Siegerehrung für die Jungschützen im Gau Schongau in Schwabniederhofen.
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Siegerehrung – ganz vorschriftsmäßig: Mit Maske nahmen die Jungschützen ihre Medaillen und Pokale entgegen. Das Foto zeigt die Siegerteams, die gekommen waren.

Schießen: Rundenwettkampf im Gau Schongau

Jungschützen gut in Form: Sensationsergebnis in der Einzelwertung

  • Paul Hopp
    vonPaul Hopp
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Die Jungschützen im Gau Schongau haben trotz Corona ihre Rundenwettkämpfe zu Ende gebracht. In der Einzelwertung gab es eine absolut ungewöhnliche Konstellation.

Schwabniederhofen – Die Jugendlichen im Schützengau Schongau hatten gerade ihre Rundenwettkämpfe (RWK) begonnen, da trat hierzulande das Coronavirus in den Vordergrund. Schon nach dem zweiten Schießen mussten die Verantwortlichen dem sportlichen Treiben ein Ende setzen. Doch die Beteiligten – die Jungschützen, die Jugendleiter und auch die Gau-Funktionäre – dachten gar nicht daran, sich vollends stoppen zu lassen. Nach den Sommerferien wurden in drei von fünf Gruppen die komplette Runde (inklusive Rückkämpfen) zu Ende gebracht. In zwei Gruppen wurde in Absprache mit den Jugendleitern nur die Vorrunde ausgetragen.

Jungschützen: 46 Mädchen und 30 Buben traten während der Saison an

Um bestmöglichen Schutz vor einer Ansteckung zu gewährleisten, fanden zum Teil Fernduelle statt. Die Kombattanten schossen zu einem Termin jeweils in ihrem eigenem Schützenheim. So hatten die insgesamt 46 Mädchen und 30 Burschen in 19 Mannschaften letztlich die Chance, ihr Können zu zeigen und ihre Leistungen zu verbessern. „Das Wichtigste ist, dass die Jugendarbeit auch in Corona-Zeiten weitergeführt wird“, so lautet das Credo von RWK-Leiter Georg Oswald. Nachdem die Saison doch noch zu Ende gebracht werden konnte, nahm er zusammen mit Margarethe Heiland aus Rottenbuch die Preisverteilung der Jugend-Runde im „Gasthof Janser“ in Schwabniederhofen vor.

Jungschützen: Zwei Mädchen in der Einzelwertung ganz vorn

Beeindruckt zeigten sich die Funktionäre von den Ergebnissen der Jungschützen. Zum Teil kommt der Nachwuchs auch schon bei den Erwachsenen zum Zug – „zu Recht“, findet Oswald. Das beste Einzelergebnis schaffte Mathias Fahl, der mit dem SV Prem in der Gruppe 2 an den Start ging. Im letzten Wettkampf, Gegner war der SV Kinsau (748:776), erzielte Fahl starke 287 Ringe. Fünf Mal trat er in der Saison an den Stand und kam letztlich auf einen Schnitt von 276,20 Ringen.

Frauenpower: In vier Gruppen erzielte jeweils eine junge Schützin den besten Schnitt. In der Gruppe 1 lagen sogar zwei Schützinnen mit dem besten Ringschnitt gleichauf.

Der beste Schnitt lag in diesem Jahr bei 276,33 Ringen – und der wurde gleich von zwei Schützinnen erreicht, die noch dazu in der gleichen Klasse antraten. „Eine Sensation“, so RWK-Leiter Oswald. Katharina Kerscher (SV Peiting) und Linda Mayr (SG Stamm Apfeldorf) lieferten in der Gruppe 1 über sechs Wettkämpfe konstant hohe Ringzahlen ab. Als Top-Ergebnis hatten beide jeweils 286 Ringe zu Buche stehen. Erste Plätze in ihrer Gruppe holten in der Einzelwertung außerdem Anna-Lena Wintermeier (Burggen/Schnitt: 263,0), Anna Zacherl (Tannenberg/243,33) und Rosalie Dörr (Schwabniederhofen II/237,33).

Jungschützen: Preisverteilung in Schwabniederhofen

Für die drei besten Einzel-Schützen gab es bei der Preisverteilung in Schwabniederhofen Medaillen. Für die bestplatzierten Teams gab es Pokale. Meistertitel holten die SG Apfeldorf I (Gruppe 1), der SV Kinsau (Gruppe 2), die FSG Steingaden II (Gruppe 3), die Burgschützen Tannenberg (Gruppe 4) und der SV Schwabniederhofen II (Gruppe 5).

Einziger Wermutstropfen war, dass diesmal der Final-Wettkampf der sechs ringbesten Mannschaften ausfallen musste. Aufgrund der Corona-Lage wollten die Verantwortlichen kein Risiko eingehen. Im vergangenen Jahr hatte Rottenbuch I beim Finale gewonnen. RWK-Leiter Oswald hofft nun, dass das Gau-Jugendschießen (17. bis 21. November) bei der FSG Schongau über die Bühne gehen kann. Die Preisverteilung ist für Samstag, 28. November, geplant.

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