+
Finales Duell in der Klasse b 6: Die einheimischen Willi Linder/Helmut Settele/Stefan Steiner (rechts) gewannen vor Reichlings Michael Ronowski/Roman Gindhart/Stefan Ronowski.

Skijöring in Steingaden

Rekordzahlen und ein Heimsieg

76 Starter, 1000 Zuschauer – und fast perfekte Bedingungen: Beim Skijöring in Steingaden ging ordentlich die Post ab.

VON DIETMAR FRIEBEL

Steingaden – Der Motorsportclub in Steingaden schreibt wieder einmal Rekorde. Bis zu 60 Teilnehmer werden normalerweise bei den Skijöring-Rennen um den Lech-Zugspitzpokal erwartet. Beim zweiten Lauf in Steingaden wurde diese Zahl locker übertroffen. 76 Teams reisten an. Das freute natürlich MSC-Chef Peter Oleschko, der mit seinen vier Dutzend Helfern trotz des Zuspruchs für einen reibungslosen Ablauf sorgte. Das galt auch fürs fleißige Küchenpersonal, das die rund 1000 Besucher versorgte.

Die Steingadener waren gut beraten, wegen der massigen Schneefälle eine Woche vorher die Veranstaltung zu verschieben. „Am regulären Termin hätten wir kein Fahrerlager gehabt, keine Parkplätze, und der Rundkurs hätte nicht den Anforderungen eine Skijörings genügt“, gab Oleschko zu bedenken und freute sich, dass alles perfekt geklappt hat. „Es ist super gelaufen“, schwärmte er, „obwohl viel mehr Teilnehmer gekommen sind, als wir gedacht haben.“

Dass der Zeitablauf funktionierte, dafür hatte er eine Erklärung: „Wir haben bei den Vorstarts aufs Tempo gedrückt, so dass wir noch bei Tageslicht fertig geworden sind und alsbald zur Siegerehrung schreiten konnten.“

Aufs Tempo drückten auch die teilnehmenden Fahrzeugteams, unter anderem die heimischen Vertreter. In der Klasse 2 bis 250 ccm bis 18 Jahre belegten Thomas Nuscheler/Tobias Salcher und Adrian Sepp/Marco Graf vom MSC Reichling die Plätze vier und sieben. Gerhard Sturm/Andreas Sturm vom MSC Reichling wurden in der Klasse 3 bis 250 ccm über 18 Jahre Siebte, ihre Vereinskollegen Stefan Hirmer/Alexander Diebel wurden 13.

Die besten Bilder vom Skijöring in Steingaden

Doppelstarter Gerhard Sturm/Andreas Sturm setzten sich in der starkbesetzten Klasse 4 über 250 ccm durch. Thomas Streif/Roman Gindhart vom MSC Reichling wurden noch Fünfte. 16. Maximilian Grauer/Ulrich Wohlfart und Dominik Stifter/Thomas Pfanzelt (beide MC Burggen), Platz 24 teilten sich Christoph Neuner/Dominikus Schleich (Rottenbuch) und Max Straßer/Andi Häußerer (MC Burggen).

Markus Gilgenrainer/Leo Seiler (Team Brauneck) siegten in der rasanten Bahnmaschinen-Klasse. Dahinter folgten die Reichlinger Thomas Streif/Roman Gindhart, Günther Hartner/Nico Wohner, Alexander Karl/Matthias Graf und Armin Graf/Mathias Spanner. 6. Maximilian Mielke/Philipp Martetschläger, 7. Matthias Rehm/Thomas Rehm (beide MSC Roßhaupten).

Ein Roßhauptener war überlegener Triumphator in der Klasse Seitenwagen mit Seitenwagenantrieb. Albert Zündt fuhr mit Roman Gindhart und Thomas Streif seine ganze Erfahrung aus jahrzehntelangen Einsätzen aus und siegte souverän. Gefolgt von sechs Teams aus Schliersee. 8. Alois Martetschläger/Philipp Martetschläger/K.-H. Puchele (MSC Roßhaupten), 9. Stefan Brandhofer/Peter Oleschko/Patrick Lepnik (MSC Steingaden).

