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Simon Jocher auf der „Streif“ erstmals in den Punkten

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Von: Paul Hopp

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Skirennläufer Simon Jocher (SC Garmisch) bei der Weltcup-Abfahrt am 21. Januar 2022 in Kitzbühel.
Mit mehr als 130 km/h unterwegs: Simon Jocher (SC Garmisch) bei der Weltcup-Abfahrt am Freitag in Kitzbühel. © JOE KLAMAR / AFP

Die „Streif“ in Kitzbühel ist unter Skifahrern ein Mythos. Simon Jocher hat auf der berühmtesten Abfahrt der Welt nun erstmals Weltcup-Punkte geholt - obwohl am Start für ihn nicht alles glatt lief.

Kitzbühel – Unmittelbar bevor Simon Jocher mit der Startnummer 39 an der Reihe war, herrschte Tohuwabohu auf der „Streif“. Der US-Amerikaner Erik Arvidsson (Nummer 37) war nach der Hausbergkante gestürzt – glimpflich, wie sich herausstellte. Der ihm folgende Kanadier Jeffrey Read, der aufgrund des Startintervalls schon auf der Strecke war, wurde gestoppt. Die Fangzäune mussten erst repariert, dafür das Rennen unterbrochen werden. Alles Dinge, die einen Skirennläufer, der gerade im Starthaus steht, ziemlich nerven. Jocher ließ sich eher wenig beeindrucken. Er holte er bei der berühmtesten Abfahrt im Weltcup erstmals Punkte, und zwar zwei (29. Platz).

Simon Jocher mit hervorragenden ersten Zwischenzeiten

Der Schongauer legte auf der witterungsbedingt leicht verkürzten „Streif“ fulminant los. Bei der dritten von sieben Zwischenzeiten lag er nur 49 Hundertstel hinter dem Führenden und späterem Sieger Aleksander Aamodt Kilde (Norwegen) zurück – an dieser Stelle bedeutete das den siebtbesten Zwischenwert. Bis zum Hausberg war ein Top-Ergebnis möglich. Dann jedoch verlor der Schongauer sukzessive Zeit, der Zielhang hat es eben in sich. Im Ziel betrug der Abstand zum Gewinner 2,35 Sekunden, was den 25. Platz bedeutete.

Danach hieß es für den 25-Jährigen noch etwas zittern, weil weitere Fahrer mit hinteren Nummern schnell fuhren – allen voran der franzose Blaise Giezendanner, der zwei Positionen hinter Jocher ins Rennen gegangen war und sensationell auf den dritten Rang raste. Er hatte auch ein Zeitfenster erwischt, in dem die Sicht besser wurde. Doch am Ende stand fest: Simon Jocher war bei seinem zweiten Abfahrtsrennen auf der „Streif“ unter die Top-30 gefahren. Beim Debüt, im Januar 2021, hatte er den 36. Rang belegt. Im Super-G davor war er ausgeschieden.

Eine weitere Chance, in Kitzbühel zu punkten, hat der Athlet vom SC Garmisch an diesem Sonntag (11.30 Uhr). Dann steht ein zweites Abfahrtsrennen an.

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