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Weilheim schlägt Schongau

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Die WM-Allstars haben das erste Spiel des Jahres gewonnen. © Hans-Helmut Herold

Weilheim-Schongau - Die WM-Allstars besiegen die SN-Allstars beim Spiel des Jahres klar, holen sich den Henkelpott. Die Schongauer hadern mit der Chancenverwertung und schicken eine Kampfansage in Richtung Weilheim.

Kurz nach Mitternacht im Peitinger Cafè Central: Josef Noder sitzt mit seinen Mannschaftskollegen der Schongau Allstars bei halbvollem Glas am eckigen Tisch und schmiedet Pläne. „Minus 364 Tage, und der Rasen wird brennen“, tönt es immer wieder aus dem Munde des Toptorjägers. Er möchte unbedingt eine Revanche, die 0:4-Schlappe beim Spiel des Jahres gegen die Weilheimer Allstars sitzt tief.

Gut fünf Stunden vorher: Die Tribüne im Peitinger Birkenried-Stadion ist bereits vor Anpfiff prall gefüllt, insgesamt 643 Zuschauern sind gekommen. Die Cheerleader „Starlights“ aus Landsberg wirbeln zwischen Rasen und Sprecherkabine spektakulär durch die Luft, formieren sich zu einem Spalier. Zeit, die Spieler aufs Feld zu bitten. Moderator Tobias Gmach stellt jeden Akteur einzeln vor, sein Kollege Matthias Wannek spielt derweil die Hymne der Champions League ein – Gänsehautfeeling pur! Kurz darauf eröffnet das Schiedsrichter-Gespann um Rudi Kögel den Showdown um die Fußball-Krone im Landkreis.

Die Schongauer Auswahl geht gleich couragiert zu Werke. Das erste Tor fällt aber auf der anderen Seite. Aus dem Nichts nutzt Bernhard Pongratz (SSV Marnbach-Deutenhausen) die erste Chance der Weilheimer, schließt eiskalt zur 1:0-Führung (8.) ab. Die Partie ist jetzt ausgeglichen. Mit Lattenknaller, Seitfallzieher und Beinschuss bieten die Männer auf beiden Seiten jede Menge Schmankerl. Ein weiteres folgt von Christian Wiedenhofer (ASV Antdorf), der mit einem gefühlvollen Schlenzer aus gut 16 Metern auf 2:0 (34.) erhöht.

Nachdem Alexander Lindauer (TSV Bernbeuren) im Gegenzug die Latte trifft und Manuel Seifert (Denklingen) einen strammen Weitschuss von Martin Plonner (ASV Eberfing) entschärft, pfeift Kögel zur Halbzeitpause. „Es läuft gut für uns, aber der Gegner ist stärker als das Ergebnis aussagt, wir müssen aufpassen und noch offensiver spielen“, so ein schnelles Zwischenfazit von Weilheims Trainer Martin Wagner (ASV Habach), ehe er in der Kabine verschwindet – und einen weiteren Höhepunkt des Abends verpasst.

Bubble-Soccer, das Moderator Gmach mit den Worten „körperlos körperbetont“ beschreibt. Furchtlos rempeln sich die Freiwilligen in ihren Gummiblasen über den Haufen. Dass dabei vier Tore fallen, sich keiner verletzt – eine Kunst, die von den Zuschauern mit Begeisterung verfolgt wird.

Szenenapplaus gibt’s auch direkt nach Wiederanpfiff (49.), als Weilheims Plonner sich in Gerd-Müller-Manier um sich und seinen Gegenspieler dreht, den Ball mit viel Gefühl in den Winkel schlenzt – ein Traumtor, dieses 3:0! Und die Vorentscheidung. Denn obwohl die Schongauer bis zum Schluss nach vorne spielen, der Ehrentreffer möchte ihnen einfach nicht gelingen.

Stattdessen markieren die Weilheimer wiederum durch Pongratz den Endstand zum 4:0 (87.). „Wir hätten noch zwei Stunden spielen können und kein Tor erzielt“, sagt Schongaus Trainer Daniel Hindelang (TSV Steingaden), der nach Abpfiff neidlos die Kaltschnäuzigkeit der Weilheimer anerkennt.

Johannes Schelle

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