Die Wege trennen sich: Marcel Schrötters (re.) Teamkollege Thomas Lüthi (li.) verlässt das Team „Liqui Moly Intact GP“ nach den ausstehenden sechs Saisonrennen.
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Die Wege trennen sich: Marcel Schrötters (re.) Teamkollege Thomas Lüthi (li.) verlässt das Team „Liqui Moly Intact GP“ nach den ausstehenden sechs Saisonrennen.

MOTORSPORT

Schrötters Fragezeichen - Moto2-Pilot grübelt darüber, warum es ausgerechnet im Qualifying immer wieder Probleme gibt

  • vonKatrin Kleinschmidt
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Es läuft einfach nicht rund für Marcel Schrötter. Immer wieder verhindern Fehler eine vordere Platzierung und lassen den Vilgertshofener zweifeln.

Barcelona – Immer wieder tauchen sie für Marcel Schrötter nach Rennwochenenden auf: große Fragezeichen, die ihn grübeln lassen. Auch nach dem Grand Prix am Sonntag in Barcelona war der Moto2-Pilot aus Vilgertshofen mächtig nachdenklich. Denn es lief erneut nicht rund. Beim 27-Jährigen beginnt dann immer eifrig die Suche nach dem „Warum“.

Denn Schrötter träumt vom Aufstieg in die Königsklasse, die Moto GP. Dafür muss und will er mehr abliefern als den zehnten Platz, der am Sonntag heraussprang. Im zweiten Training am Freitag war er der Schnellste, beim Warm-Up am Sonntag gelang die fünftbeste Zeit. Doch ausgerechnet beim Qualifying am Samstag, bei dem die Startplätze fürs Rennen festgelegt werden, gelangen ihm keine ordentlichen Zeiten. „Bis zum Qualifying habe ich mich super wohlgefühlt und dann ging in der wichtigsten Session des Wochenendes gar nichts mehr“, sagte Schrötter. Mehrfach habe er das schon erlebt. „Man bemüht sich, gibt alles und fühlt sich super wohl, doch auf einmal ist das gute Gefühl spurlos verschwunden“, sagte der Kalex-Fahrer, der nun bei der Analyse auch die Qualität der Reifen überprüfen lassen will. „Ich zweifle daran, dass es nur an mir oder am Motorrad liegt.“

Zwei Verbremser an der gleichen Stelle

Allerdings weiß Schrötter auch, dass das Ergebnis am Sonntag nicht nur dem 15. Startplatz geschuldet war. Gleich am Anfang überholte er drei Konkurrenten, leistete sich dann allerdings einen Bremsfehler und fiel zurück auf Rang 16. „Ich denke, ohne diesen Fehler hätte ich mit dem Pulk gut mit schwimmen und dabei leicht weiter nach vorne kommen können.“ So aber musste er erst einmal hinterherfahren, sich Runde um Runde wieder nach vorn kämpfen. Kurz vor Schluss war Schrötter Neunter – und verbremste sich an der gleichen Stelle wie zuvor. „Darüber ärgere mich gewaltig, weil so ein blöder Fehler einfach nicht passieren darf“, sagte Schrötter. „Ich komme mir wie ein Anfänger vor.“

Im Gesamtklassement liegt Schrötter nun mit 54 Zählern auf Rang elf. Die WM führt mit 150 Punkten der Italiener Luca Marini an, der auch in Barcelona gewonnen hat.

Neuer Teamkollege für die nächste Saison

Der Schweizer Tom Lüthi, Schrötters Teamkollege bei „Liqui Moly Intact GP“, rangiert mit 57 Punkten auf Platz neun. Er verlässt nach der Saison den Rennstall, wechselt zu SAG, wird dort Nachfolger von Remy Gardner (Australien). Seinen Platz bei „Intact GP“ erhält ein 20-jähriges Talent, das derzeit noch in der Moto3 seine Runden zieht: der Italiener Tony Arbolino. Ob Schrötter bei seinem Rennstall bleibt, ist derzeit noch nicht bekannt.

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Für den Motocross-Fahrer Max Nagl hingegen ist die Saison vorzeitig beendet.

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