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Verticallauf im Teutoburger Wald: Konrad Vogl trotzt dem Schlamm

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Von: Paul Hopp

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Zufrieden mit seinem Auftritt: Konrad Vogl beim Lauf in Bielefeld. © Privat

Zum Saisoneinstand zog es Ultraläufer Konrad Vogl in den Teutoburger Wald: Beim „Hünenburger Verticallauf“ ging es vor allem darum, Höhenmeter zu sammeln. Das machte Vogl reichlich.

Reichling – Zum Einstieg in die Ultralauf-Saison 2020 wählte Konrad Vogl einen Wettbewerb im Teutoburger Wald. Der Reichlinger nahm am „Hünenburger Verticallauf“ in Bielefeld teil. Dort geht es nicht vornehmlich um die Zeit, sondern darum, möglichst viele Höhenmeter abzuspulen. Je nach Anzahl bekommen die Teilnehmer die Kategorie „Bronze“, „Silber“ und „Gold“ verliehen. Fast schon logisch, dass Vogl sich die Gold-Auszeichnung verdiente. Der 58-Jährige lief die größtmögliche Distanz – das waren 45 Kilometer mit 2175 Höhenmetern. Er gehörte damit zu den Besten unter den 81 Startern.

Konrad Vogl: Gold-Auszeichnung für 45 Kilometer 

Gelaufen wurde auf einem 3 Kilometer langen Rundkurs, der hoch auf die Anhöhe Hünenburg und zum dortigen Fernsehturm und wieder nach unten führte. Die Strecke führte über Serpentinen durch den Wald – und war nicht einfach zu laufen. „Der zum Teil knöcheltiefe Schlamm brachte einige Teilnehmer an den Rand der Verzweiflung“, berichtete Vogl. Der Reichlinger kam eigenem Bekunden nach mit zunehmender Dauer immer besser mit dem Untergrund zurecht. Sowohl auf den Bergaufpassagen als auch auf dem Weg hinunter ins Tal machte er kontinuierlich Zeit gegenüber den Konkurrenten gut.

Konrad Vogl: 36 Athleten schafften die gesamte Strecke

„So früh in der Saison ist so ein Lauf sehr aufschlussreich, um zu sehen, wo man sich mit seiner Leistung befindet“, so Vogl. Er war mit seinem Ergebnis zufrieden. Die Ziellinie überquerte er nach 5:15 Stunden als einer der vorderen Athleten. Am flottesten unterwegs war der aus Polen stammende Bielefelder Dominik Spisla (27) in einer Zeit von 4:24 Stunden. Insgesamt schafften 36 Läufer die komplette Strecke. Wer Bronze wollte, musste mindestens fünf Runden (15 Kilometer) laufen, für Silber waren mindestens zehn Runden (30 Kilometer) nötig.

Fürs Jahr 2019 sind für Konrad Vogl in der Statistik der DUV (Deutsche Ultramarathon Vereinigung) acht Wettbewerbe verzeichnet mit einer Gesamtdistanz von mehr als 890 Kilometern. Dreimal gewann er in seiner Altersklasse, und zwar beim 100-Kilometer-Hallen-Lauf in Senftenberg, beim 7. Osnabrücker Ultra-Marathon (63 Kilometer) und beim Hexen-Steig-Ultra (216 Kilometer) im Harz.

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