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Volle Konzentration: Michael Lindner (r.) und sein Team beim Heimspiel gegen Rottendorf.  

Schützenhilfe für die Stockschützen: Peiting steht im Halbfinale

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Der TSV Peiting hat es ins „Final Four“ der Champions League geschafft. Die Spannung im letzten Spiel war riesig – auch wegen eines angebrochenen Stiels.

Peiting – Das war nichts für schwache Nerven. Die Stockschützen des TSV Peiting musste beim Champions-League-Heimspiel gegen den EV Rottendorf (Österreich) bis zum Schluss um den Einzug ins „Final Four“ bangen. Doch die Mannschaft mit Michael Lindner, Christopher Schwaiger, Matthias Unglert, Alexander Vöst sowie Ersatzspieler Christian Lindner blieb im letzten Gruppenspiel bis zum Schluss konzentriert. Das musste sie auch. Laut Christian Lindner, Vorsitzender der Peitinger Stockschützen, gehören die Rottendorfer „zu den Top Fünf der Welt“. Ein schweres Spiel war also vorprogrammiert.

Der Start vor rund 150 Zuschauern lief noch glatt. Mit je einem Break in Kehre drei und fünf holten sich die Peitinger das erste Spiel mit 14:6. Doch danach leisteten sie sich Fehler. Wie schon gegen den ASV Teis und gegen den ESC Luttach verlor der TSV auch beim Heimspiel gegen Rottendorf das zweite Spiel – und zwar deutlich mit 5:23. Mit dem Stand von 2:2 ging’s also in die Pause.

Zittern bis zum Schluss

„Das dritte Spiel begann hochklassig“, lobt Christian Lindner. Die Österreicher konnten das besser nutzen. Sie gingen 5:0 in Führung. In der zweiten Kehre gelang es Peiting nicht, aufzuholen. Vor Kehre vier führten die Rottendorfer schon 10:0. Doch dann nutzte Peiting ein kurzes Anspiel der Rottendorfer geschickt aus zu einer Sieben. „Leider gelang die Wende in diesem Spiel nicht mehr“, sagt Lindner. Und so musste das Spiel mit 7:16 abgegeben werden.

Danach wurden beide Teams nervöser. Peiting führte im vierten Spiel bereits 8:6, erlaubte sich dann aber einen Fehler, sodass Rottendorf eine Fünf gelang. „Durch eine fehlerlose sechste Kehre erkämpften wir uns noch das Unentschieden mit einer sehr schweren Mass im letzten Versuch durch Alexander Vöst“, beschreibt Lindner. Es stand 3:5. Mit dem fünften Spielpunkt hatte Rottendorf den Gruppensieg sicher – der TSV musste weiter bangen.

16:8 im letzten Spiel

Das fünfte Spiel startete laut Lindner mit vier Kehren ohne Break. Es stand 8:6 für Rottendorf. Peiting musste ein Break schaffen. Durch ein gutes Anspiel von Michael Lindner in die schwer zu spielende Spur kam der Fehler auf Rottendorfer Seite. Peiting konnte den Nachschuss halten. Matthias Unglert hatte mit seinem letzten Versuch die Chance, die Drei Perfekt zu machen. „Leider ging sein Stiel beim Plattenwechsel kaputt“, sagt Christian Lindner. „Er musste den Versuch mit einem ganz neuen Stiel absolvieren.“ Das gelang ihm – und Peiting stellte auf 9:8. In Kehre sechs wabbelten die Peitinger hinter den Rottendorfer Stock. Der Versuch, den Stock abzuspielen, misslang. Der TSV hatte es geschafft und das letzte Spiel mit 16:8 für sich entscheiden.

Damit endete die Partie 5:5. „Ein nervenaufreibendes Spiel ging ohne Sieger zu Ende“, sagt Lindner. Wobei man das so gar nicht sagen kann – denn eigentlich endete die Partie mit zwei Siegern. Für Peiting und Rottendorf reichte das Ergebnis, um sich für das „Final Four“ am 21. September in Lampoding zu qualifizieren. Dort trifft der TSV um 12 Uhr im Halbfinale auf den FC Ottenzell.

Dank eines Punktes ins „Final Four“ eingezogen

So eng wie das letzte Gruppenspiel war auch die Situation in der Tabelle. Parallel zum Peitinger Spiel lief die Partie zwischen Luttach und dem ASV Teis. Mit einem 10:0-Sieg der Luttacher wäre Peiting draußen gewesen – doch es wurde ein 9:1. Dank dieses einen Punktes geht die Saison für den TSV weiter – Spannung dürfte auch beim Finalturnier garantiert sein.

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