1. Startseite
  2. Sport
  3. Lokalsport
  4. Schongau

Kleider machen Fußballer

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Thomas Fritzmeier

Kommentare

null

Weilheim-Schongau - Es ist endlich soweit: Die Fußball-WM in Brasilien hat begonnen, und ganz Deutschland fiebert mit der Nationalmannschaft mit. Damit Sie mitreden können und nicht im Abseits stehen, machen wir Sie fit für die WM. Folge 3: Kleider machen Leute.

Sie wollten ärmellos auf den Rasen, wie Basketballspieler. Doch die Fifa war dagegen. Die Nationalmannschaft von Kamerun musste bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2002 in Asien auf ihre ärmellosen Trikots verzichten. Die Mannschaft ließ sich schwarze Ärmelchen aus Netzstoff annähen. Die waren wegen des dunklen Teints der Spieler kaum zu sehen, die Fifa war aber zufrieden. In den Vorschriften heißt es nämlich, Fußballer müssen Hemden bzw. Jerseys tragen. Und ein Hemd sei ein Kleidungsstück mit Ärmeln. Diese Regel wird trotz brasilianischer Hitze nicht gelockert. Hose, Schienbeinschützer, Strümpfe und Schuhwerk sind außerdem Must-haves – das ist klar.

Arjen Robbens lange graue Unterhose zum roten Fußball-Dress ging dagegen gar nicht. Sie war nicht nur ein Fall für die Mode-Polizei, das Beinkleid verstieß auch gegen die Regeln: Thermounterwäsche, die an Ärmeln oder Beinen herausblitzt, muss die gleiche Farbe haben wie Trikot bzw. Hose. In Brasilien braucht die extrawarmen Shorts aber wahrscheinlich eh keiner.

Selbe Farbregelung gilt übrigens auch für das Tape an Strümpfen. Ohrring, Kette oder Ehering – Abkleben reicht nicht aus, Schmuck ist nicht erlaubt. Der Raum für optische Individualität ist auf dem Fußballplatz also sehr begrenzt. Vielleicht lassen sich die Fußballprofis von heute deshalb so gerne tätowieren?

Hier finden Sie alle Folgen im Überblick

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,
wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.
Die Redaktion