1 von 2
Ließ auf der Rennstrecke fast alle Kontrahenten hinter sich. Am Ende wurde Marcel Schrötter (Nummer 23) auf dem Circuit of The Americas in Austin Zweiter hinter Teamkollege Thomas Lüthi (Schweiz).
2 von 2
Auf dem Siegerpodest: (v.l.) Marcel Schrötter, Thomas Lüthi und der Drittplatzierte Jorge Navarro (Spanien).

Moto2

Schrötter zum ersten Mal Zweiter und doch nicht zufrieden

Marcel Schrötter aus Vilgertshofen mischt in der Moto2 weiter ganz vorne mit. Am Wochenende fuhr er im texanischen Austin erstmals auf Rang zwei. Und doch möchte er mehr.

Austin/Vilgertsh ofen – Als Marcel Schrötter die Ziellinie überfuhr, kannte der Jubel bei den Verantwortlichen des Dynavolt-Intact-GP-Teams keine Grenzen – sogar Freudentränen flossen. Schrötter kam im texanischen Austin (USA) als Zweiter ins Ziel, hinter seinem Teamkollegen Thomas Lüthi (Schweiz). Damit machten die beiden Fahrer den ersten Doppelsieg des deutschen Rennstalls perfekt.

„Ich freue mich natürlich über den zweiten Platz, auch wenn ich heute das Zeug zum Gewinnen gehabt hätte“, sagte Schrötter nach dem Rennen. Tatsächlich war er über das ganze Wochenende der Schnellste in der Moto2 auf dem Circuit of The Americas. Der 26-Jährige dominierte nicht nur die Trainings, sondern startete auch von der Pole Position in den dritten Grand Prix der Saison. In einem verregneten Qualifying am Samstag hatte er die Ruhe bewahrt und sich Platz eins geholt.

Schrötter zum ersten Mal Zweiter und doch nicht zufrieden

Mit einer schnellen Reaktionszeit verteidigte Schrötter nach dem Start seine Spitzenposition. In der ersten Kurve bremste er allerdings zu spät und musste seinen Teamkollegen Lüthi sowie den Spanier Alex Marquez, der die Spitze übernahm, passieren lassen. Die drei schafften es, sich etwas vom Verfolgerfeld abzusetzen. Schrötter fuhr nun ein cleveres Rennen und lauerte auf der dritten Position auf seine Chance.

„Doch in einer Kurve hatte ich ein kleines Schaltproblem. Das hat mich in diesem Moment den direkten Anschluss an Tom und Alex gekostet“, berichtete der Vilgertshofener. Just in diesem Moment attackierte Lüthi den führenden Marquez und schob sich auf Platz eins. Da waren noch elf Runden zu absolvieren. Drei Runden später ließ auch Schrötter den Spanier hinter sich. Sein Teamkollege war derweil aber schon enteilt. Über 2,5 Sekunden betrug der Vorsprung des Schweizers. Marcel Schrötter setzte sich nun zusehends von seinen Verfolgern ab und schaffte ein beruhigendes Polster auf den dritten Platz.

In der WM-Gesamtwertung nun Zweiter

Während Lüthi an der Spitze einsam seine Runden zog, und Schrötter den zweiten Platz absicherte, tobte dahinter ein Kampf zwischen mehreren Fahrern um den dritten Podestplatz. Den holte sich schließlich der Spanier Jorge Navarro. Der WM-Führende, Lorenzo Baldassarri, aus Italien war da schon nicht mehr im Rennen. Nach einem Sturz holte er nach zuvor zwei Siegen diesmal keine Punkte, bleibt aber dennoch Erster. Schrötter konnte sich in der WM-Gesamtwertung aber bis auf drei Punkte an den Führenden ranschieben. Warten muss er weiterhin auf seinen ersten Sieg in der Moto2. Da war ihm auch sein Debüt auf Platz zwei beinahe egal. „Die Saison ist noch lang und ich bin überzeugt, dass früher oder später mein Tag kommen wird“, sagte er. „Davon bin ich felsenfest überzeugt.“

von Phillip Plesch

Lesen Sie außerdem:

Marcel Schrötter startet in neue Saison und teilt sich die Box mit einem ehemaligen Weltmeister

Marcel Schrötters Millimeterarbeit auf der Zielgeraden

Auch interessant

Meistgesehene Fotostrecken

Stehende Ovationen für langjährigen Chef im Ring
15 Jahre lang stand Heinz-Günter Deuster an der Spitze der bayerischen Amateur-Boxer. Der Peitinger, der auch als Kampfrichter aktiv war, genoss großes Ansehen - das …
Stehende Ovationen für langjährigen Chef im Ring