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Beim SV Peiting spielen die Nerven noch nicht richtig mit

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Von: Christian Heinrich

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Licht und Schatten: Peitings Luftpistolenteam (v. l. Zoran Sladjan, Georg Müller, Steffi Böhm, Hermann Helmschrott, Michaela Brosselt-Guggemos, Thomas Landes, Michael Redl; nicht auf dem Foto: Thomas Schneider) steigerte sich nach Problemen zum Start.
Licht und Schatten: Peitings Luftpistolenteam (v. l. Zoran Sladjan, Georg Müller, Steffi Böhm, Hermann Helmschrott, Michaela Brosselt-Guggemos, Thomas Landes, Michael Redl; nicht auf dem Foto: Thomas Schneider) steigerte sich nach Problemen zum Start. © Ralf Ruder

Es lief etwas zäh zum Saisonstart: Die Lutpistolenschützen des SV Peiting hatten in der 2. Bundesliga Süd Anlaufschwierigkeiten. Zumindest ein Sieg sprang aber heraus.

Peiting – Es kam keine richtige Spannung auf, obwohl sie alle der Premiere seit Wochen entgegengefiebert hatten. „Es war schon sehr schleppend“, räumte Thomas Schneider ein. Der Saisonauftakt in der 2. Bundesliga Süd wird beim SV Peiting aller Voraussicht nach schnell wieder in Vergessenheit geraten. Wenn der Kapitän der Peitinger Luftpistolenschützen schon keine großen Taten zu verkünden hatte, dann wenigstens einen Sieg.

Mit 3:2 gewann sein Team gegen die Singoldschützen Großaitingen. „Eine Pflichtaufgabe“, wie Schneider trocken bemerkte. Gegen die zweite Mannschaft des SV Kelheim-Gmünd setzte es dagegen mit 1:4 eine deutliche Niederlage.

Bei aller Freude auf das erste Schießen seit 20 Monaten war vielen Pistolenschützen im Schützenheim der SG Raisting deutlich anzumerken, dass ihnen die Wettkampfpraxis fehlte. „Man ist es nicht mehr gewohnt“, so der SV-Kapitän. Er räumte ein, dass er und seine Mitstreiter vor allem beim Duell Mann gegen Mann fremdelten. „Da spielen die Nerven schon mit.“ Die Peitinger benötigten dann auch einen Kampf, um den Stress abzubauen und sich rein auf ihre Aufgaben konzentrieren zu können. Dass die Auseinandersetzung mit Kelheim verloren ging, war zu verschmerzen. Gegen die zweite Garde des Bundesligisten hätten Schneider und seine Mitstreiter schon über sich hinaus wachsen müssen.

Nach langer Pause fehlte die Wettkampfpraxis

Zoran Sladjan konnte mit seinen 373 Ringen gegen Miriam Piechaczek (377) keinen Staat machen. Immerhin gewann Steffi Böhm-Lutzenberger (364) ihren Kampf an Nummer zwei gegen Verena Gimpl (342). Zufrieden war sie mit ihrer Leistung jedoch genauso wenig wie Sladjan. Die große Chance zu punkten besaß auch Hermann Helmschrott an Nummer drei, weil Sabine Humbs (358) kein wirklich beängstigendes Ergebnis zustande brachte. Doch der Peitinger blieb mit 356 Zählern noch unter deren Vorgabe. Michael Redl erwischte dagegen vier gute Serien, doch mit seinen 367 Ringen war er weit davon entfernt, seine Auseinandersetzung mit Stephan Jobst (375) zu gewinnen. Und Schneider (339) haderte damit, dass diese Wettkampfform überhaupt nicht für ihn gemacht ist. „Ich kam wieder gar nicht zurecht“, so sein ernüchterndes Fazit. Allerdings wäre er auch bei einem normalen Schießen ohne direkten Gegner nie in die Reichweite von Axel Genewsky (367) gekommen.

Der verpatzte Start kitzelte bei den Peitingern eine bessere Leistung im Kräftemessen mit Großaitingen heraus. „Das ist ein Gegner, gegen den man gewinnen sollte, wenn man nicht gegen den Abstieg kämpfen will“, stellte Schneider klar – ein Sieg war Pflicht. Zladjan lieferte mit 379 Ringen gegen Alexander Leuchtle (367) dann ein Resultat ab, das ihm selber vorschwebte. Auch Steffi Böhm-Lutzenberger (367) konnte sich steigern, musste sich aber dennoch Florian Gollinger (369) geschlagen geben. Hermann Helmschrott (362) verbuchte gegen Tobias Gsöll (361) einen eminent wichtigen Punkt genauso wie Michael Redl (360) gegen Ralf Wieler (358). Weil alles entschieden war, fiel die Niederlage von Thomas Schneider (349) gegen Wilhelm Hämmerle (360) nicht weiter ins Gewicht.

Der zweite Wettkampf am Sonntag, 31. Oktober, führt das Peitinger Luftpistolenteam erneut ins Schützenheim Raisting. Dort gibt’s dann das Kräftemessen mit den Bogenschützen Grund (12.30 Uhr) und der FSG Prien (14.45 Uhr).

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