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Der Balkon in Ingenried: Es ist der größte Expertentreff im Schongauer Land. Wer sich am Fußball-Platz in Ingenried auf den Balkon wagt, der wird quasi von Fachleuten umringt – und hat gleichzeitig noch einen perfekten Blick aufs Geschehen auf dem Spielfeld. Es gibt kaum einen Ort, an dem Fußballschauen lustiger, informativer und übersichtlicher ist. Der Platz in Ingenried, der 1951 erbaut wurde, gehört übrigens schon zu den Urgesteinen unter den heimischen Spielfelder. Zuletzt wurde hier das Kreisfinale des Merkur CUP ausgetragen. Vollbesetzt hätten auf und unter dem Balkon locker 400 Zuschauer Platz, vielleicht sogar noch ein paar mehr.
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Der Künstliche in Schwabbruck: Die Gemeinde Schwabbruck (knapp 1000 Einwohner) ist eine der kleinsten im Schongauer Land – und trotzdem eine große Nummer. Denn dort gibt es den einzigen Kunstrasenplatz in der Region. 2004 wurde er eröffnet und ist seitdem quasi das Dubai (dort absolvieren viele Profi-Teams ihre Wintertrainingslager) der Amateurfußballer. Zahlreiche Vereine stehen in Schwabbruck im Winter auf den Matten. Im Februar/März herrscht absoluter Hochbetrieb auf der Anlage, die rund 600 Zuschauer fasst. Einmal schaute sogar schon der TSV 1860 München vorbei, kickte gegen die heimische A-Klasse-Mannschaft.
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Der Idyllische in Denklingen: Charme hat er, der Fußballplatz in Denklingen. Zwischen Bäumen und Kuhwiesen liegt er ruhig da. Die Straße auf der anderen Seite – stört kaum. Und irgendwie entsteht in Denklingen sogar ein bisserl Stadion-Feeling – zumindest für Fußball-Romantiker. Denn dank der Hanglage sitzen die Zuschauer erhöht, die Flächen direkt unterhalb des Vereinsheims sind quasi eine natürlich angelegte Fankurve. Ob die Gründungsväter, die den Platz 1972 erbaut haben, genau das im Sinn hatten? Rund 1000 Zuschauer passen in die Denklinger Natur-Arena, die unter anderem schon Schauplatz von Duellen zwischen dem VfL und Bayernligist Landsberg war.
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Der Größte in Peiting: Der TSV Peiting hat das größte Stadion im Schongauer Land – und zwar mit Abstand. 3500 Zuschauer passen ins Stadion Birkenried. Dreimal war das Schmuckkästchen, das 1981 eröffnet wurde, auch schon ausverkauft. 1995, als sich Bundesligist Bayer 04 Leverkusen die Ehre gab, 2004, als der FC Schalke seine Visitenkarte abgab, und 2007, als der damalige Pokalsieger 1. FC Nürnberg in der Marktgemeinde kickte. Der Platz in Peiting überzeugt aber nicht nur durch Größe, er ist auch einer der trockensten. Dank eines Drainagensystems unterhalb des Rasens können bei Regen Schleusen geöffnet werden, das Wasser kann so vom Feld ablaufen.
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Der Umsichtige in Rott: Im Süden die Berge, im Norden die Gärten – wer in Rott übers Feld hinausschießt, muss schon mal über den Zaun kraxeln – und den Nachbarn beim Kaffee im Garten stören. Die Anwohner werden aber entschädigt: Sie dürfen ins herrliche Bergpanorama und gleichzeitig noch aufs Spielfeld schauen. Eingeweiht wurde der Platz, auf dem rund 500 Zuschauer Platz haben, 1969. Mit einem Pokalturnier. Die Trophäe stifteten damals die Politik-Legenden Willy Brandt, Franz Josef Strauß sowie der Landtagsabgeordnete Georg Kronawitter. Seit 2013 steht am Platz auch ein schickes Vereinsheim.
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Der Perfekte in Rottenbuch: Er ist eine wahre Perle. Der Fußballplatz in Rottenbuch (1998 eröffnet) gehört sicher zu den besten im gesamten Oberland. Nirgends ist der Rasen schöner, die Anlage gepflegter. Fünfmal die Woche ist der Platzwart im Einsatz, mäht den Rasen auf dem Hauptplatz. Der Nebenplatz wird dreimal in der Woche gepflegt. Knapp 600 Zuschauer passen auf die Anlage, auf der auch schon der FC Augsburg kickte.
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Der Bucklige in Prem: Er ist berühmt-berüchtigt und bei den Gästemannschaften gefürchtet. Der Sportplatz in Prem (gebaut ca. 1948/100 Sitzplätze) ist eine echte Buckelpiste. Mit 90 mal 45 Metern erfüllt er gerade so das vorgeschriebene Mindestmaß. Noch kurioser ist der Höhenunterschied zwischen dem höchsten und dem tiefsten Punkt des Feldes. Er beträgt stolze 1,5 Meter. Das größte Spiel, das jemals auf dem Platz stattgefunden hat, ist laut SVP-Chef Andreas Echtler ein Pokalsieg im Jahr 1977 gegen den damals deutlich höher spielenden TSV Trauchgau. Die Partie endete damals 2:0 für den SVP.
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Der Weitsichtige in Hohenpeißenberg: Die Fußballer des TSV Hohenpeißenberg kicken in der A-Klasse. Der Ausblick auf dem 1974 eröffneten Fußballplatz des TSV ist allerdings erstklassig. An klaren Tagen sieht man bis zur Zugspitze. Sollte die Anlage einmal ausverkauft sein, hätten rund 600 Zuschauer die Chance, das Berg-Panorama zu genießen. Die Highlight-Spiele: Ein Duell mit dem damaligen österreichischen Drittligisten WSG Wattens sowie das Eröffnungsspiel gegen den Bayernligisten Kaufbeuren.

Fußballplatz-Romantik

Acht faszinierende Fußballplätze in der Region

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Der größte, der schönste, der buckligste - wir haben sie alle: Acht faszinierende Fußballplätze in der Region und ihre Besonderheiten zum Durchklicken.  

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