Mitten im Getümmel: Marcel Schrötter (Nummer 23) ging von Platz 21 ins Rennen und fuhr bis auf Rang elf nach vorn. Dabei ging es nicht selten eng zur Sache.
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Mitten im Getümmel: Marcel Schrötter (Nummer 23) ging von Platz 21 ins Rennen und fuhr bis auf Rang elf nach vorn. Dabei ging es nicht selten eng zur Sache.

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Schadensbegrenzung geglückt - Nach Platz 21 im Qualifying wird Marcel Schrötter in Spielberg Elfter

  • Phillip Plesch
    vonPhillip Plesch
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Nach Platz drei vorige Woche hatte es Marcel Schrötter in Spielberg diesmal deutlich schwieriger. Dennoch gelang ihm im Rennen Schwadensbegrenzung.

Spielberg/Vilgertshofen – Von Platz drei war Marcel Schrötter am vorigen Wochenende in den Grand Prix von Spielberg gegangen und auch als Dritter ins Ziel gekommen. Nur eine Woche später sah es für den Vilgertshofener auf derselben Strecke ganz anders aus. Über Platz 21 kam er im Qualifying der Moto2 nicht hinaus. „Diese Klasse ist unglaublich. Vor einer Woche fahren wir in die erste Startreihe und jetzt schaffen wir es nicht einmal in die Top-20“, kommentierte Schrötter am Samstag. Im Rennen am Sonntag ging es für den 27-Jährigen dann vornehmlich um eines: Schadensbegrenzung. Und das gelang ihm. Zehn Plätze machte Schrötter auf dem Red Bull-Ring gut und holte als Elfter zumindest fünf Punkte für die WM-Gesamtwertung.

„Dieses Ergebnis geht in Ordnung. Zwei Plätze weiter vorne ins Ziel zu kommen, wäre natürlich schöner und sogar auch möglich gewesen“, sagte Schrötter laut einer Mitteilung. „Ich denke, angesichts der Umstände haben wir dennoch ein gutes Rennen gezeigt.“

Schrecksekunde bei Crash

Bereits im freien Training am Sonntagmorgen zeigte Schrötter mit der viertbesten Zeit, dass das Qualifying ein Ausrutscher war. Helfen konnte ihm das für das Rennen aber nicht mehr. Mitten im Getümmel ging es für den Vilgertshofener los. Er startete gut und war schon nach wenigen Kurven auf Platz 16 nach vorne gefahren. Dann begann im vorderen Feld das große Ausscheiden. Mehrere Fahrer wie auch Polesetter Aron Canet stürzten. Zudem bremste der Brite Sam Lowes an einer Kurve zu spät und kegelte zwei Kontrahenten aus dem Rennen. Schrötter hatte Glück. „Ich war mittendrin, das hat viel Zeit gekostet“, berichtete er, kam aber ohne Sturz davon. Stattdessen profitierte der Vilgertshofener vom Memminger Team „Liqui Moly Intact GP“ von den zahlreichen Ausfällen. Bis auf den zehnten Platz schob er sich nach vorn.

Nun hatte Schrötter sich endlich gut positioniert und kam seinen Vorderleuten auch gleich ein kleines Stück näher. „Bei diesem mühsamen Versuch, die Jungs vor mir einzuholen, sind mir leider ein, zwei Fehler passiert. Ab diesem Zeitpunkt war es dann schier unmöglich, die Lücke zu schließen“, erzählte er.

Sieger der Vorwoche wird strafversetzt

Im Kampf um Platz zehn zog der Kalex-Pilot schließlich den Kürzeren gegen den WM-Zweiten Enea Bastianini aus Italien. „Schade, dass ich zum Schluss die eine oder andere Position nicht mehr gutmachen konnte. Ein Top-Zehn-Ergebnis hätten wir uns verdient“, sagte Schrötter. Ansonsten war er mit dem Rennen aber zufrieden. „Wir hatten eine Pace, mit der wir um das Podium mitkämpfen hätten können. Ich denke, das ist nicht vermessen, wenn ich das so behaupte.“

Den Sieg – seinen ersten – holte der Italiener Marco Bezzecchi. Er war zwar nur auf dem zweiten Platz ins Ziel gekommen, doch Jorge Martin, der vergangenes Wochenende siegreich war, wurde nachträglich einen Platz nach hinten versetzt. Der Spanier war in der letzten Runde über die Streckenbegrenzung hinausgefahren. Dritter wurde Remy Gardener.

Nach drei Rennen in Folge nun Pause

In der Gesamtwertung blieb alles wie zuvor. Luca Marini (87 Punkte) führt vor den punktgleichen Bastianini (79) und Martin. Schrötter liegt mit 37 Zählern weiterhin auf Platz elf. Sein Teamkollege, Tom Lüthi, der beim Grand Prix der Steiermark Fünfter wurde, liegt mit 35 Punkten nun direkt dahinter. Nach drei Rennwochenenden in Folge haben die Piloten nun etwas Zeit durchzuatmen. Weiter geht es am Sonntag, 13. September, in San Marino.

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