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Beim Marathona dles Dolomites war Christine Geiger mit dem Rennrad schnell und erfolgreich unterwegs. 

Radsport

Mit Tempo 70 in der „Sella Ronda“: Christine Geiger schafft einen Rekord

Christine Geiger hat es geschafft: Die Kinsauerin hat ihre Bestmarke beim Marathona dles Dolomites verbessert. In den Anstiegen hatte sie aber so ihre Bedenken.

Kinsau/Alta Badia – Das Saisonziel ist geschafft, rundum zufrieden kehrte Christine Geiger vom „schönsten Rad-Marathon der Welt“ an den Lech zurück. Mit neuer persönlicher Bestmarke im Gepäck: Die 29-Jährige aus Kinsau umrundete beim „Marathona dles Dolomites“ den Sella-Stock in weniger als drei Stunden.

Die gelernte Personaltrainerin hatte sich bereits im vergangenen Jahr bei ihrem Debüt in der Radmarathon-Szene mit einer starken Leistung hervorgetan. Jetzt stand ihr ein neues Ziel bei der Dolomiten-Konkurrenz vor Augen: mindestens neun Minuten schneller fahren und die 3-Stunden-Marke auf der berühmten „Sella Ronda“ knacken. Es ist die Sprintstrecke des Dolomiten-Marathons mit 55 Kilometern, die es in sich haben, gilt es doch vier Pässe zu meistern: Campolongo, Pordoi, Sella und Gardena mit insgesamt satten 1780 Höhenmetern. Das Rennen gut einteilen, um auch am letzten Berg noch reichlich Körner zu haben, ist angesagt.

Radsport: Zum Training ging es sogar nach Teneriffa 

Für ihr Ziel trainierte Christine Geiger hart und flog zusammen mit ihrem Freund Alex Graf sogar für eine Woche ins Trainingslager nach Teneriffa – Höhenmeter sammeln. „Ich fühlte mich nach dem Winter recht gut, doch im Frühjahr hatte ich durch ein paar kleine Krankheiten eine Schwächephase“, blickt die Kinsauerin zurück. Doch mit den ansteigenden Temperaturen kam auch die Form zurück.

Beim ersten großen Test, dem Granfondo Stelvio mit ähnlichem Höhenprofil und Länge, stellte sich schon der erste Erfolg ein. Und was für einer: „Ich bin dort für mich völlig überraschend auf Platz drei meiner Altersklasse gefahren.“ So ein Erfolg und eine letzte harte Trainingswoche in den Alpen beflügelt für den Saisonhöhepunkt. Aber: „In der Woche vor dem Rennen und dem Start hatte ich kein gutes Gefühl, meine Beine fühlten sich irgendwie nicht besonders an“, erinnert sich die 26-Jährige. Vielleicht lag ihre Nervosität auch darin begründet, dass sie beim Start Seite an Seite mit Spitzensportlerinnen wie Biathlon-Weltcupsiegerin Dorothea Wierer oder Skistar Manuela Mölgg stand.

Radsport: Christina Geiger wagt rasante Abfahrten  

Wie auch immer, das Rennen selbst verlief ganz nach Plan. Mit 2:59:09 Stunden legte die Kinsauerin praktisch eine Punktlandung hin und konnte es im Ziel kaum fassen: Platz acht in ihrer Altersklasse und Gesamtrang 14 bei den Damen. „Ich dachte an den Anstiegen, dass ich zu langsam bin und habe es in den Abfahrten richtig laufen lassen.“ Trotz der kurvenreichen Strecke in den Dolomiten erreichte Geiger Geschwindigkeiten von über 70 Kilometer pro Stunde. „Ich wusste, dass es eng wird, aber dass es mit meinem Saisonziel geklappt hat, freut mich natürlich sehr.“ Als nächstes möchte die sympathische Kinsauerin sich an längere Strecken wagen. Sie schmunzelt und sagt: „Die muss ich aber noch ein bisschen trainieren.“

Toni Schwaiger

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