen über mehrere Tage Sprünge an.

Der Altenstadter Stefan Wiesner behält die Nerven

Gleich zum Auftakt gelang den Männern ein fehlerfreies Formationsspringen, bei dem vier Sportler verschiedene Formationen in der Luft bilden. Auch beim Stilspringen, bei dem die Athleten im freien Fall Figuren – zum Beispiel Drehungen und Salti – zeigen, gelang der Start.

Nur beim Zielspringen, bei dem die Athleten eine wenige Zentimeter große Matte treffen müssen, wollte es anfangs nicht so recht klappen. „Runde für Runde konnten die Männer nicht an ihre Trainingsleistungen anknüpfen“, sagt Funke. So wurde es „unnötig spannend“. Doch vor allem ein Altenstadter behielt die Nerven: Stefan Wiesner. Vor dem Finalsprung lag er ganz knapp in Führung – und verteidigte sie. Um nur einen Zentimeter verpasste er das Ziel. Damit holte sich Wiesner Gold – mal wieder. Es war sein 15. Titel. Und der 16. folgte auf dem Fuß. Denn weil Wiesner im Stilspringen bereits Vierter geworden war, bescherte ihm der erste Platz im Zielspringen obendrein noch Gold in der Kombination.

Weber siegt im Stilspringen

Bei der Addition der beiden Disziplinen gab es einen deutschen Doppelsieg zu feiern. Denn hinter Wiesner wurde Elischa Weber Zweiter. Im Zielspringen war er auf Rang elf gelandet, in seiner Paradedisziplin aber behauptete er sich gegen die Weltelite. Runde für Runde baute Weber im Stilspringen seinen Vorsprung aus und holte damit Gold.

Die ersten Titel hatten die Altenstadter also sicher. Knapp vorbei an einer Medaille sprangen Robin Griesheimer bei den Junioren und Tatjana Gustke im Frauenwettbewerb. Nun war da ja aber immer noch der Wunsch nach dem Gesamtsieg mit dem Team. Und da ging es richtig eng zu.

Spannung im Teamwettbewerb bis zum Schluss

Deutschland musste sich im Mannschafts-Zielspringen weit vorn platzieren, um den Gesamtsieg zu schaffen. „Die Finalrunde war an Spannung kaum zu überbieten“, sagt Funke. Die Chinesen, die im Zielspringen mit Deutschland auf Rang drei lagen, lieferten eine nahezu perfekte Runde ab – und setzten Altenstadt gehörig unter Druck. „Die Spannung war greifbar, jeder am Boden wusste um die geringen Abstände zwischen den Mannschaften“, sagt Funke. Aber die Altenstadter lieferten im entscheidenden Springen perfekt ab, schafften eine „Nuller-Runde“ – vier der fünf Deutschen trafen das Ziel perfekt, das schlechteste Ergebnis wurde in jeder Runde gestrichen. Damit holte Deutschland als Team hinter Tschechien Silber. Bronze ging an China.

Und in der Mannschaftskombination bedeutete dieses Ergebnis für die Altenstadter Sportfördergruppe: Ziel geschafft – Gold in der Gesamtwertung. Das, so sagt Funke, haben die Altenstadter „mit starker Willenskraft, eisernen Nerven und nicht zuletzt einer geschlossenen Mannschaftsleistung erreicht“. Sie feuerten eben im richtigen Moment ihr ganz eigenes Feuerwerk ab.

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