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Rutscher ins Glück: Richard Stempnowski hat das Pfaffenwinkel-Tennisturnier gewonnen.

Pfaffenwinkel-Tennisturnier

„Super-Ritchie“ siegt in Peiting

Peiting - Heiße Temperaturen, heiße Duelle: Das Pfaffenwinkel-Tennisturnier brachte alle Beteiligten an ihre Grenzen – vielleicht sogar darüber hinaus. Bei den Damen gewann eine kühle Britin, bei den Herren hatte „Super-Ritchie“ die Nase vorne.

Eigentlich war am vergangenen Wochenende an Sport nicht zu denken. Angesichts der hohen Temperaturen suchten sich die meisten Menschen ein Plätzchen im Schatten, versuchten, sich möglichst wenig zu bewegen. Auf der Tennisanlage in Peiting war an Ausruhen hingegen nicht zu denken. Beim Pfaffenwinkel-Tennisturnier lieferten sich die Teilnehmer heiße Duelle. Besonders spannend war es bei den Damen, wo sich die erst 17-jährige Gabriella Taylor (Club Tennis Royal) den Titel holte, Vorjahres-Siegerin Zuzana Luknarowa (Heidelberger Tennis-Club) enttrohnte, sich nach drei engen Sätzen durchsetzte (6:3/4:6/6:2). Die Engländerin, die erstmals in Peiting am Start war, hatte sich schon im Halbfinale ein langes Duell mit Sophia Bergner (TC Schießgraben Augsburg) geliefert, die Partie (6:1/1:6/7:5) erst im dritten Satz für sich entschieden.

Taylor gehört zu den großen Tennis-Hoffnungen auf der Insel, durfte bereits im Wimbledon-Turnier der Damen Erfahrungen sammeln. Vor knapp einem Jahr sagte die 17-Jährige, die aus Southhampton stammt und in Spanien trainiert, in einem Interview mit dem englischen TV-Sender BBC, sie wolle irgendwann in die Top-10 der Weltrangliste vorstoßen. Aktuell steht sie auf Platz 1151, hat also noch einen weiten Weg vor sich.

Keine Wimbledon-Erfahrung, aber dennoch hochklassiges Tennis, bekamen die Zuschauer im Finale der Herren zu sehen. Richard „Ritchie“ Stempnowski (TC Blutenburg München), an Nummer zwei gesetzt, besiegte den als Favorit angetretenen Charly Zick (TC Eggenfelden) in zwei Sätzen (6:4/6:2), holte sich den Turniersieg. „Richard hat nicht nur auf dem Platz mit seiner Fairness und seinem konstanten, druckvollen Tennis überzeugt, sondern auch neben dem Platz mit seiner offenen ruhigen Art“, freute sich Turnierleiter Stephan Esterer mit dem Sieger. „Er hat sich bei allen bedankt, gesagt, dass er sich freuen würde, wenn er im kommenden Jahr wieder dabei sein könnte. Das Lob eines derart erfahrenen Spielers zeigt einem, dass sich die Strapazen in der Vorbereitung gelohnt haben, man ein gutes Event organsiert hat.“

Die spannendste Partie der gesamten Veranstaltung war derweil das Halbfinale zwischen Zick und Luis Rattenhuber (TSV Feldkirchen). Die beiden Sportler schenkten sich drei Sätze lang nichts, lieferten sich ein vierstündiges Duell auf Augenhöhe. Alle drei Durchgänge mussten schließlich im Tie-Break entschieden werden. Am Ende setzte sich Zick glücklich mit 6:7/7:6/7:6 durch.

Weniger gut lief es für die Lokalmatadoren. Die einzige heimische Starterin im Damenfeld, Vanessa Kothmayr (TC Peiting), scheiterte in der ersten Runde, verlor gegen Julie Prantl (TSV Altenfurt) glatt in zwei Sätzen (1:6/0:6).

Das Turnier der Herren fand komplett ohne heimische Beteiligung statt. Andreas Prantl und Michael Müller (beide TC Peiting), die sich in der Qualifikation beweisen mussten, verloren ihre Duelle, verpassten den Sprung ins Hauptfeld. Müller unterlag Bate Taylor (TC Unterföhring) mit 2:6/2:6. Prantl zog gegen Niklas Wallner (ESV Werdenfels) mit 2:6/2:6 den Kürzeren.

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