Tokio 2020: Monika Karsch beim Schießen mit der Luftpistole in der Qualifikation.
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Andere zielten besser: Monika Karsch verfehlte in der Disziplin „Luftpistole 10 Meter“ das Finale der besten acht.

Olympia in Tokio

Monika Karsch: Zum Start noch keine Medaille

  • Paul Hopp
    VonPaul Hopp
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Bei ihrem Auftakt in Tokio hat Monika Karsch eine Medaille klar verfehlt: Im Wettbewerb mit der Luftpistole war in der Qualifikation Schluss - das kam aber nicht gänzlich überraschend.

Tokio - Bei ihrem ersten Wettkampf in Tokio hat Monika Karsch eine Medaille klar verpasst. Die Sportschützin aus Rott scheiterte in der Disziplin „Luftpistole 10 Meter“ am Sonntag bereits in der Qualifikation. Mit 568 Ringen (98, 95, 96, 91, 95, 93) landete Karsch auf dem 29. Platz unter 53 Athletinnen. Auch die zweite Deutsche, Carina Wimmer (571/20. Platz), verfehlte das Finale der besten Acht. Gold holte am Ende die Russin Vitalina Batsarashkina. Sie hatte die Quali als Dritte abgeschlossen, im Finale gewann sie mit olympischem Rekord von 240,3 Ringen.

Dass Karsch mit der Luftpistole nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen konnte, ist nicht allzu überraschend. In dieser Disziplin zählte sie nicht zu den Favoritinnen. Anders sieht es im Wettkampf mit der Sportpistole aus. Dort möchte die Rotterin, die in Regensburg lebt, eine Medaille holen. Am kommenden Donnerstag und Freitag finden die Wettkämpfe statt. Mit der Sportpistole hat Karsch 2016 in Rio die Silbermedaille gewonnen.

Monika Karsch beginnt furios mit sechs Zehnern

Karsch begann den Luftpistolen-Wettkampf „wie entfesselt“, heißt es auf der Homepage des Deutschen Schützenbundes. Sechs Zehner - so lautete die Bilanz. Erst in der vierten Serie vermochte sie nicht mehr ihr hohes Niveau zu halten, auch, weil ein anderes Problem auftauchte: „Ich habe auf die Uhr geguckt und war erschrocken, dass schon 36 Minuten vorbei waren. Ich hatte das Gefühl, ich muss schneller machen und habe das in der vierten Serie mit drei Achtern dann nicht zusammengebracht.“

Nach den drei Achtern bei den Schüssen 35, 36 und 39 war klar, dass es nicht für weiter oben im Tableau reichen würde. Dennoch zog Karsch insgesamt ein positives Fazit, auch im Hinblick auf den Sportpistolen-Wettkampf: „Es war heute sicherlich mehr drin gewesen, aber ich bin zufrieden mit mir. Es war wichtig, mit der Luftpistole zu starten, um die Abläufe kennenzulernen und die Erfahrung für den Sportpistolen-Wettkampf zu sammeln. Ab sofort geht es nur noch um die Sportpistole.“

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