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Knapp 6000 Kilometer haben Reinhold (l.) und Alexander Graf heuer bereits in den Beinen. Jetzt startet das Vater-Sohn-Duo bei der „Tour Transalp“

18 000 Höhenmeter in sieben Tagen: Vater-Sohn-Duo aus Reichling startet bei Transalp

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Ein Vater-Sohn-Gespann aus Reichling hat sich viel vorgenommen: Reinhold und Alexander Graf starten bei der „Tour Transalp“. Dabei sein ist für sie nicht alles.

Reichling – Kletterspezialisten haben bei den großen Rundfahrten wie der Tour de France oder dem Giro d’ Italia meist gute Chancen, weit vorne zu landen, da sie in den Bergen den Sprintern ordentlich davonfahren können. Bei diesen beiden Klassikern sind die Berg- im Vergleich zu den Flachetappen allerdings deutlich in der Unterzahl. Das ist bei der „Tour Transalp“, die am Sonntag in Innsbruck startet, anders. Bei diesem Straßen-Radrennen geht es in einer Woche nur bergauf und bergab. Gefahren werden die sieben Rennabschnitte in Zweier-Teams, die Zeit des Zweiten kommt in die Wertung. Die rund 1000 Teilnehmer, darunter auch Reinhold und Alexander Graf aus Reichling, müssen rund 800 Kilometer und 18000 Höhenmeter absolvieren.

„Das ist schon eine Hausnummer“, sagt Reinhold Graf. Er und sein Sohn haben sich akribisch auf die siebentägige Tort(o)ur vorbereitet. „Wir haben beide in diesem Jahr schon gut 6000 Kilometer auf dem Rad absolviert“, sagt der 56-jährige Vater, der unter anderem jede Woche von seinem Heimatort bis zum Wankerfleck unterhalb der Kenzenhütte und zurück radelt. „Das ist meine Hausstrecke“, sagt Graf senior, für den die „Tour Transalp“ die erste Mehrtagestour ist.

„Tagesrennen, auch mit sehr vielen Höhenmetern, sind wir schon viele gefahren“, sagt Alexander Graf, der zusammen mit seinen Vater in der Vorwoche noch die Sella-Ronda in den Dolomiten zur Vorbereitung im Sattel absolvierte. Im März bereitete sich das Duo zudem auf Teneriffa vor. In zwei Wochen kamen rund 20000 Höhenmeter zusammen.

Vater-Sohn-Duo kennt zwei Drittel der Strecke der „Tour Transalp“

Für die Transalp hat Reinhold Graf extra ein Wohnmobil gemietet hat. Damit ist das Duo unabhängig von der Unterbringung, die der Veranstalter in Turnhallen, Pensionen oder Hotels anbietet. Zudem haben die beiden Reichlinger im Wohnmobil ihre Helfercrew – Reinholds Ehefrau und Alexanders Freundin – dabei. „Sieben Tage nur Nudeln gibt es da nicht“, sagt Reinhold Graf.

Unterwegs bei den anstrengenden Etappen gibt es zudem Verpflegungsstationen. „Wir haben aber auch einiges selbst dabei“, sagt Alexander Graf, der sich auf diese Herausforderung freut. „Jede Etappe muss Spaß machen“, lautet das Motto des 30-Jährigen. Dabei darf es gerne auch kälter sein, was beim Überqueren verschiedener Pässe wie dem Penserjoch (2211 Meter), dem Gavia (2621 Meter) oder dem Umbrail (2501 Meter) vermutlich der Fall sein dürfte, da in höheren Lagen noch Schnee liegt. „Ich mag es im Gegensatz dazu eher heiß“, sagt sein Vater, der die Strecke wie sein Sohn zu zwei Dritteln kennt.

Großen Respekt haben sie vor allem vor dem fünften Renntag, wenn es von Livigno nach Aprica geht und dabei der berüchtigte Mortirolo (1896 Meter) überquert werden muss. „Da gibt es 20 prozentige Steigungen, das wird richtig knackig“, sagt der 30-Jährige über die Etappe, die insgesamt knapp 2500 Höhenmeter aufweist. Beim Ziel in Riva am Gardasee erhofft sich das Reichlinger Gespann einen Platz im Vorderfeld, auch wenn die Konkurrenz bei dem Amateurrennen richtig stark ist. Nur mitfahren wollen sie nicht – da sind sich Vater und Sohn einig.

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