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Motorsport ist Mannschaftssport: Valentin Kees zusammen mit seinen Unterstützern vom „Kosak Racing Team“. 
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Youngster in Action: Auf der Strecke in Aichwald hatte Valentin Kees sowohl seine Maschine als auch die Konkurrenz im Griff.

Motocross

Valentin Kees erlebt „genialen Renntag“  und eine Schrecksekunde

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Valentin Kees ist nicht zu stoppen: Beim jüngsten Wettbewerb zur deutschen 85-ccm-Meisterschaft dominierte er das Geschehen. Gefährlich wurde ihm nur ein überrundeter Fahrer.

Aichwald – Valentin Kees war der Konkurrenz schon weit enteilt, doch urplötzlich stand sein Sieg auf der Kippe – und der Youngster konnte absolut nichts dafür. Unmittelbar vor dem Schwabniederhofener war ein zu überrundender Fahrer gestürzt. Kees reagierte blitzschnell und schaffte es so noch auszuweichen. Danach war der 14-Jährige aber wirklich nicht mehr zu stoppen und machte seinen Tagessieg in der 85-ccm-Klasse perfekt.

Am Ende freute sich der KTM-Pilot vom Kosak-Racing-Team über einen „absolut genialen Renntag“. Beim vierten Lauf zur deutschen Meisterschaft war Kees auf der Strecke „In den Horben“ in Aichwald allen anderen Piloten davongefahren. Mit dem Optimum von zwei Laufsiegen, die ihm 50 Punkte einbrachten, gewann der Schwabniederhofener die Tageswertung. In der Meisterschaftswertung rückte Kees an die dritte Stelle vor.

Motocross: Valentin Kees Dritter in der DM-Wertung  

Mit 140 Punkten liegt der Schwabniederhofener hinter Collin Wohnhas (Bauerschmidt KTM/177 Punkte) und Maximilian Werner (Team Motorrad Waldmann/162). Das Ziel ist klar: In den abschließenden vier Wertungsläufen bei den Rennen in Bauschheim (18. August) und Thurm (8. September) möchte Kees fleißig punkten, „um vielleicht doch noch in den Kampf um die Meisterschaft eingreifen zu können“, wie er mitteilte. Verletzungsbedingt konnte Kees beim Auftakt in Lugau nicht mitfahren, vor allem deshalb liegt er hinter den Konkurrenten zurück.

Motocross: Valentin Kees fühlt sich in Aichwald wohl 

Auf der Strecke des MSC Aichwald „fühlte ich mich sofort richtig wohl“, so Kees. Im Pflichttraining wartete er auf dem 1755 Meter langen Kurs mit der schnellsten Rundenzeit (2:04,774 Minuten) auf. Im ersten Wertungslauf „war mein Start relativ gut“, berichtete der Youngster. In der Startkurve lag er an der fünften Stelle, fand schnell in seinen Rhythmus und übernahm die Spitze. In der zweiten Runde musste Kees nach einem kleinen Ausrutscher zu Boden und fiel dadurch auf den dritten Platz zurück. Doch ruck-zuck hatte sich der KTM-Fahrer wieder aufgerappelt und kämpfte sich an die erste Stelle zurück. Mit 15 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten überquerte das Mitglied des MSC Reichling die Ziellinie.

Motocross: Valentin Kees gewinnt mit Punkte-Maximum 

Der Start in den zweiten Wertungslauf geriet Kees nicht nach Wunsch. Nach der Startkurve lag er lediglich an der zehnten Stelle. Noch in der ersten Runde arbeitete er sich an die dritte Position, Mitte des zweiten Umlaufs lag er an der zweiten Stelle. Vor Kees lag nur noch sein Teamkollege, Sebastian Meckl aus Landsham. Ihn überholte der Schwabniederhofener beim Anbremsen vor der Schikane nach der Startgeraden – damit war Kees Erster. In der Folge setzte er sich von den Konkurrenten ab. Nach der erwähnten Schrecksekunde blieb Kees souverän vorn, diesmal siegte er mit knapp neun Sekunden Vorsprung. Einen Extra-Dank richtete er an seinen Teamchef Herbert Kosak „für das perfekt abgestimmte Motorrad, mit dem es einfach nur eine Freude war, auf dieser Strecke zu fahren“.

Motocross: Die deutsche Jugend-Meisterschaft

Die deutsche Jugend-Motocross-Meisterschaft wird in drei Klassen ausgefahren: in der 65-ccm-Klasse (Fahrer zwischen acht und zwölf Jahre alt), in der 85-ccm-Klasse (zehn bis 16 Jahre) und in der 125-ccm-Klasse (14 bis 18 Jahre). Für die Teilnehmer in der 85-ccm-Klasse stehen sechs Veranstaltungen auf dem Programm, und zwar in Lugau (Sachsen), Gräfentonna (Thüringen), Wilnsdorf (Nordrhein-Westfalen), Aichwald (Baden-Württemberg), Bauschheim (Hessen) und Thurm (Sachsen). 

Pro Rennwochenende gibt es zwei Wertungsläufe. Gemäß ihrer Platzierung erhalten die Fahrer von Platz eins bis Platz 20 absteigend Punkte (Reihenfolge: 1. Platz/25 Punkte; 2./22; 3./20; 4./18; 5./16; 6./15; 7./14; auf den folgenden Rängen beträgt der Abstand je einen Punkt). An jedem Rennwochenende gibt es eine Tageswertung (Maximum sind 50 Punkte). Sind zwei Fahrer nach Punkten gleichauf, so liegt der vorn, der im zweiten Lauf das bessere Ergebnis erzielt hat. Die Ergebnisse aller Läufe fließen in die Meisterschaftswertung ein. Den Titel holt der Fahrer mit den meisten Punkten. Bei Gleichstand zählt die Mehrheit an besseren Plätzen.

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Valentin Kees fährt der Konkurrenz davon

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