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Als Erster im Ziel war Simon Henseleit beim Super League-Wettkampf der Junioren auf Jersey.

Triathlon

Simon Henseleit beendet eine starke Saison - die Aussichten sind gut

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Sein letztes Jahr bei den Junioren war für den Triathleten Simon Henseleit ein besonders erfolgreiches. Auch für die Zukunft ist der Steingadener bestens gewappnet.

Steingaden– „Wenn mir das vor zwei Jahren einer gesagt hätte, hätte ich nicht geglaubt, was ich in diesem Jahr für Erfolge feiern würde“, sagt Simon Henseleit. Der Triathlet aus Steingaden blickt auf eine sehr erfolgreiche Saison zurück, auch wenn das letzte Saisonrennen auf Malta im Zuge der Super League nicht nach seinen Vorstellungen lief – im Halbfinale war Schluss.

Wie berichtet, hatte sich Henseleit durch eine starke Leistung beim Junioren-Rennen auf Jersey für den Super League-Wettkampf der Elite dort qualifiziert und war prompt ins Finale eingezogen. Für das Saisonfinale auf Malta bekam er von den Veranstaltern eine Wildcard. „Das war ein hammer Erlebnis und eine super Woche“, berichtet der 19-Jährige. Durch seinen Auftritt in Jersey war er in den Fokus der Medien geraten und Hauptakteur einer kleinen Reportage – inklusive Interview auf Englisch. „Das war schon ein großer Schritt für mich, aber ich glaube, ich habe das gut gemacht.“

Henseleit stürzt, bleibt aber unverletzt

Im Wettkampf lief es dann allerdings weniger rund. Zwei kurze Triathlons (300 Meter Schwimmen, 4 Kilometer Radfahren und 1,6 Kilometer Laufen) mussten zweimal direkt hintereinander absolviert werden. Von 15 Startern qualifizierten sich fünf für das Finale, hinzu kamen aus beiden Halbfinals die nächsten fünf Schnellsten. Der Steingadener kam gut in den Wettkampf und lag nach dem Schwimmen auf Platz fünf. Auf der Radstrecke passierte ihm dann jedoch ein Missgeschick. Als der vor ihm fahrende Athlet einen Schlenker zur Seite machte, konnte Henseleit nicht mehr rechtzeitig ausweichen. Die Räder berührten sich und der 19-Jährige stürzte. „Es war meine Schuld“, sagt er. Er blieb zwar unverletzt, hatte aber den Anschluss an die Gruppe verloren, sodass er als Zehnter ausschied. 

An einem insgesamt positiven Saisonfazit änderte das aber nichts. „Von dem, was körperlich möglich war, konnte ich nicht viel mehr rausholen“, bilanziert Henseleit. Als Saisonhöhepunkt nennt er den Gewinn der deutschen Junioren-Meisterschaft. „Das war vielleicht nicht meine beste Performance, aber der Titel war ein Ziel, das ich über die vergangenen sechs Jahre verfolgt habe“, sagt er. „Dieses Jahr habe ich es geschafft.“

Im Winter warten auf Henseleit zahlreiche Trainingslager

Seine Zeit bei den Junioren ist nun vorbei. Er ist dafür schlichtweg zu alt. Im kommenden Jahr möchte er wieder an Wettkämpfen der Super League teilnehmen. „Das Format liegt mir“, sagt er. Für das „Hep-Team Neckarsulm“ startet er erneut in der Triathlon-Bundesliga. Sein Trainingsstützpunkt bleibt in Nürnberg. Da finde er optimale Trainingsbedingungen vor. Die Saisonvorbereitung beginnt für Henseleit im Dezember mit einem Trainingslager auf Fuerteventura. Es folgen Aufenthalte in Thailand, auf Mallorca und Ostern geht es in die Toskana.

„Für die Zukunft habe ich mich in eine optimale Position gebracht“, so der Triathlet. Henseleit ist im Perspektivkader für die Olympischen Spiele 2024. Außerdem wurde er in die Sportfördergruppe der Bundeswehr aufgenommen, wo er nun seine Grundausbildung absolviert. Allerdings weiß der 19-Jährige genau, dass bei den Junioren erfolgreich zu sein, nicht automatisch bedeutet, auch bei den Profis vorn dabei zu sein. Bis dahin müsse er noch „einige Trainingsstunden sammeln“.

Bei der EM in diesem Jahr holte Simon Henseleit mit seiner Schwester Franca Gold im Teamwettbewerb.

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