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Eine Menge Schnee aufgewirbelt haben Alex Karl und Matthias Graf vom MSC Reichling. Sie belegten beim Nachtskijöring in der Klasse der „Bahnmaschinen“ den zweiten Platz.

Skijöring in Reichling

Viele Fans, viel Schnee, viel Action

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1000 Zuschauer, 60 Teams – und Unmengen an Schnee: Das Nachtskijöring des MSC Reichling war ein voller Erfolg. Auch sportlich. Den Lokalmatadoren gelangen zwei Klassensiege.

Reichling – Zum Wintersport gehört Schnee. Schwierig wird es, wenn es zu viel von der weißen Pracht gibt. Das bekamen auch die Veranstalter vom MSC Reichling zu spüren, die sich kurzfristig entschlossen hatten, ein Skijöring zu veranstalten. „Es könnte etwas weniger sein“, bekannte MSC-Chef Hubert Graf angesichts der Unmengen an Schnee, die vor und am Renntag gefallen waren.

Mit rund 60 Helfern schafften es die Motorsportler aber dennoch, auf dem vereinseigenen Gelände ein 400 Meter langes Renn-Oval zu präparieren, auf dem sich 60 Teams aus dem ganzen Oberland um die besten Platzierungen duellierten. „Wir hatten ein paar Absagen, weil Teilnehmer aus Schliersee wegen der Witterungsverhältnisse nicht anreisen konnten“, so MSC-Vize Thomas Schelle.

Auch die An- und Abreise der Zuschauer gestaltete sich als nicht ganz einfach. Auf der zum Parkplatz umfunktionierten Wiese gab es teilweise nur mit tatkräftiger Unterstützung der Feuerwehr ein Fortkommen.

Flott unterwegs waren auch die Lokalmatadoren Nico Wohner und Michael Strauß.

Von derlei Problemen und dem stürmischen Schneegestöber am Rennabend ließen sich die Motorsportfans aber nicht aufhalten. Rund 1000 Zuschauer bevölkerten das Gelände, um das Spektakel zu verfolgen. „Es ist unglaublich, dass trotz dieses Wetters, so viele gekommen sind“, freute sich Schelle, nachdem es im vergangenes Jahr mangels Schnee kein Skijöring beim MSC gegeben hatte.

Das kurzfristig anberaumte Nachtrennen war gleichzeitig die Auftaktveranstaltung des Zugspitz-Lech-Pokals, zu dem auch die für Sonntag geplante Veranstaltung in Steingaden gezählt hätte. Aufgrund der Schneemassen mussten die Steingadener ihr Rennen aber absagen. „Wir hatten dagegen fast perfekte Bedingungen“, urteilte Schelle.

Viel Schnee und Action beim Skijöring in Reichling

Probleme bereitete lediglich der nicht richtig durchgefrorene Boden. Das Schneegeläuf war so bereits nach wenigen Rennen, die jeweils über drei Runden gingen, sehr tief. Dadurch kam der Bahndienst öfter als geplant zum Einsatz, was zu ungeplanten Unterbrechungen führte. Das Programm für die sieben verschiedenen Klassen musste deshalb etwas gestrafft werden. Statt drei gab es nur zwei Vorläufe, in denen die Platzierungen mit Punkte belohnt wurden. Die Punktbesten qualifizierten sich danach für die beiden Finals.

Auf dem Oval lieferten sich die Teams hart umkämpfte Duelle, bei dem weder Personal noch Material geschont wurden. Da ging schon mal ein Auspuff verloren oder die Halterung für das Seil des Skifahrers brach. Auch zahlreiche Stürze waren zu verzeichnen. „Die gingen aber glimpflich aus“, sagte Schelle. „Das ist schon eine Leistung da rum zu fahren“, lobte Alex Graf, der für seinen erkrankten Vater Reinhold als Streckensprecher einsprang, die unerschrockenen Teilnehmer.

Abflug in den Schnee: Auf dem Oval in Reichling ging es ordentlich zur Sache, Alle Stürze endeten aber glimpflich.

Die heimischen Starter vom MSC, wussten in ihrem „Wohnzimmer“, so Graf, mit zahlreichen guten Platzierungen auch zu überzeugen. Bei den Bahnmaschinen siegten Thomas Streif und Roman Gindhart vor ihren Teamkollegen Alex Karl und Matthias Graf. Die Plätze drei und vier in dieser Klasse gingen ebenfalls an MSC-Gespanne. Bei den Seitenwagen ohne Antrieb landete das Reichlinger Trio Michael Ronowski, Roman Gindhard und Stefan Ronowski auf den ersten Platz. Gindhard sicherte sich zudem in der Klasse 4 (über 250 ccm) hinter dem Motorrad von Thomas Streif auch noch den zweiten Platz.

Mehr Bilder vom Skijöring gibt’s im Internet.

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