Fallschirmspringer Christian Kautzmann von der Sportfördergruppe Altenstadt beim Zielspringen.
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Kurz vor dem Messpunkt: Hauptfeldwebel Christian Kautzmann bei einem Zielsprung.

Fallschirmspringen: Sportfördergruppe Altenstadt gut in Form

Sieben Medaillen, eine Premiere und eine Sensation für Sportfördergruppe

  • Paul Hopp
    vonPaul Hopp
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Endlich durften die Fallschirmspringer der Sportfördergruppe Altenstadt ihren ersten Wettkampf bestreiten. Und die Truppe zeigte, dass sie es immer noch drauf hat. Für eine Überraschung sorgte ein Youngster.

Altenstadt – Lange hat es gedauert, doch nun konnten die Fallschirmspringer der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Altenstadt ihren ersten Wettkampf in diesem Jahr bestreiten. Mit zwei Teams reiste die Sportfördergruppe nach Strakonitz, um an der offenen tschechischen Meisterschaft im Stil- und Zielspringen teilzunehmen. Die Leistungen der Frauen und Männer „waren in der Summe mehr als zufriedenstellend“, berichtete Hauptfeldwebel Christian Kautzmann. Die Altenstadter heimsten gleich mehrere Medaillen ein.

SpFrdGr Altenstadt: Starke Leistungen bei Meisterschaft in Tschechien

Am ersten Tag stand das Stilspringen auf dem Programm. Dort müssen die Sportler ein festgelegtes Programm an Bewegungen, Drehungen und Figuren zeigen. Alle Altenstadter sammelten für sie wichtige WM-Normen – „und einige von ihnen sprangen sogar persönliche Bestleistungen“, so Kautzmann. Hauptfeldwebel Stefan Wiesner holte darüber in der Einzelwertung eine Silber-Medaille. Ebenfalls den zweiten Platz belegte in der Teamwertung die Mannschaft I mit Stabsunteroffizier Robin Griesheimer, Kautzmann, Oberfeldwebel Kai Erthel und Wiesner.

Das Altenstadter Team I mit Stefan Wiesner, Robin Griesheimer, Kai Erthel, und Christian Kautzmann.

Am zweiten Tag war das Zielspringen an der Reihe. In dieser Disziplin geht es darum, den Fallschirm so genau in Richtung Boden zu steuern, um dort auf einer Matte einen nur zwei Zentimeter durchmessenden Punkt mit der Ferse zu treffen. Fünf Runden konnten zum Auftakt absolviert werden. Tags darauf wurden die weiteren fünf Runden ausgetragen, auch wenn für die Springer anspruchsvolle Witterungsbedingungen herrschten. Dabei gab es eine „erfreuliche Premiere“, so Kautzmann. Der 19-jährige Stabsunteroffizier Leon Dieser gewann nämlich souverän die Juniorenwertung. Mit nur zehn Zentimetern Abweichung schrammte er sogar knapp an einem Podestplatz bei den Männern vorbei. Den Gesamtsieg sicherte sich Stefan Wiesner mit souveränen fünf Zentimetern Vorsprung. Gekrönt wurde laut Kautzmann dieser Tag mit Wiesners Sieg in der Einzel-Kombiwertung. Bei den Frauen holte Stabsunteroffizier Tatjana Gustke die Silbermedaille. Mit der Erstplatzierten lag sie – was die Abweichung in Zentimetern anging – gleichauf. Laut Reglement muss in so einem Fall die Anzahl der „Nuller“ entscheiden. Gustke hatte eine Null weniger vorzuweisen und wurde damit Zweite.

Das Altenstadter Team II mit Leon Dieser, Nils Kammer, Tatjana Gustke und Elischa Weber.

Als „Sensation“ bezeichnete Kautzmann den Umstand, dass in der Mannschaftswertung das Team II (Hauptfeldwebel Elischa Weber, Dieser, Stabsunteroffizier Nils Kammer, Gustke) vor dem Team I lag – und damit Bronze gewann. Froh waren die Springer, dass „wir endlich wieder das Wettkampfgefühl in uns aufleben lassen konnten“. Vorbereitet hatten sich die Altenstadter unter anderem beim Training auf dem Fliegerhorst in Kaufbeuren.

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