Es geht wieder los: Die Handballerinnen des TSV Schongau (hier im Heimspiel vergangene Saison gegen Kempten/Kottern) starten an diesem Samstag in die neue Spielzeit.
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Es geht wieder los: Die Handballerinnen des TSV Schongau (hier im Heimspiel vergangene Saison gegen Kempten/Kottern) starten an diesem Samstag in die neue Spielzeit.

HANDBALL

Saisonauftakt ohne neuen Trainer - Schongauer Frauen absolvieren erstes Spiel nach dem Aufstieg beim SV Pullach

  • vonRoland Halmel
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Die ersten beiden Spiele fielen aus, nun soll es für die Handballerinnen des TSV Schongau in der Bezirksoberliga endlich losgehen. Ob das klappt, ist fraglich.

Schongau – Das Handball-Männerteam des TSV Schongau war in der neuen Saison schon zweimal im Einsatz. Die Schongauer Handballerinnen mussten sich nach dem Aufstieg dagegen eine ganze Weile gedulden. Beide bisher angesetzten Begegnungen in der Bezirksoberliga waren ausgefallen. An diesem Samstag (19.30 Uhr) soll es aber soweit sein, und die TSV-Frauen dürfen beim SV Pullach in die Saison starten.

Normalerweise wäre das auch die Premiere des neuen Trainers auf der TSV-Bank gewesen. Sven Sölla, der seit zwei Wochen im Amt ist, muss bei der Auftaktpartie krankheitsbedingt jedoch passen. Der 42-jährige gebürtige Rheinländer war recht kurzfristig zu dem Job gekommen.

„Ich habe diesen Sommer die Peißenberger Mädels übernommen und da haben die Schongauer Frauen dann auch bei mir angefragt“, berichtet Sölla, der in Brühl bei Köln und später nach seinem Umzug nach Bayern in Schleißheim Handball gespielt hat. In Peißenberg wohnt er mit seiner Familie seit rund einem Jahr. „Trainer sind ja bekanntlich Mangelware“, weiß Sölla. Das hatte ihn dazu bewegt, in Peißenberg das Team seiner Tochter zu coachen. Die Schongauer Handball-Abteilung hatte da schnell von Wind bekommen.

Ob Spiel stattfindet, wird kurzfristig entschieden

„Die Schongauer Mannschaft ist sehr jung, aber sehr engagiert und lernwillig“, beschreibt Sölla seinen Eindruck in der kurzen Zeit, seitdem er das Traineramt in Schongau übernommen hat. In der Vorbereitung war die Trainingsbeteiligung durch Krankheiten und Verletzungen allerdings eher durchwachsen. Beim Saisonauftakt in Pullach hofft der 42-Jährige dennoch, mit einem 13-köpfigen Damenteam antreten zu können.

Personell hat sich indessen bei den Schongauerinnen nach dem Aufstieg nicht viel getan. „Die Mannschaft ist zusammengeblieben“, sagt Sölla, der zudem von einem Neuzugang berichten kann. „Die Spielerin hat sich leider verletzt, weshalb ich sie noch gar nicht gesehen habe“, erzählt er. Ob das Spiel in Pullach wirklich stattfindet, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. „Jede Mannschaft kann mittlerweile kurzfristig absagen und selbst entscheiden, ob sie das Risiko eingehen will“, erklärt Tanja Rösner, die Sölla an der Seitenlinie vertreten würde. Sie selbst sei hin- und hergerissen, ob spielen eine gute Idee ist. „Andererseits sind wir heiß, nachdem unseren ersten beiden Spiele abgesagt wurden.“

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