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Sieht gut aus, fühlt sich aber nicht gut an: Marcel Schrötter kommt mit seinem Motorrad gerade nicht zurecht. Der achte Platz in Assen enttäuschte ihn.

Moto2-Pilot Marcel Schrötter: „Im Moment macht das Fahren nicht viel Spaß“

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Kurz vor dem Heim-Grand-Prix ist Moto2-Pilot Marcel Schrötter aus Vilgertshofen ziemlich unzufrieden. Nicht nur mit der letzten Platzierung.

Assen – Eigentlich hätte Marcel Schrötter in dieser Woche allen Grund zur Vorfreude. Ab kommenden Sonntagabend ist Sommerpause. Zuvor steht noch ein Höhepunkt für ihn an: der Heim-Grand-Prix am Sachsenring im sächsischen Hohenstein-Ernstthal. Doch dem Vilgertshofener ist der Spaß vergangen. Es läuft einfach nicht. Am vergangenen Wochenende wurde er im niederländischen Assen Achter. Nicht das, was er sich vorgestellt hatte. Zumal er in der Gesamtwertung von Platz fünf auf sieben zurückgefallen ist.

Schon die Quali war „eine Katastrophe“

Schon beim Qualifying hatte der 26-jährige Kalex-Pilot Schwierigkeiten. „Eine Katastrophe“ war es in den Augen Schrötters. „Es begann schon mit einer misslungenen ersten Runde“, sagt er. „In weiterer Folge habe ich nie eine konstante Runde am Stück zusammengebracht.“ Schrötter wurde immer verkrampfter, leistete sich einige Fehler. Und konnte so nur den zwölften Startplatz für das Rennen am Sonntag ergattern.

Bei dem hoffte er, einen versöhnlichen Abschluss des Wochenendes zu schaffen, um positiv gestimmt zum Sachsenring reisen zu können. Der Plan ging nicht auf. Zwei Mal wurde Schrötter sogar bestraft, weil er die Streckenbegrenzung überfahren hatte. Er musste beide Male durch die „Long Lap“, eine zusätzliche Strecke, bei der die Fahrer ein paar Sekunden verlieren. „Ich bin aber mehr über diese Entscheidungen enttäuscht“, sagt Schrötter über die Strafe. „Ich habe keine Warnung betreffend des Überfahrens der Streckenbegrenzung bekommen.“ Ohne die zusätzlichen Meter wäre Rang sechs drin gewesen, ist er überzeugt. Das hätte für die Gesamtwertung zehn Punkte bedeutet. Als Achter bekam Schrötter nun acht. „Eine zweistellige Punkteanzahl würde wieder einmal guttun.“

Der Moto2-Pilot fühlt sich auf seinem Motorrad nicht wohl

Denn der Sportler ist derzeit überhaupt nicht zufrieden. „Ich fühle mich mit dem Motorrad nicht wohl genug, um schneller fahren zu können“, sagt er. „Das zieht sich nun schon über einen längeren Zeitraum hin. Es tut mir leid für das Team, weil es wirklich unermüdlich arbeitet.“

Zum Saisonauftakt sah die Welt noch anders aus. Im März wurde er Dritter (Katar) und Fünfter (Argentinien). Im April fuhr er auf Rang zwei in den USA. Seit Mai sind die Fahrer in Europa unterwegs, Schrötter brach sich zu diesem Zeitpunkt zwei Mittelfußknochen, kam aus dem Rhythmus. Seitdem war Platz sieben in Barcelona (Spanien) sein bestes Ergebnis. „Ich will gar nicht nach Ausreden suchen, sondern wir müssen schauen, dass wir aus diesem Tief einen Weg herausfinden“, sagt er. „Im Moment macht das Fahren nicht viel Spaß.“ 

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