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Die drei Besten der Gesamtwertung: Sieger Hermann Gassner/Karin Thannäuser (mitte) mit den zweitplatzierten Rudolf Reindl/Michael Ehrle (li.) und den Dritten, Fritz Köhler/Petra Hägele (re.). Vom Organisationsteam gratulierten Isolde Holderied (li.) und Oliver Ahl (re.).

24. Rallye Oberland

Rückkehrer gewinnt Rallye Oberland - Organisatoren zufrieden

Die Rallye Oberland wurde heuer bereits das 24. Mal ausgetragen und lockte wieder zahlreiche Fahrer und Zuschauer an. Gewonnen hat die Rallye nach sechs Läufen mal wieder ein alter Bekannter.

Altenstadt – Zum 24. Mal wurde die ADAC Rallye Oberland gestartet. Zum achten Mal hieß der Gesamtsieger Hermann Gassner sen.. Nachdem der Surheimer mit seiner Beifahrerin Karin Thannhäuser in den beiden vergangenen Jahren wegen Terminüberschneidungen absagen musste, war er am Samstag wieder dabei. Und siegte vor den Vorjahressiegern Rudolf Reindl/Michael Ehrle. Dritter wurde das Duo Fritz Köhler/Petra Hägele. Bei der Klasse „Retro“ schrammte das Peitinger Paar Andreas Lang/Beate Schwarz-Lang im Opel GT auf Platz vier knapp an Edelmetall vorbei. Den Sieg sicherten sich Max Birnbreiter/Timo Birnbreiter.

„Wahnsinn. Der lässt’s richtig fliegen“, schwärmte Organisationsleiter Oliver Ahl nach den ersten drei Wertungsläufen angesichts der Zeiten, die Hermann Gassner sen. im Mitsubishi Evo X vorgelegt hatte. „Der hat schon 14 Sekunden Vorsprung auf Marco Luger rausgefahren.“ Der Prientaler fuhr ebenso einen Mitsubishi Evo IX, musste sein Fahrzeug bei der Wertungsprüfung (WP) fünf allerdings wegen eines Getriebeschadens abstellen. Auf den Wertungsprüfungen eins, zwei und vier in Peiting fuhr Gassner die schnellste Zeit. Auf den beiden Wertungsprüfungen in Altenstadt (drei und sechs) war allerdings Reindl Schnellster, und die WP fünf ging an BMW-Pilot Köhler. Insgesamt wurden 59 Kilometer verteilt auf sechs Wertungsprüfungen gefahren.

Rallye Oberland: Allrad-Fahrzeuge aufgrund der leicht feuchten Strecke im Vorteil

„Der Abstand kam nicht von ungefähr“, lobte ein ADAC-Vertreter das Team Gassner/Thannhäuser, „der hat ein gutes Fahrzeug und er versteht, damit umzugehen.“ Sicherlich lagen angesichts der teilweise feuchten Fahrbahnen die Vorteile bei den Allrad-Mitsubishis, doch auch die muss man erst richtig bewegen. Um so höher ist jedoch der dritte Platz von Köhler in seinem Hecktriebler-BMW zu bewerten. Er lieferte sich mit Reindl ein enges Duell um den zweiten Platz, fuhr auf der WP fünf in Wildsteig die absolut schnellste Zeit. Am Ende musste er sich Reindl beugen, der es vor allem auf der abschließenden Wertungsprüfung krachen ließ. Fast sieben Sekunden nahm er dort dem Zweitschnellsten, Köhler, ab. Mit einem Hecktriebler Toyota GT86 CS-R3 war auch Hermann Gassner jun. unterwegs. An seiner Seite saß Ursula Mayrhofer. Platz vier spricht allemal für den Mann, der zuletzt die Drei-Städte-Rallye gewonnen und sich beim Mitropa-Cup durchgesetzt hatte – vor seinem Vater.

„Alles bestens gelaufen“, meldete Organisationsleiter Ahl bei der Siegerehrung in der Gaststätte bei der „Möbel Centrale“ in Schongau. „Es gab so gut wie keine negativen Momente.“ Er bedauerte allerdings, dass in Peiting erneut Radler und Jogger neben der abgesperrten Strecke unterwegs waren. „Das kann gefährlich werden“, warnte Ahl und wünscht sich für die Zukunft an dem einen Tag etwas mehr Rücksichtnahme. Mit gut 140 Mitstreitern und einem umfangreichen Organisationsteam sorgte Ahl für einen reibungslosen Ablauf. Dazu gehörten die Rennärzte, das Bayerische Rote Kreuz, die Polizei sowie die Feuerwehren Altenstadt, Peiting, Steingaden und Wildsteig.

Die besten Bilder zur Rallye Oberland

Da solch eine großräumige Veranstaltung mit 45 Rallye-Fahrzeugen sowie sieben Retro-Teilnehmern, darunter das Peitinger Paar Andreas Lang/Beate Schwarz-Lang im Opel GT, vom Altenstadter MSC nicht im Alleingang zu stemmen war, saßen Funktionäre der Motorsportclubs Lechbruck, Hohenpeißenberg, Dießen, Schongau, Roßhaupten, Oberammergau, Peißenberg und Peiting mit im Boot. „Petrus hat es heute mit uns richtig gut gemeint“, sagte Manfred Spöttel, der mit Fahrer-Verbindungsfrau Isolde Holderied und Ahl die Siegerehrung abhielt, zufrieden. „Die Strecke war im Wesentlichen trocken und wir hatten nur wenige Ausfälle.“ Exakt sechs an der Zahl. Alle wegen technischer Defekte. Außer kleineren Ausrutschern gab es keinen ernsteren Unfall. Jürgen Seidl/Anna-Maria Seidl wurden nachträglich disqualifiziert, weil sie das Park Fermé frühzeitig verlassen hatten, um die lange Heimreise anzutreten. Trotz nasskalter Witterung verfolgten wieder viele Besucher die Fahrten der Rallye-Teams und bewunderten die Retro-Oldtimer. Vor allem die Autos der Klasse F mit ihren mehr als 300 PS lieferten eine Show ganz nach dem Herzen der Zuschauer.

von Dietmar Friebel

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