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Die Saison startet für Holzer am Wochenende.
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Zeit zum Trainieren bleibt Lukas Holzer auch bei seinem Freiwilligen Sozialen Jahr. Auf dem Foto ist er in Seefeld zu sehen.

Skilanglauf

Lukas Holzer sucht sein Glück im Freiwilligen Sozialen Jahr

Erst 16 Jahre ist Lukas Holzer alt – und doch weiß er schon ganz genau, was er will. Dafür hat der Langläufer seine Heimat Rottenbuch verlassen. Und widmet sich nun seinem Sport und sozialem Engagement.

Rottenbuch – Als erfolgreicher Leistungssportler muss man ausdauernd, fokussiert, aber auch flexibel sein. Dass er genau über diese Fähigkeiten verfügt, stellt Langläufer Lukas Holzer (TSV Rottenbuch) derzeit unter Beweis. Der 16-Jährige lebt mittlerweile allein in Kaltenbrunn und pendelt zwischen Chiemgau und Werdenfels, um für sich optimale Trainingsbedingungen zu schaffen.

Lukas Holzer: FSJ beim Skiclub Partenkirchen

Holzer absolviert seit Herbst sein freiwilliges soziales Jahr im Sport, genauer gesagt beim Skiclub Partenkirchen. Der SCP als einziger Arbeitgeber kam dabei recht kurzfristig zustande. Denn eigentlich sollte Holzer bei seinem Heimstützpunkttrainer Thomas Schöpf mitarbeiten; in Kooperation mit dem SCP. Schöpf wurde jedoch im September kurzfristig vom Bayerischen Skiverband zu den Langläufern nach Ruhpolding (Chiemgau) beordert. Hinter Holzers Zukunft als FSJler und auch als Athlet standen kurzfristig einige Fragezeichen. Doch Gau, Skiclub und Athleten organisierten sich; jetzt haben alle wieder einen Plan. „Meine Heim- und Haupttrainer sind jetzt Benedikt Ertl (SCP) und Kevin Metzler (Gau). Dennoch bin ich auch alle zwei Wochen mit Schöpf im Chiemgau.“

Lukas Holzer: Pendeln zwischen Chiemgau und Werdenfelser Land

Diese Trainingsmöglichkeit hat der Stützpunkttrainer für Holzer organisiert, An- und Abreise regeln die Eltern. „Es ist ein riesen Aufwand, aber der ist es mir wert.“ Holzer ist immer gut mit Schöpf zurechtgekommen, und auch wenn die Region Werdenfels die Situation so gut als möglich aufgefangen hat, fehlt der erfahrene Coach.

Die Wochen in Ruhpolding holen Holzer auch heraus aus seiner Situation, mit 16 Jahren allein zu wohnen. „Im Chiemgau sind wir immer in der Gruppe am Weg, das ist echt nett.“ Ansonsten ist sein neues Zuhause eine kleine Wohnung in Kaltenbrunn. „Da ist es schon sehr ruhig, aber ich finde diese neue Erfahrung auch ganz spannend“, erklärt der Rottenbucher. Dennoch, so ein-, zweimal die Woche sei er auch zu Hause bei der Familie.

Lukas Holzer: Spaß beim Training mit Jugendlichen

Mit seiner Entscheidung für das FSJ hat Holzer Schulbank gegen Arbeit getauscht. Er trainiert nun beim SC Partenkirchen Nachwuchsgruppen und hilft Trainer Ertl bei dem, was anfällt. „Mit den Kindern zu arbeiten, ist etwas ganz Neues und oft ziemlich lustig“, erzählt der 16-Jährige. „Das gefällt mir wirklich sehr gut.“

Positiver Nebeneffekt: Arbeit und Arbeitgeber lassen dem BSV-Kaderathleten genügend Zeit für sein eigenes Training. Dementsprechend motiviert geht er jetzt in seine Saison. „Ich freu’ mich schon drauf, muss aber schauen, was rauskommt – ich hoffe natürlich viel“, fasst Holzer zusammen. Denn, dass manches nicht so läuft wie gedacht, hat er in den vergangenen Wochen gelernt. „Wichtig ist, dann nach vorne zu schauen.“ Und, dass die Motivation stimmt.

Kathrin Ebenhoch

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