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Die größten Skandalspiele

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Weilheim-Schongau - Es ist endlich soweit: Die Fußball-WM in Brasilien hat begonnen, und ganz Deutschland fiebert mit der Nationalmannschaft mit. Damit Sie mitreden können und nicht im Abseits stehen, machen wir Sie fit für die WM. Die 10. und letzte Folge: Die größten Skandalspiele.

Die Schlacht von Santiago...

...1962 zwischen Gastgeber Chile und Italien ist das brutalste WM-Spiel aller Zeiten. Angefacht von einem italienischen Medienbericht, der das zwei Jahre zuvor von einem Erdbeben heimgesuchte Land angeblich als „von Armut geplagte Müllkippe voller leichter Mädchen“ beschreibt, geht es in der Partie ordentlich zur Sache. Es hagelt Schläge, Tritte und verbale Entgleisungen. Endstand: 2:0 für Chile. Im Nachgang des Spiels entscheidet sich die FIFA für die Einführung von gelben und roten Karten, die erstmals bei der WM 1970 zum Einsatz kommen.

Der Platzsturm des kuwaitischen Scheichs:

1982 erzielt Frankreich im Spiel gegen Kuwait das 4:1. Scheich Fahid al-Ahmad al-Sabah, Präsident von Kuwaits Fussballverband, stürmt aufs Spielfeld, diskutiert minutenlang mit dem Schiri, droht mit Spielabbruch. Das Unfassbare geschieht: Schiedsrichter Miroslav Stupar gibt nach und annulliert das Tor. Frankreich gewinnt trotzdem mit 4:1.

Die Schande von Gijon:

Das Vorrundenspiel zwischen Deutschland und Österreich 1982. Nach dem 1:0 für die Deutschen in der 10. Minute schließen die Mannschaften eine Art Nichtangriffspakt, da beiden dieses Resultat zum Erreichen der Zwischenrunde genügt. Leidtragende der Farce sind die Algerier, die wegen des schlechteren Torverhältnisses ausscheiden.

Die Hölle von Göteborg:

Für die Deutschen ist es ein Skandal. 3:1 hat Gastgeber Schweden Weltmeister Deutschland bei der WM 1958 im Halbfinale geschlagen. Soweit, so gut. Doch das Verhalten der Zuschauer sorgt für Entsetzen. Die Schweden haben es gewagt, ihre Mannschaft über neunzig Minuten zum Sieg zu schreien, angeleitet von enthusiastischen Vorsängern am Spielfeldrand. Zu dieser Zeit – zumindest in Deutschland – undenkbar. Schon während des Spiels kommt es im und um das Stadion zu Handgreiflichkeiten zwischen den Fanlagern. Später werden Urlauber in beiden Ländern in der Öffentlichkeit angepöbelt, der Kleinkrieg nimmt anschließend abstruse Züge an. So finden sich vor einigen deutschen Bars Schilder mit der Aufschrift „Schweden unerwünscht“. Ende der Serie

tf

Alle Teile der Serie finden Sie hier

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