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Heiß auf die Kandahar: Simon Jocher bereit fürs Weltcup-Debüt

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Jetzt soll es mit dem ersten Start im Weltcup klappen: Simon Jocher (hier beim Trainingslauf in Gröden) ist für einen Einsatz am Samstag bei der Abfahrt auf der Kanadahr in Garmisch-Partenkirchen nominiert. © Peter Kornatz

Zweimal war er nominiert, zweimal wurde es nix. Nun hofft Skirennläufer Simon Jocher auf sein Weltcup-Debüt - und das auch noch auf der heimischen Kandahar.

Garmisch-Partenkirchen – Endlich, endlich soll es mit dem ersten Weltcup-Start klappen. Der Schongauer Simon Jocher (SC Garmisch) ist für die Abfahrt auf der Kandahar (Samstag, 11.30 Uhr) nominiert und hofft, dass diesmal nichts dazwischen kommt.

Im Dezember in Gröden (Südtirol) hatte das Wetter Jochers Debüt noch verhindert. Im Super-G wurde das Rennen nach vielen Nebelunterbrechungen wenige Nummern vor ihm abgebrochen. Die Abfahrt wurde aufgrund der widrigen Verhältnisse – Nassschnee und Regen – gar nicht gestartet. Zu allem Überfluss verdrehte sich der 23-Jährige beim Freifahren in Südtirol das Knie und fiel mit Knorpelverletzung und Bone Bruise (Knochenmarködem) über den Jahreswechsel aus. So wurde es auch mit einem Start in Bormio nichts. All das ist jetzt aber überstanden und vergessen.

Simon Jocher: Schrecksekunde beim Europa-Cup

„Das Knie wird eigentlich täglich besser“, sagt ein zuversichtlicher Jocher. „Nur wenn ich einen Schlag abbekomm’, spüre ich noch Schmerzen.“ Und rennbereit ist der Schongauer auch, wie er zuletzt in Orcières (Frankreich) bei zwei Europacup-Abfahrten bewies. Jocher fuhr auf Rang zehn und elf und holte wichtige Europacuppunkte. „Das war okay. Fahrerisch wäre sicher noch einiges verbesserbar, aber für mein Comeback bin ich zufrieden.“

Das Rennwochenende in Frankreich begann gleich mit einer kleinen Herausforderung für Jocher: Beim ersten Training flog er bei einem Sprung zu weit. „Da hat das Knie schon wieder geschmerzt.“ Bei den Rennen war die Piste dann „schlagig“, das Licht schlecht. Doch der zielstrebige Athlet hatte alles im Griff. So geht er heute durchwegs positiv gestimmt in den ersten Trainingslauf auf der Kandahar. Einen solchen hatte er in Gröden auch schon absolviert: „Und das war so cool, dass es definitiv Lust auf mehr gemacht hat.“

Simon Jocher: Auf der Kandahar schon Vorläufer

Daheim am Kreuzeck fällt auch die Anspannung vor der ersten Begegnung mit der Strecke weg. Denn Jocher kennt die Kandahar: „Ich war schon ein paarmal Vorläufer hier, darum fühl mich natürlich auf der Strecke schon wohler als andernorts.“ Außerdem sei es schön, vor Heimpublikum zu starten und zu wissen, dass einige im Stadion nur für ihn persönlich kommen. „Trotzdem“, so Jocher, „wird es mitunter auch nicht ganz einfach, wenn viele Leute mit mir reden wollen.“ So gesehen, wäre ein Debüt auswärts als Nobody sicher ruhiger. Einige Sorgenfalten zeichnet ihm der Wetterbericht auf die Stirn. Schnee und Regen sind angesagt, alles andere als optimal für eine Abfahrt. „Ich hoffe, dass das Rennen stattfinden kann und ich endlich mein Debüt schaffe“, sagt Jocher, dem man anmerkt, wie sehr er seinen ersten Weltcup-Start herbeisehnt.

Kathrin Ebenhoch

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