Peitinger zurück aus den USA

Latta: DEL statt NHL

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Peiting - Nick Latta hat sein Abenteuer Amerika unterbrochen, versucht wieder in der Heimat sein Glück. Wohin seine Reise geht, steht noch nicht fest. Klar ist: Er will in die DEL.

Vor knapp zwei Wochen durfte Eishockeyspieler Nick Latta noch von einem Engagement in der besten Liga der Welt träumen, sich Hoffnungen auf einen Platz im NHL-Team der New York Rangers machen. Im Trainingscamp der New Yorker hinterließ der Peitinger auch einen guten Eindruck, wurde aber nach einer Woche aus dem Kader gestrichen, in die AHL (2. Liga in den USA) zu den Hartford Wolf Pack beordert. Dort wollte man ihn an ein Team in der East Coast Hockey League (ECHL/3. Liga) weiterreichen. „Die Organisation der Rangers, zu der auch Hartford gehört, hat bereits 50 Spieler unter Vertrag. Mehr sind nicht erlaubt, deshalb konnte ich nicht in Hartford bleiben“, sagt Latta. Es folgten Telefonate mit seinem Berater sowie der Familie und eine Entscheidung – gegen ein Engagement in der ECHL.

Einen Tag später saß Latta bereits im Flugzeug, machte sich auf den Weg zurück nach Deutschland. Das Abenteuer Nordamerika war beendet. Oder besser gesagt: unterbrochen. „Ich bin noch jung. Es gibt viele Spieler, die erst mit 23 oder 24 den Sprung nach ganz oben schaffen“, sagt Latta, der am vergangenen Sonntag seinen 21. Geburtstag feierte. „Die NHL ist nach wie vor mein Ziel.“

Kurzfristig will er jetzt aber in Deutschland durchstarten, sich in der DEL beweisen. Einige Klubs haben schon angeklopft. Die Augsburger Panther, dort hielt sich Latta im Sommer fit, wollten ihn nach SN-Informationen schon vor dieser Spielzeit verpflichten. Allerdings haben die Schwaben gerade erst mit Martin Hinterstocker (zuvor München) einen ähnlichen Spieler wie Latta verpflichtet.

Gerüchte, wonach die Kölner Haie und auch die Straubing Tigers heiß auf eine Verpflichtung des 21-Jährigen sind, wollte Latta gestern nicht bestätigen. „In den vergangenen Tagen ist viel passiert, es ging alles so schnell. Mal schauen, wie sich alles entwickelt. Aber ich hoffe, dass es bald mit einem neuen Vertrag klappt“, sagt er. Dass im Eishockey alles ganz schnell gehen kann, weiß Latta mittlerweile ja nur zu gut.

Thomas Fritzmeier

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