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Vollgas will Marcel Schrötter an diesem Wochenende in Spanien geben.

Moto2-Pilot Schrötter will beim zweiten Rennen in Jerez „einen drauflegen“

  • vonKatrin Kleinschmidt
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Es sah gut aus für Marcel Schrötter - doch dann stürzte der Moto2-Pilot am vergangenen Sonntag. Nun hat der Vilgertshofener eine zweite Chance auf der Strecke in Jerez.

Vilgertshofen/Jerez – Es hat schon seinen Grund, weshalb die Motorradfahrer normalerweise zwischen November und Februar ihre Trainingsrunden im spanischen Jerez ziehen. Und warum das Moto2-Rennen dort normalerweise Anfang Mai stattfindet. Denn im Sommer wird’s im Süden richtig heiß. Mehr als 30 Grad sind dann völlig normal. Und so ist es eine Herausforderung für die Sportler, ihr Team und die Rennmaschinen, dass heuer gleich zwei Rennen im Juli in Jerez steigen – coronabedingt ging es eben nicht anders. Und so schwitzt auch der Vilgertshofener Marcel Schrötter an diesen Tagen noch einmal unter der spanischen Sonne.

Vor einer Woche patzte er im Rennen, stürzte an Position fünf. Doch der 27-Jährige konzentriert sich auf die positiven Dinge – und geht damit optimistisch ins dritte Saisonrennen an diesem Sonntag. „Ich bin natürlich unglaublich froh, dass es gleich weitergeht und wir an dem Punkt weitermachen können, wo wir bis zum Sturz am Sonntag waren“, sagt er. „Wir haben auch schon ein paar Ideen, wie wir uns weiter verbessern können, um dann dieses Mal im Rennen besser dazustehen.“

Schrötter weiß, wo sein Fehler lag

Schrötter rechnet mit ähnlichen Verhältnissen wie in der Vorwoche. Da hatte er einen Punkt unterschätzt: Während vor den Trainingsläufen und der Qualifikation die Top-Klasse MotoGP vor der Moto2 startete, war es am Renntag umgedreht. „Der Gummiabrieb von den MotoGP-Walzen war nicht vorhanden“, sagte er laut einer Pressemitteilung am Donnerstag. „Daraus haben wir aber etwas gelernt und werden daher versuchen, diese Erfahrung mittels einer leichten Veränderung hinsichtlich der Balance des Motorrades einfließen zu lassen.“

Schrötter ist froh über seine zweite Chance in Jerez und „voll motiviert, einen draufzulegen“, sagt er. Allerdings gelang das beim Training am Freitag noch nicht so ganz. Da fuhr er am Morgen nur die zwölftbeste Zeit. Tom Lüthi, sein Teamkollege bei „Liqui Moly Intact GP“, landete auf Rang 13. Am Nachmittag wurde Schrötter Neunter.

Doch die Trainingszeiten spielen keine Rolle mehr, wenn’s ernst wird. Und das ist an diesem Samstag mit den Qualifikationsläufen der Fall. Sie beginnen um 15.10 und 15.35 Uhr. Das Rennen startet am Sonntag um 12.20 Uhr.

Live-Übertragung

Die Qualifikationsläufe und das Rennen sind live im Fernsehen auf dem Sender ServusTV zu sehen. Parallel dazu gibt es im Internet unter ServusMotoGP.com einen kostenlosen Livestream.

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