Marcel Schrötter (rechts, Nummer 23) war in Portugal in zahlreiche Positionskämpfe gleich mit mehreren Fahrern verwickelt.
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Von wegen freie Fahrt: Marcel Schrötter (rechts, Nummer 23) war in Portugal in zahlreiche Positionskämpfe gleich mit mehreren Fahrern verwickelt. In dieser Szene fährt direkt hinter ihm Fabio di Giannantonio (Italien).

MOTORSPORT

Marcel Schrötter in Portugal: „Es war ein extremer Kampf“

  • Paul Hopp
    vonPaul Hopp
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Hartes Rennwochenende für Marcel Schrötter: In der Moto2-Klasse musste der Deutsche im Qualifying einen Dämpfer hinnehmen. Die Ausgangsposition fürs Rennen war daher alles andere als optimal.

Portimao – Er habe sich „natürlich mehr erhofft“, sagte Moto2-Fahrer Marcel Schrötter nach dem Grand-Prix von Portugal in Portimao. Ein einstelliges Ergebnis wollte er haben – mit Rang zehn gelang ihm das knapp nicht. Eingedenk aller Umstände, die dem Vilgertshofener während des Rennwochenendes widerfahren waren, hatte er dennoch eine ansprechende Leistung geboten. „Es war ein extremer Kampf“, so lautete Schrötters Fazit.

Im ersten freien Training hatte Schrötter als Vierter ein Ausrufezeichen gesetzt. Doch danach lief es nicht mehr rund. Kurz vor Ende des dritten Trainings lag er an der siebten Stelle, rutschte dann aber doch noch zurück und verfehlte als Neunzehnter die direkte Qualifikation für die Q2-Session. Im Qualifying eins schien Schrötter auf gutem Wege, doch noch den Sprung ins Q2 schaffen zu können. Der Vilgertshofener übernahm die Führung und lag bis drei Minuten vor Schluss an vierter Stelle. Doch dann zog noch ein Kontrahent, Somkiat Chantra (Thailand), vorbei. Lediglich 19 Tausendstelsekunden fehlten Schrötter am Ende. In der Startaufstellung bedeutet dies die 19. Position (Reihe sieben).

Schrötter verbessert sich von Position 19 auf zehn

Im Rennen am Sonntag war der Deutsche vom „Liqui Moly Intact GP“-Team in zahlreiche Positionskämpfe verwickelt. Schrötter machte diverse Plätze gut, musste dafür aber viel Energie verwenden. „Es war ein spannendes, aber gleichzeitig auch schwieriges Rennen“, sagte er nach der Zieldurchfahrt. „Im Rennen war das Gefühl zu den Reifen nicht wie in den Sessions zuvor. Beispielsweise habe ich in der vorletzten Kurve immer massiv Zeit verloren. Es war schwierig, konstant und sauber zu fahren.“ Die Asphalt-Temperatur betrug zum Start der Moto2-Klasse 44 Grad Celsius – für die Reifen war das eine Herausforderung. Im Verlauf des Rennens erlebten viele Piloten Wackler und kritische Momente. Der US-Amerikaner Cameron Beaubier, mit dem Marcel Schrötter um Platz neun kämpfte, „ist vor mir mehrfach nur knapp einem Crash entgangen, was mich vorsichtig gemacht hat, da ich sehr nah an ihm war und so öfters dachte: Das war’s.“ Dadurch verlor Schrötter auch immer wieder entscheidende Sekundenbruchteile.

Als Zehnter sammelte der Vilgertshofener immerhin noch sechs WM-Punkte. Teamkollege Tony Arbolino (Italien) ging als Sechzehnter leer aus. Den Sieg in Portugal holte der Spanier Raul Fernandez vor Aaron Canet (Spanien) und Remy Gardner (Australien). Für den Sieger der ersten beiden WM-Rennen der Saison, Sam Lowes (Großbritannien), war das Rennen schnell beendet, und zwar nach einem Sturz in der ersten Runde. Der nächste Grand-Prix findet am 2. Mai in Jerez (Spanien) statt. In der vergangenen Saison fanden dort zwei Rennen statt. Schrötters Bilanz: erst ein Ausfall, dann Platz zehn.

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