Marcel Schrötter und Tetsuta Nagashima in Brünn
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Der nächste setzt zum Überholmanöver an: Marcel Schrötter (links) lag in Brünn zwischenzeitlich auf Platz fünf und wurde am Ende nur 15. Auch den WM-Dritten Tetsuta Nagashima (Nummer 45) musste er passieren lassen.

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Marcel Schrötter enttäuscht in Brünn - zumindest Arm schmerzfrei

  • Phillip Plesch
    vonPhillip Plesch
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Marcel Schrötter ist nicht zufrieden. In Brünn belegt er nur Platz 15. Dabei macht ihm nicht der operierte Arm die Probleme.

Brünn/Vilgertshofen – Nach einer Arm-Operation vor gut zwei Wochen war Marcel Schrötter gehandicapt ins vierte Rennwochenende der Moto2 gegangen. Dafür lief es im tschechischen Brünn für den Vilgertshofener zu Beginn ausgesprochen gut. Schrötter war in den freien Trainings vorne mit dabei und fuhr im Qualifying die siebtbeste Zeit. Im Rennen fiel er nach einer starken Startphase jedoch zusehends zurück und belegte am Ende nur den 15. Platz. Dementsprechend groß war die Enttäuschung.

„Ich möchte gleich vorausschicken, der Arm war nicht die Ursache für dieses Abschneiden“, sagte der 27-Jährige nach Rennende laut einer Mitteilung. Was die Probleme beim Kalex-Piloten verursachte, ist ihm und seinem Memminger Team „Liqui Molly Intact GP“ derweil noch nicht klar. Dass Schrötter in Schwierigkeiten geraten könnte, zeichnete sich bereits im Qualifying ab. Denn die Reifen bauten äußerst schnell ab.

Trotz Platz sieben mit Qualifying nicht zufrieden

Der siebte Startplatz war für ihn nicht optimal. „Ehrlich gesagt bin ich ein wenig enttäuscht. Ich denke, es hätte im Qualifying mehr herauskommen müssen“, sagte der Moto2-Pilot am Samstag. Ein Fahrfehler in seiner schnellsten Runde verhinderte jedoch eine bessere Platzierung. Mehr zu kämpfen hatte Schrötter aber mit dem „schrecklichen Zustand der Piste“. Sein Arm machte ihm dabei nicht zu schaffen. „Der Zustand ist aber längst noch nicht optimal, auch wenn ich keine Schmerzen spüre“, so der Vilgertshofener.

Ins Rennen startete Schrötter furios. Schnell schob er sich auf den fünften Platz nach vorne und war der erste Verfolger des Spitzen-Quartetts. Nach rund zwei Runden war der Tag des 27-Jährigen allerdings gelaufen. „Ab diesem Zeitpunkt sind die Jungs innen und außen an mir vorbeigefahren, als wäre ich nur herumgerollt“, beschrieb er die Situation. „Ich war verloren und habe nicht gewusst, was ich anders machen könnte.“

Nur Platz 15 in der WM-Gesamtwertung

Platz um Platz musste er nahezu kampflos aufgeben. Am Ende sprang mit Platz 15 zumindest ein WM-Pünktchen heraus – freilich nicht sein Anspruch. „Wir alle, das gesamte Team, arbeiten an den Trainingstagen unglaublich hart, schieben kurzfristig eine Operation ein, um endlich den verdienten Erfolg einzufahren. Dass am Ende so ein Rennen herauskommt, ist einfach nur frustrierend und es tut mir auch für das Team sehr leid“, sagte Schrötter. Noch schlimmer erging es seinem Teamkollegen, Tom Lüthi, der von Platz 25 gestartet war und als 17. ins Ziel kam.

Den Sieg sicherte sich der Italiener Enea Bastianini, der mit 73 Zählern auch die Führung in der WM-Gesamtwertung übernahm. Platz zwei ging an den Briten Sam Lowes, Dritter wurde Joe Roberts aus den USA. Was die WM-Wertung angeht, liegt Schrötter mit nun 16 Punkten auf einem enttäuschenden 15. Platz.

Lange Zeit sich zu ärgern, hat der Moto2-Fahrer aber ohnehin nicht. Bereits am kommenden Wochenende geht es in Spielberg (Österreich) mit dem fünften Saisonrennen weiter. Dafür gibt sich Schrötter bereits kämpferisch: „Die Saison ist noch lang, es sind noch viele Rennen zu bestreiten. Wir sind dabei und wir brauchen uns auch nicht zu verstecken.“

Rennkalender

16. August: Motorrad Grand Prix von Österreich, Spielberg, 23. August: Grand Prix von Styria, Spielberg, 13. September: Gran Premio di San Marino e della di Riviera di Rimini, Misano, 20. September: Gran Premio dell Emilia Romagna, Misano, 27. September: Gran Premi de Catalunya, Barcelona. 11. Oktober: Grand Prix de France, Le Mans, 18. Oktober: Gran Premio de Aragón, Alcaniz, 25. Oktober: Gran Premio de Teruel, Alcaniz, 8. November: Gran Premio de Europa, Valencia, 15. November: Gran Premio de la Comunitat Valenciana, Valencia, 22. November: Portugal Grand Prix, Portimao.

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