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Nagl und Co. haben Pech mit Stürzen

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Von: Paul Hopp

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Auftritt vor großer Kulisse: Max Nagl (hier in Aktion) und die anderen Fahrer wurden von rund 80 000 Zuschauern beobachtet. Die deutschen Fans im Publikum waren dabei unübersehbar. foto: ADAC Motorsport
Auftritt vor großer Kulisse: Max Nagl (hier in Aktion) und die anderen Fahrer wurden von rund 80 000 Zuschauern beobachtet. Die deutschen Fans im Publikum waren dabei unübersehbar. © ADAC Motorsport

Hohenpeißenberg - Zwei Stürze bremsten das "Team Germany" aus: Bei der Team-WM musste sich das deutsche Trio um Max Nagl mit dem neunten Platz begnügen.

Die Top-Ten wie gewünscht erreicht, aber nicht überrascht: So lässt sich der Auftritt der deutschen Motocrossmannschaft um Fahrer Max Nagl und Team-Chef Hubert Nagl beim „Motocross of Nations“ in Ernée (Frankreich) zusammenfassen. Die deutsche Equipe belegte bei der Team-WM den neunten Platz unter 35 Nationen. Den Sieg bei der 69. Auflage des Wettbewerbs holte sich Titelverteidiger Frankreich mit zwei Zählern Vorsprung vor den USA. Dritter wurde vor über 80.000 Zuschauern das belgische Team.

„Es war wohl nicht ganz unser Tag. Nach unserem guten Qualifying-Ergebnis hatten wir uns schon etwas mehr erwartet“, sagte Teamchef Hubert Nagl, der Vater von Max. Sein Filius sorgte mit einem dritten Platz im ersten Rennen für das beste Einzelergebnis der Deutschen. „Ich hatte einige gute Überholmanöver und war das ganze Rennen gut dabei“, so der „Husqvarna“-Werksfahrer. Selbst eine Kollision mit dem vor ihm gestürzten Gautier Paulin (Frankreich) konnte den Weilheimer nicht stoppen. Im zweiten Lauf hatte Max Nagl jedoch Pech: Nach einem frühen Sturz fiel er weit zurück und gab das für ihn aussichtslose Rennen auf. Auf einem mittlerweile stark ausgefahrenen Kurs sei es für ihn zwischen den langsameren und unerfahreneren Fahrern auch zu unsicher gewesen, erklärte der 28-Jährige. „So wollte ich den Wettbewerb eigentlich nicht beenden, aber nun kann ich mich voll auf die Saison 2016 konzentrieren“, teilte Max Nagl mit.

Im Qualifying zeigten die deutschen Fahrer – neben Max Nagl kamen Henry Jacobi (18, Bad Sulza) und Dennis Ullrich (22, Saarlouis) zum Einsatz –, dass sie Potenzial für einen Spitzenplatz haben. Nagl wurde in der MXGP-Klasse Vierter, Ullrich fuhr in der Open-Klasse auf Rang sechs und Jacobi belegte in der MX2-Kategorie den zehnten Rang. Zu einem solchen starken Gesamtergebnis reichte es dann für die Deutschen in den insgesamt drei Wertungsläufen nicht mehr. Jacobi stürzte bei seinem ersten Einsatz, quetschte sich zwei Finger und musste aufgeben. In seinem zweiten Rennen kämpfte sich der Youngster mit Schmerzen durch das Rennen, doch mehr als der 29. Rang sprang nicht heraus. Ullrich fuhr einmal als Elfter und einmal an der 18. Position liegend ins Ziel. „Im ersten Lauf habe ich einen guten Rhythmus gefunden, im zweiten Lauf war es dann deutlich anstrengender“, sagte Ullrich. Mit insgesamt 97 Punkten belegte das deutsche Trio schließlich den neunten Rang – hinter Neuseeland (92) und vor Österreich (103). Im Vorjahr in Lettland war das „Team Germany“ in derselben Besetzung wie heuer angetreten und guter Fünfter geworden. Im Jahr 2012 hatten Max Nagl, Ken Roczen und Marcus Schiffer in Belgien den WM-Titel geholt – das war damals eine echte Sensation. 

Die Team-Weltmeisterschaft

Das „Motocross of Nations“, die Team-WM, wird seit 1947 ausgefahren. Bei diesem Wettbewerb wird in drei Klassen gefahren. Für Deutschland waren heuer Max Nagl (MXGP-Klasse), Henry Jacobi (MX-Klasse) und Dennis Ullrich (Open-Klasse) am Start. In den insgesamt drei Rennen treten jeweils Fahrer von zwei Klassen gegeneinander an. Für das Endergebnis werden die besten fünf von sechs Resultaten der Fahrer gewertet. Entsprechend der Platzierung gibt es Punkte (1. Platz = 1 Punkt; 2. Platz = 2 Punkte usw.). Die Mannschaft, die am Ende die wenigsten Punkte hat, gewinnt das „MXoN“. Der jährliche Wettbewerb wird immer in einem anderen Land ausgefahren. Heuer fand das „MXoN“ im französischen Ernée in der Bretagne statt. Rekordsieger sind die USA (22 Siege) vor Großbritannien (15) und Frankreich (15). Deutschland gewann 2012 mit Max Nagl, Ken Roczen und Marcus Schiffer den Titel. 2010 wurde das deutsche Team in den USA Dritter. In den vergangenen 15 Jahren haben 54 Nationen am „MXoN“ teilgenommen, darunter auch die Mongolei, Zypern und Kuwait.

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