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Gleich geht es los: Steffi Strauß in ihrer letzten Konzentrationsphase, bevor sie die mit Gewichten bestückte Hantel in die Höhe drücken wird.

Deutsche Meisterin im Bankdrücken

Die Karriere von Stefanie Strauß begann mit einem Gaudi-Wettkampf

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Stefanie Strauß aus Peiting ist deutsche Meisterin im Bankdrücken. Ihre Karriere begann bei einem Gaudi-Wettkampf in Bad Bayersoien. Nun ist sie für die Weltmeisterschaft qualifiziert.

Peiting – Der Fünfkampf in Bad Bayersoien ist mit inzwischen 27 Auflagen nicht nur ein Traditionswettbewerb in der Region, sondern auch die Geburtsstätte von deutschen Meistern. Für Steffi Strauß aus Peiting war die Teilnahme an einer Disziplin beim Fünfkampf jedenfalls das Sprungbrett für eine sportliche Karriere. Im Herbst vergangenen Jahres brachte ihr das den Titel im Bankdrücken ein.

„Ich mache das Bankdrücken beim Fünfkampf jetzt schon so lange und war zuletzt da echt ganz gut drauf, deshalb kam ich auf die Idee, mal einen Wettkampf zu machen“, berichtet die 36-jährige Peitingerin. Seit 15 Jahren ist sie in Bad Bayersoien mit dabei. „Ich habe früher Judo gemacht, musste dann aber wegen einer Skoliose (Verkrümmung der Wirbelsäule) auf meinen Rücken aufpassen und bin deshalb ins Fitnessstudio gegangen“, so die Tochter von Judo-Legende und Olympia-Silbermedaillengewinner Günther Neureuther.

Ihre Karriere begann beim Fünfkampf in Bad Bayersoien

Das Bankdrücken gehört im deutschen Sport zum Kraft-Dreikampf. Um einen Verein zu finden, der den Kraft-Dreikampf anbietet, musste Strauß über die Landkreisgrenzen blicken. Beim AC Kaufbeuren wurde sie schließlich fündig. Für den Allgäuer Verein ging sie bei den deutschen Meisterschaften in Frauenau im bayerischen Wald an den Start. Zuvor hatte sie bereits den bayerischen Landestitel erobert.

„Jeder Teilnehmer hat drei Versuche und kann sein Einstiegsgewicht selbst angeben“, berichtet Strauß. Sie startete in Frauenau mit 95 Kilo, die sie genauso wie im Anschluss die 100 Kilo auf dem Rücken liegend von der Bank nach dem Startkommando in die Höhe wuchtete. „Die Kampfrichter achten ganz genau darauf, dass die Arme durchgedrückt sind“, erzählt die Peitingerin. Ihren dritten Versuch bei der DM über 105 Kilo schaffte sie nicht ganz. Ihr gedrücktes Gewicht reichte in der Klasse bis 72 Kilogramm dennoch zum Meistertitel. Keine der Konkurrentinnen konnte Strauß überbieten.

Stefanie Strauß ist für die WM im Bankdrücken qualifiziert

Mit dem Erfolg qualifizierte sich die Sozialpädagogin für die Europameisterschaft und die Weltmeisterschaft in diesem Jahr. Diese findet in Tokio statt, jedoch ohne Strauß: „Leider zahlt das keiner.“ Bei der EM im August in Luxemburg möchte sie aber teilnehmen. Davor stehen im April noch der Allgäu-Cup und im Juni die bayerischen Meisterschaften auf dem Programm.

„Jetzt wäre es nur gut, wenn mir einer einen ordentlichen Trainingsplan machen würde“, sagt sie. Dreimal die Woche Training, wie vor der DM, lassen sich mit ihrer Familie mit Ehemann und zwei Kindern durchaus vereinbaren. Ihre Zielsetzung bei den nächsten Wettkämpfen ist, ihre Bestleistung auf 110 Kilogramm zu steigern. „Beim Fünfkampf in Bayersoien habe ich das schon geschafft, aber da muss man auch nicht auf Kommando drücken“, sagt Strauß.

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