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Schaut her, da ist das Ding: Stolz präsentiert Max Nagl den Siegespokal. Zwei Laufsiege an einem Tag hatte der Hohenpeißenberger zuletzt im Februar vergangenen Jahres in Katar geschafft.

Maximaler Erfolg

Nagl siegt in Tschechien

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Hohenpeißenberg - Max Nagl gewinnt beim Grand Prix in Tschechien beide Läufe, schnappt sich den ersten Saisonsieg. Nach dem Rennen gab’s noch einen weiteren Grund zum Feiern.

Am Ende wollte Max Nagl einfach nur „den Moment und den Sieg genießen“. Es war ja auch zu schön, was er am Sonntag beim Grand-Prix von Tschechien in Loket (deutsch: Elbogen) erlebt hatte. Mit zwei Laufsiegen hatte der Hohenpeißenberger die Tageswertung in der MXGP-Klasse gewonnen, sich in der WM-Wertung auf den dritten Platz verbessert – und obendrein seinem Arbeitgeber Husqvarna den ersten Triumph überhaupt in Loket beschert. Ein Grand-Prix-Sieg mit dem Maximum von 50 Zählern war Nagl zuletzt im Februar 2015 beim WM-Auftakt in Katar gelungen.

Die Voraussetzungen in Tschechien waren allerdings ungleich ungünstiger. Denn anders als seinerzeit in Katar platzierte sich Nagl im Qualifying-Rennen nicht unter den Besten. Nur der 14. Rang stand für den 28-Jährigen zu Buche. Das hieß, bis er an der Reihe war, durften sich schon 13 Fahrer ihr Startgatter aussuchen. Doch Nagl ließ sich davon nicht beeindrucken. „Ich habe es geschafft, in beiden Wertungsläufen gute Starts hinzulegen“, wird der Deutsche in einer Mitteilung seines Rennstalls zitiert.

Im ersten Lauf lag Nagl nach dem Start an zweiter Stelle hinter dem Franzosen Gautier Paulin. In der zweiten Runde überholte der Deutsche, als es an den Boxen vorbeiging, den Konkurrenten. In der Folge drückte Nagl ordentlich aufs Tempo, denn er spürte den WM-Führenden und bestimmenden Mann der Saison, Tim Gajser (Slowenien), schon im Nacken. „Ich wollte unter allen Umständen vermeiden, dass ich überholt werde“, so Nagl. Er verteidigte schließlich die Führung ins Ziel. Im zweiten Lauf lag Nagl nach dem Start hinter Gajser und dem Spanier Jose Butron zunächst an der dritten Stelle. Schnell verbesserte sich der Husqvarna-Pilot um eine Position und machte danach Jagd auf Gajser. „Mein Plan war, Druck auf ihn auszuüben. Und das klappte“, freute sich der Hohenpeißenberger. Gute fünf Minuten vor Rennende rutschte der Slowene tatsächlich weg und ging zu Boden. Nagl überholte, musste aber noch einige bange Momente überstehen, da der Konkurrent wie entfesselt fuhr und noch einmal herankam. Mit zwei Sekunden Vorsprung überquerte Nagl die Ziellinie.

Den ersten Saisonsieg ausgerechnet mit zwei ersten Plätzen zu erreichen, „ist großartig“, so der Hohenpeißenberger. Der Erfolg „ist gut fürs Team und gibt mir einen Schub an Selbstvertrauen“. Am kommenden Wochenende steht für Nagl eine Art Heimspiel auf dem Programm. Denn der Grand-Prix von Belgien findet in Lommel statt, wo der Oberbayer seit mehreren Jahren wohnt.

Laut dem Online-Portal Speedweek wird Nagl auch im kommenden Jahr für das Rockstar Energy Husqvarna Factory Racing-Team fahren. Bei der Pressekonferenz nach dem Sieg in Loket deutete der 28-Jährige an, dass es eine Vertragsverlängerung gegeben hat. Eine offizielle Bestätigung seitens des Rennstalls steht aber noch aus. Nagl fährt seit der Saison 2015 für Husqvarna, davor war er für Honda (2013/2014) und KTM (seit 2004) in der WM am Start.

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