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Nagl feiert furioses Comeback

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Da kann man schon mal die Korken knallen lassen: Max Nagl war nach seinen tollen Ergebnissen beim „Grand Prix of Germany“ in Teutschenthal bester Laune. foto: honda world motocross
Da kann man schon mal die Korken knallen lassen: Max Nagl war nach seinen tollen Ergebnissen beim „Grand Prix of Germany“ in Teutschenthal bester Laune. © Honda World Motocross

Hohenpeißenberg – Vor zwei Monaten hatte sich Max Nagl bei einem Trainingsunfall die Hand gebrochen, jetzt feierte der Motocross-Pilot eine furiose Rückkehr ins Renngeschehen.

Beim Großen Preis von Deutschland in Teutschenthal (Sachsen-Anhalt) fuhr der HRC Honda-Werkspilot vor 31 000 Zuschauern auf Rang zwei der Tageswertung. Den ersten der beiden Grand-Prix-Läufe entschied er mit einem Start-Ziel-Sieg zu seinen Gunsten. Kein Wunder, dass der 26-jährige Hohenpeißenberger glücklich war: „Es war ein großartiges Wochenende für mich in Teutschenthal. Mit so einem Comeback habe ich nicht gerechnet. Bereits beim Training habe ich mich gut gefühlt.“

Als auf der Strecke in Teutschenthal das Gatter zum ersten Lauf fiel, war es Max Nagl, der den besten Start erwischte und sofort einen Vorsprung auf Clement Desalle (Suzuki) herausfuhr. Der HRC Honda-Fahrer kontrollierte das Rennen über 20 Minuten. In den letzten zehn Minuten gelang es dem Belgier jedoch, dichter heranzufahren. Zu einem Angriff reichte es allerdings nicht mehr, sodass Nagl sich nach Qatar seinen zweiten Laufsieg in diesem Jahr sicherte. „Ich habe mich fantastisch gefühlt. Zwar hat die Hand am Ende des Rennens etwas geschmerzt, aber ich wollte den Sieg unbedingt nach Hause bringen“, so Nagl.

Der Start zum zweiten Lauf verlief für den 26-Jährigen alles andere als gut. Zwar kam er gut aus den Startlöchern, doch kam es danach zu einem Kontakt mit dem Italiener Toni Cairoli (KTM). Der Hohenpeißenberger musste daraufhin vom Gas gehen und fiel auf Platz 17 zurück. Bereits in der ersten Runde verbesserte er sich aber auf Position zwölf und fuhr im Verlauf der 30 Rennminuten und zwei Runden immerhin noch auf Platz sieben nach vorn. Gegen Mitte dieses zweiten Laufs musste er jedoch dem Trainingsrückstand Tribut zollen. Der siebte Rang im zweiten Lauf reichte dennoch für Platz zwei in der Tageswertung. „Der Start in das zweite Rennen war eine Katastrophe. Ich habe zwar am Anfang gut aufgeholt, wurde dann aber doch müde“, berichtete Nagl. Mit 205 Punkten liegt Nagl – trotz seiner Zwangspause – auf Rang acht in der MXGP-Weltmeisterschaft.

Das freie Training am Tag vor dem Rennen hatte der Oberbayer locker angehen lassen – am Ende landete er auf Rang vier. Diese Platzierung erreichte er auch im Pre-Qualifying. Mit einem Paukenschlag eröffnete Nagl das Qualirennen: Er holte sich den Holeshot, fiel aber in den ersten Kurven auf Position vier hinter dem belgischen Trio Kevin Strijbos (Suzuki), Jeremy van Horebeek (Yamaha) und Clement Desalle (Suzuki) zurück. In Runde fünf schloss der Oberbayer aber die Lücke zu Desalle und überholte den Belgier direkt nach dem Zielsprung. In den verbleibenden neun Runden stellte er auch den Anschluss zu van Horebeek her, entschloss sich aber, seinen dritten Rang abzusichern und nichts zu riskieren. „Ich bin super zufrieden mit dem Quali-Race. Nach der Verletzungspause wussten wir nicht wirklich, wo wir stehen“, so der Hohenpeißenberger.

Die FIM-Motocross-Weltmeisterschaft wird erst am Sonntag, 6. Juli, beim Großen Preis von Schweden in Uddevalla fortgesetzt. Max Nagl wird aber bereits am kommenden Wochenende beim ADAC MX Masters im schwäbischen Aichwald im Einsatz sein.

Stefan Schnürer

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