Herzogin Kate mit Wehen in Krankenhaus gebracht

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In Wartestellung: Der Schongauer Skirennfahrer Fritz Dopfer arbeitet an seinem Comeback. Wann er auf die Weltcup-Piste zurückkehrt, ist aber noch ungewiss.

Noch kein Comeback-Termin

Eineinhalb Millimeter bremsen Dopfer

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Fritz Dopfer kämpft nach seiner schweren Verletzung vor elf Monaten für sein Comeback auf der Rennstrecke. Auf seinem langen Weg zurück muss er jetzt noch eineinhalb Millimeter Carbon überwinden – und das Gefühl wiederfinden.

Schongau – Im November 2016 stürzte Skirennfahrer Fritz Dopfer bei einer Trainingsfahrt schwer, brach sich das Schien- und Wadenbein. Die Saison des Slalom-Vizeweltmeisters war beendet, bevor sie überhaupt richtig begonnen hatte. Knapp elf Monate ist das jetzt her. Dopfer steht längst wieder auf Skiern. Im September reiste der Schongauer mit dem DSV-Team ins Trainingslager nach Neuseeland. Zuletzt setzte er auf den Gletschern im Pitztal und im Mölltal seine Spuren in den Schnee.

Dopfer ist wieder da. Aber noch nicht zurück – zumindest nicht im Weltcup-Zirkus. Einen fixen Zeitpunkt für die Rückkehr auf die Rennstrecke gibt es nicht. Dopfer will keine Prognose abgeben, sagt nur: „Ich will auf dem Niveau einsteigen, auf dem ich aufgehört habe. Vielleicht sogar noch ein bisserl stärker sein.“ Momentan hat er dieses Wunsch-Niveau noch nicht erreicht. Wie weit er davon entfernt ist? Schwer zu sagen. Selbst für Dopfer. Zuletzt hat er mit seinen Weltcup-Kollegen Felix Neureuther und Stefan Luitz trainiert. Seine Erkenntnis: „Es fehlen noch ein paar Hausecken.“

Was Dopfer bremst, ist der lädierte linke Unterschenkel. Der Bruch ist gut verheilt, der Knochen stabil. Die Muskulatur ist wieder bei annähernd 100 Prozent. Geblieben sind die Schmerzen. Sie werden weniger. Aber sie sind da. Kleine Stiche im Schienbein, die höllisch wehtun, sobald die Belastung zu hoch wird.

Helfen soll nun eine Schiene: Eineinhalb Millimeter Carbon, die den kompletten Unterschenkel umschließen. Dopfer trägt sie an beiden Beinen. Links, um den Schmerz zu mindern. Rechts, um den Kopf zu beruhigen. „Würde ich sie nur an einem Bein tragen, hätte ich immer das Gefühl, links stimmt etwas nicht. Dann fehlt mir das Vertrauen in das Bein“, sagt er.

Die Schienen erfüllen ihren Zweck. Trägt sie der 30-Jährige beim Training, sind die Schmerzen verschwunden. Klingt gut. Ist es auch. Aber es gibt einen entscheidenden Nachteil: Dopfer spürt die Strecke nicht mehr so gut, wie er es gewohnt war. Dazu muss man wissen: Das Schienbein ist das wichtigste Fühlinstrument für Skifahrer. Sie verlassen sich darauf. Dort spüren sie, wie sie den Ski einsetzen müssen, wie der Schnee beschaffen ist, wann sie den Schwung setzen müssen. Die eineinhalb Millimeter Carbon zwischen seinem Schienbein und den Skischuhen sind ein gravierender Eingriff in diesem System. Mit der Schiene zu fahren, ist nun ungefähr so, als würde Tennis-Legende Roger Federer mit Handschuhen Tennis spielen müssen. Das Gefühl ist ein ganz anderes. Eines, an das sich Dopfer nun gewöhnen muss.

Der Schongauer steckt aktuell mitten in der Lernphase, hat „in jedem Training Aha-Erlebnisse“, wie er sagt. Bis die neuen „Gefühle“ aber komplett im Kopf abgespeichert, im Rennen automatisch abgerufen werden können – das erfordert Zeit. Und Geduld. Der Schongauer weiß das. Er wird sich die Zeit nehmen. Während seiner langen Auszeit hat er gelernt, dass sein Körper sein größtes Kapital ist. Deshalb wird er nichts überstürzen, warten, bis er komplett fit ist.

Bis dahin heißt es auch für alle anderen: Warten. Und hoffen, dass Dopfer bald nicht nur wieder da, sondern auch zurück ist.

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