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Schnell im Tiefschnee: Josef Schallameier aus Reichling auf einem Archivbild.

Snowboarder Schallameier beim „Pitztal Wild Face“ vorn dabei

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Josef Schallameier startete zum zweiten Mal beim „Pitztal Wild Face“. Dem Snowboarder gelang eine gute Platzierung. Aber er hatte sich mehr erhofft.

Reichling/Pitztal – Das Wetter spielte mit. Ein paar Tage vor dem „Pitztal Wild Face“ hatte es noch einmal geschneit. Am Renntag selbst schien die Sonne. Die Bedingungen für das Rennen im freien Gelände am Pitztaler Gletscher, das zum elften Mal ausgetragen wurde, waren sehr gut. Mit großen Ambitionen war der Reichlinger Josef Schallameier angetreten. Bei seiner ersten Teilnahme vergangenes Jahr war der Snowboarder direkt auf dem Podest gelandet. Den dritten Platz wollte er heuer toppen, doch daraus wurde nichts. Mit der fünftbesten Zeit kam der 28-Jährige ins Ziel.

Josef Schallameier

„Es hätte besser laufen können“, sagt Schallameier etwas zerknirscht. Doch dann schränkt er ein: „Mit meiner Verletzung war ein routinemäßiges Training in der Vorbereitung nicht möglich. Von daher passt es schon.“ Bei einem Sturz hatte sich Schallameier vor ein paar Wochen an der Schulter verletzt. „Beim Rennen hatte ich das im Hinterkopf“, berichtet er. Schmerzen hat der Reichlinger auch heute noch.

Der Reichlinger wird bester Deutscher

Dass er dennoch bester Deutscher war, spricht für ihn. 7:30,16 Minuten brauchte Schallameier für die 4,6 Kilometer lange Strecke (1510 Höhenmeter). Damit war er 40 Sekunden schneller als im vergangenen Jahr. Einerseits lag das an den guten Bedingungen, andererseits profitierte Schallameier von den Erfahrungen, die er 2019 gesammelt hatte. Mit einer Sache haderte er im Nachhinein aber doch: Der Reichlinger hatte sich für ein auf Tiefschnee ausgerichtetes Snowboard entschieden. Da das letzte Streckendrittel aber bereits ziemlich vereist und hart war, verlor er hier wertvolle Sekunden. Außerdem stürzte der selbstständige Installateur und Heizungsbau-Meister zwei Mal. „Das war ein wesentlicher Faktor“, bilanziert er. Einen Trost gab es für Schallameier: Aufs Treppchen durfte er trotzdem, denn das wurde auf die ersten Fünf erweitert.

Den Sieg sicherte sich wie schon im Vorjahr und fast schon erwartungsgemäß der Topfavorit. Der Belgier Koen Goris legte die Strecke in 6:30,76 Minuten zurück. Damit distanzierte er den Neuling Freddie Walker aus Großbritannien auf Platz zwei um 40 Sekunden.

Nun ist erstmal Pause angesagt

Gezwungenermaßen steht für Schallameier und seine Snowboardkollegen aufgrund der Folgen des Coronavirus jetzt erst einmal eine Pause an. „Die Saison ist so gut wie gelaufen“, sagt Schallameier. Ganz aufgegeben hat er die Hoffnung auf Schnee unter den Füßen aber noch nicht. „Falls Ende April wieder alle Sperrungen aufgehoben werden, möchte ich mit meinem Splitboard noch ein paar Touren gehen.“

Ansonsten wird der Reichlinger so schnell wie möglich mit seinem Mountainbike unterwegs sein. „Die Oberschenkel müssen auf Trab gehalten werden“, sagt er. Zum Schutz bei Stürzen sei auch die Oberkörpermuskulatur im Training nicht zu vernachlässigen. Sein Blick geht außerdem schon auf den nächsten Winter. Topfit möchte er dann wieder angreifen und so viele Rennen der World-Tour wie möglich fahren. Wettkämpfe werden von Japan bis Kanada und in ganz Europa ausgetragen. „Mal schauen, was sich ergibt“, sagt Schallameier. Sein Motto bis dahin – auch ohne Snowboard unter den Füßen – ist klar: „Gas geben.“

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Platz sechs belegte der EC Peiting heuer in der Eishockey-Oberliga. Trainer Sebastian Buchwieser sagt trotzdem: Sein Team war besser als in der Meister-Saison.

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