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Nagl fällt zweimal aus und gewinnt trotzdem

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Von: Paul Hopp

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Hohenpeißenberg – Der Hohenpeißenberger Max Nagl ist beim Grand Prix der USA vom Pech verfolgt, trotzdem bekommt er einen Preis: als Saisonbester beim „Holeshot“.

Dieses Finale, sagte Max Nagl, „war irgendwie typisch dafür, wie die zweite Hälfte der WM-Saison für mich verlaufen ist“. Beim abschließenden Grand Prix im kalifornischen Glen Helen schied der Husqvarna-Werksfahrer gleich in beiden Wertungsläufen aus. Null Punkte, so lautete das bittere Ergebnis für den Hohenpeißenberger. In der WM-Gesamtwertung wurde er vom Belgier Jeremy van Horebeek vom fünften auf den sechsten Platz verdrängt.

Einen Lichtblick gab es dann aber doch: Nagl wurde in Kalifornien als der beste Starter der Saison ausgezeichnet. Zehnmal ging er als Erster in die erste Kurve – damit war er in der MXGP-Klasse unerreicht. Der Hohenpeißenberger erhielt daher den „Holeshot-Award“, der mit immerhin 10 000 Euro dotiert ist.

Im ersten Wertungslauf stoppte ein technischer Defekt den Deutschen. Im zweiten Wertungslauf ging Nagl als Dritter in die erste Kurve, doch bei einem heftigen Sturz wurde sein Motorrad so schwer beschädigt, dass er aufgeben musste. „Ich habe irgendein Werbeschild an der Strecke berührt und bin dann in die Absperrung gekracht.“ Dabei gingen der Hebel für die Hinterradbremse und die Kupplung kaputt. „Ein Weitermachen war unmöglich“, sagte Nagl.

Mehr als die Hälfte der 18 Rennen umfassenden Saison dominierte Nagl das Geschehen, holte insgesamt 13 Podestplätze und führte geraume Zeit die WM-Wertung an. Beim zehnten Grand-Prix, der in Teutschenthal (Sachsen-Anhalt) ausgetragen wurde, verletzte sich der Hohenpeißenberger jedoch schwer am Fuß und musste operiert werden. Fünf WM-Rennen (und damit zehn Wertungsläufe) verpasste Nagl dadurch. Der WM-Titel war also futsch. In den vergangenen Rennen hatte Nagl noch mit Trainingsrückstand zu kämpfen, beim Grand Prix in den Niederlanden in Assen sprang immerhin ein sechster Rang in der Tageswertung heraus.

Am Wochenende steht Nagl und dem Rest der Topfahrer noch ein besonderes Rennen bevor. Beim „Motocross of Nations“ in Ernée (Frankreich) kämpft der Hohenpeißenberger mit Henry Jacobi und Dennis Ulrich um den prestigeträchtigen Titel des Team-Weltmeisters.  

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