1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport
  4. Schongau

Vize-Meister in der Landesliga - und auf der Suche nach Verstärkung

Erstellt:

Von: Paul Hopp

Kommentare

Das Frauen-Team der SG Peiting-Schongau mit (hinten von links) Birgit Gerloff, Andrea Lindner, Luise Scheppers, (vo.v.l.) Rosi Müller, Sabine Fichtl, Helga Lachmann.
Das Frauen-Team der SG Peiting-Schongau mit (hinten von links) Birgit Gerloff, Andrea Lindner, Luise Scheppers, (vo.v.l.) Rosi Müller, Sabine Fichtl, Helga Lachmann. Zum Kader gehört noch Heike Müller. © Privat

Das Frauenteam der SG Peiting-Schongau hat sich in der Landesliga Süd etabliert und den zweiten Platz belegt. Allerdings plagt das Team auch ein Personalproblem.

Schongau/Peiting – So vermessen, dem möglichen Meistertitel nachzutrauern, wollten die Sportkeglerinnen der SG Peiting-Schongau nicht sein. „Wir sind sehr zufrieden mit dem zweiten Platz“, betont Spielerin Helga Lachmann. Gleichauf mit dem SKC Unterthingau (10:6 Punkte) schloss die Spielgemeinschaft die Saison in der Landesliga Süd ab. Bei den Mannschaftspunkten (vergleichbar mit der Tordifferenz im Fußball) lag die Peiting-Schongau-Allianz allerdings knapp zurück – für die Allgäuerinnen gab es so den ersten Platz.

5,5:2,5-Heimsieg im letzten Wettkampf der Saison

Die SG-Frauen hatten es noch in der Hand, am finalen Spieltag vorbeizuziehen. Allerdings hätten sie dazu den Heimkampf gegen den KC Pöttmes noch höher gewinnen müssen, als sie es ohnehin taten. Mit 5,5:2,5 entschieden die Gastgeberinnen das Duell letztlich für sich. Nach den Startpaarungen stand es noch 1:1. Luise Scheppers (523 Holz/4:0 Sätze) hatte ihr Match klar gegen Rita Lutz (438) gewonnen. Andrea Lindner (510/1:3) zog derweil gegen Sonja Karmann (514) knapp den Kürzeren. Die Entscheidung fiel im dritten Satz: Dort verlor Lindner hauchdünn (130:131), der Mannschaftspunkt war weg. Immerhin: Bei den Gesamtholz lag die SG schon deutlich vorn (+81).

SG Peiting-Schongau zufrieden mit Platz zwei

In den Mittelpaarungen baute Rosi Müller (508/2:2) gegenüber Gisela Thulke (484) den Vorsprung aus. Mit einem Unentschieden endete das Duell zwischen Birgit Gerloff und Vanessa Zips: Beide gewannen zwei Sätze, beide kamen auf 481 Holz. Im Schlussdurchgang holte Gerloff einen Rückstand von elf Holz auf. In den Schlusspaarungen verlor Sabine Fichtl (473/1:3) gegen Christine Hammerl (517). Den wichtigen dritten Mannschaftspunkt für die SG holte Lachmann (509/2:2) in einem spannenden Duell mit Sabrina Boldt (507). Die größere Holzzahl (3004:2941) bescherte der SG noch zwei Zusatzpunkte.

Die Saison insgesamt war einmal mehr durch Corona geprägt. Immer wieder mussten Partien verschoben werden. Letztlich zogen auch nur fünf Teams die komplette Spielzeit durch. Aller Schwierigkeiten zum Trotz zeigte die SG Peiting-Schongau, dass sie zurecht in die Landesliga gehört. Beim 5:3 über den späteren Meister Unterthingau schaffte die Mannschaft das ligaweit höchste Auswärtsresultat der Saison (3145 Holz). „Das war ganz gut“, sagt Lachmann.

Seit 2019 spielen die SG-Frauen in der Landesliga

In die Landesliga aufgestiegen war die Mannschaft im Jahr 2019 – dem Meistertitel in der Kreisliga folgte ein 7:1 in der Relegation gegen Wacker Burghausen. Damals firmierte das Team alleinig als Schwarz-Gelb Schongau. In der Saison darauf ging die SG an den Start – die Frauen belegten als Aufsteiger in der Landesliga den vorletzten Platz (6:26 Punkte). Das Team blieb in der Liga, die Spielzeit 2020/2021 wurde jedoch wegen Corona vorzeitig beendet. Nun also sprang für die SG der zweite Platz heraus.

Schongau-Newsletter: Alles aus Ihrer Region! Unser Schongau-Newsletter informiert Sie regelmäßig über alle wichtigen Geschichten aus der Region Schongau – inklusive aller Neuigkeiten zur Corona-Krise in Ihrer Gemeinde. Melden Sie sich hier an.

In der Landesliga Süd möchte die SG auch in der kommenden Saison starten. Wie dann der Spielbetrieb laufen wird, ob weiterhin mit Sechser-Teams oder womöglich mit Vierer-Teams, steht noch nicht fest. Jüngst hat der Bayerische Sportkegler- und Bowlingverband (BSKV) eine interne Umfrage zum Thema „Frauenspielbetrieb“ abgehalten – die Auswertung läuft. Grund für die Umfrage: Seit Jahren nimmt die Zahl an reinen Frauenteams in Bayern stetig ab.

Das SG-Frauenteam besteht derzeit aus sieben Spielerinnen – eine dünne Personaldecke. „Wir bräuchten Unterstützung“, stellt Lachmann klar. Die Spielgemeinschaft heißt interessierte Frauen jeglicher Altersklasse willkommen. Auch „Quereinsteigerinnen“, die bisher eine andere Disziplin betrieben haben und sich nun im Präzisionssport „Kegeln“ versuchen wollen, dürfen sich angesprochen fühlen. Training ist jeden Dienstag und Donnerstag (ab 18 Uhr) an der Kegelbahn in Schongau (Dießener Straße 25/Restaurant Croatia).

Bei Interesse melden: Interessierte Spielerinnen können entweder direkt zum Training kommen oder an der Schongauer Kegelbahn eine Nachricht hinterlassen. Die SG meldet sich dann bei den Spielerinnen.

Auch interessant

Kommentare