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Peitinger Judoka fällen Rötzer Riesen

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Ein Bein gestellt hat der Peitinger Judoka Roman Tolksdorf (r.) dem Rötzer Schwergewicht Kai Brandes. Tolksdorfs Erfolg läutete die Wende in einem spannenden Duell der beiden Teams ein. © Halmel

Peiting - Was für ein Comeback! Die Judoka des TSV Peiting drehen gegen Rötz einen Rückstand, gehen doch noch als Sieger von der Matte. Damit ist der Klassenerhalt fast geschafft.

Duelle mit dem FC Rötz bleiben für die Peitinger Judoka etwas Besonderes. Das Heimduell gegen die Oberpfälzer war einmal mehr nichts für schwache Nerven. Nach einem fast aussichtslosen Fünf-Punkte Rückstand drehte die TSV-Truppe gewaltig auf, um noch mit 10:9 zu gewinnen. „In der ersten Kampfhälfte haben wir ein paar taktische Fehler gemacht“, räumte Peitings Judo-Chef Christian Tausch nach dem 3:7-Rückstand ein. Hinzu kam, dass die Gastgeber zwar eine komplette, aber nicht ganz fitte Mannschaft zur Verfügung hatte. Unter anderem musste Routinier Alex Gigla wegen einer am Vortag erlittenen Rippenverletzung passen.

Ins Rampenlicht rückte dafür Roman Tolksdorf, der in seinem zweiten Kampf den Rötzer Riesen Kai Brandes fällte. Tolksdorf, der gegen den rund 20 Kilo schwereren zweitligaerfahrenen Koloss Schwerstarbeit zu verrichten hatte, erkämpfte sich kurz vor Schluss eine Wertung, die er zum Sieg auch ins Ziel brachte. „Der Kampf war der Knackpunkt“, urteilte Tausch freudestrahlend, da durch den Erfolg gegen Rötz der Klassenerhalt fast in trockenen Tüchern ist.

Zum Jubeln war ihm anfangs aber nicht zumute. Thomas Hammerstingl und Jonathan Stief (beide bis 73 Kilo) verloren ihre Mattenduelle zu Beginn vorzeitig. Tolksdorf brachte die Hausherren mit einem Hüftwurf in seinem ersten Einsatz in der Klasse über 90 Kilogramm aber wieder heran. Sein Teamkollege Felix Ditschek zog danach gegen Brandes den Kürzeren. Nach der Niederlage von Bastian Mayr und dem Erfolg von Christian Herrmann (bis 90 Kilo) blieb der Abstand auf die Gäste unverändert. Die anschließenden Nullnummern von Sebastian Harter und Max Barnickel (bis 81 Kilo) ließen die Gesichter länger werden.

Daran änderte sich auch nichts, als Matthias Kerler als Verlierer von der Matte ging. Sein gewichtsgleicher Teamkollege Andreas Will (bis 66 Kilo) sorgte vor der Pause mit dem dritten Punkt der TSV-ler zum 3:7-Zwischenstand für eine kleine Stimmungsaufhellung.

Die setzte sich in der zweiten Kampfhälfte fort. Trainer Denis Werner stellte das Team etwas um, und das zeigte mit einer kleinen Verzögerung Wirkung. Durch die zweite Niederlage von Hammerstingl wuchs der Rückstand der Gastgeber zunächst auf fünf Punkte an. Will, der jetzt in der nächsthöheren Gewichtsklasse antrat, holte sich einen vorzeitigen Sieg und läutete damit die Aufholjagd der Peitinger ein. Tolksdorf und Ditschek legten mit Erfolgen im Schwergewicht nach. Zwei Sekunden vor dem Schlussgong gelang danach Mayr die Entscheidung zu seinen Gunsten und der Anschlusspunkt. Dabei blieb es durch das anschließende Unentschieden von Herrmann. Der angeschlagene Andreas Neureuther, der eigentlich geschont werden sollte, sorgte danach für den Ausgleich.

Mit einem Haltegriff brachte Barnickel die Hausherren anschließend erstmals in Führung. Kerler machte es danach seinem Teamkollegen nach. Er ließ seinen Gegner nicht mehr entkommen und sorgte damit für den entscheidenden und siegbringenden zehnten Punkt. Die abschließende Niederlage von Lukas Schneider zum 10:9-Endstand hatte nur noch statistischen Wert.

Roland Halmel

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