Zum Abschluss feierten die Steingadener noch einen Heimsieg. Routinier Willi Linder/Helmut Settele/Stefan Steiner gewannen das Finale der Klasse 6 b Seitenwagen ohne Seitenwagenantrieb vor Michael Ronowski/Roman Gindhart/Stefan Ronowski vom MSC Reichling. Für die war es freilich ärgerlich. Denn alle Vorläufe hatte das Ronowski-Team sicher gewonnen. Doch als es darauf ankam, kam das Trio an Willi Linder, der auf dem Rundkurs all seine Erfahrung einsetzte, nicht vorbei. 3. Gernot Galle/Thomas Rehm/Manuela Koller (MSC Roßhaupten), 4. Daniel Köpf/Peter Oleschko/Georg Sedlmeier (MSC Steingaden), 6. Karl-Heinz Puchele/Philipp Martetschläger/Alois Martetschläger (MSC Roßhaupten).

Nach sechs Stunden beinhartem Motorsport auf dem Pfaffenwinkel-Oval, bei fast besten Bedingungen, bat Peter Oleschko im vereinseigenen Festzelt zur Siegerehrung und bedankte sich bei allen Helfern. Auch bei der heimische Feuerwehr und dem Roten Kreuz, das um einen Einsatz nicht herum kam. Nachdem sich ein Seitenwagen überschlagen hatte, wurde der Fahrer ins Schongauer Krankenhaus gefahren. Konnte nach einer Untersuchung aber sofort wieder entlassen werden. Auch die Verletzung eines weiteren Teilnehmers erwies sich nicht als schwerwiegend.

Nächste Station im Lech-Zugspitzpokal ist jetzt am kommenden Wochenende in Schliersee. Während die Steingadener am 3. Februar zum IAAP-Einsatz auf ihren Pfaffenwinkel-Rundkurs einladen. Der viele Schnee-Einsatz Wochen vor der Veranstaltung sollte sich also noch lohnen, auch wenn es heuer kein Internationales Eisspeedway gibt.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kein Heimvorteil beim Heimweltcup - Altenstadter Fallschirmspringer trotzdem top
Die Altenstadter Fallschirmspringer haben beim Weltcup in Herzogsägmühle triumphiert. Im letzten Durchgang war der Sieg allerdings in Gefahr.
Kein Heimvorteil beim Heimweltcup - Altenstadter Fallschirmspringer trotzdem top
Schongau-Triathlon: Streckenrekord, Stürze und ein Titel fürs Tri-Team
Sie schwammen durch den Lech, radelten durch die Umgebung, liefen durch die Altstadt: Triathleten bevölkerten am Sonntag Schongau. Vorn dabei:Lokalmatadoren.
Schongau-Triathlon: Streckenrekord, Stürze und ein Titel fürs Tri-Team
Der Schongau-Triathlon - ein ganz besonderer Wettbewerb
Beim Schongau-Triathlon stehen nicht nur die Sportler im Mittelpunkt. Auch an die Zuschauer ist gedacht – sie können in der Innenstadt die Rennen verfolgen. Am Sonntag, …
Der Schongau-Triathlon - ein ganz besonderer Wettbewerb
Weltcup: Fallschirmspringer landen in Herzogsägmühle - ihr Ziel ist zwei Zentimeter groß
Die Elite der Fallschirm-Zielspringer kommt nach Herzogsägmühle. Neben den Sportlern lässt sich auch Veranstalter Gerhard Wagner aus 1000 Metern Höhe fallen.
Weltcup: Fallschirmspringer landen in Herzogsägmühle - ihr Ziel ist zwei Zentimeter groß

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion