Sie freuten sich, dass sie mal wieder an einer Startlinie stehen konnten: (v.l.) Markus Strauss (Post SV Weilheim), Marianne und Peter Grünebach (Team Erdinger Alkoholfrei), Martin Tuffentsammer, Birgit und Lothar Kirsch sowie Michael Frech (alle vom Post SV Weilheim) nahmen am Eibsee-Herbstlauf teil.
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Sie freuten sich, dass sie mal wieder an einer Startlinie stehen konnten: (v.l.) Markus Strauss (Post SV Weilheim), Marianne und Peter Grünebach (Team Erdinger Alkoholfrei), Martin Tuffentsammer, Birgit und Lothar Kirsch sowie Michael Frech (alle vom Post SV Weilheim) nahmen am Eibsee-Herbstlauf teil.

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Eibsee-Herbstlauf mit rund 170 Startern – Klassensieg für Jacqueline Brans, Josef Streicher Zweiter

  • Paul Hopp
    vonPaul Hopp
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Einer der wenigen Lauf-Wettbewerbe in diesem Herbst war der Eibseelauf. Dabei starteten auch einige Athleten aus dem Landkreis.

Grainau – Für Peter Grünebach ist die Sache klar: Der Eibsee-Herbstlauf ist „der schönste Lauf in der Region“. Und deswegen war der Pollinger glücklich darüber, dass die 39. Auflage trotz der Corona-Pandemie ausgetragen wurde. Auch zahlreiche weitere Sportler aus dem Landkreis nahmen an dem Klassiker teil – und zeigten beachtliche Leistungen.

Dass der Crosslauf stattfinden konnte, lag vor allem an der Hartnäckigkeit von Wolfgang Plümpe. Der mittlerweile 80-jährige Organisator aus Garmisch-Partenkirchen, in der Szene als Original bekannt, wollte partout nicht vor dem Coronavirus kapitulieren. Den Osterfelder-Berglauf Ende Juni hatte Plümpe heuer wegen der Pandemie absagen müssen. Für den Eibsee-Herbstlauf setzte er alle Hebel in Bewegung, erarbeitete er ein Hygiene-Konzept (Starts in Fünfer-Gruppen, keine Siegerehrung etc.), das von den Behörden genehmigt wurde. Die Läufer-Gemeinde dankte es mit einer regen Beteiligung: Rund 170 Frauen und Männer kamen, um von Grainau aus die 12,2 Kilometer samt 370 Höhenmeter hinauf zum Eibsee-Pavillon in Angriff zu nehmen.

Jacqueline Brans aus Wildsteig (Archivbild)

Über einen Klassensieg freute sich Jacqueline Brans aus Wildsteig: Mit der Zeit von 1:04:08 Stunden war sie die Schnellste in der Altersklasse W45. Brans war „sehr zufrieden“. Im Vergleich zum vergangenen Jahr sei sie nur rund 30 Sekunden langsamer gewesen. Beim Hörnle-Berglauf einige Wochen davor hatte Brans arg zu kämpfen gehabt. „Deshalb habe ich mir beim Eibseelauf nix erwartet“, berichtete die Wildsteigerin. Brans, die vor allem Triathlon betreibt, hatte während der Corona-Zeit ihr Training umgestellt – weg von intensiven Einheiten hin zu „mehr nach Lust und Laune“. Auf dem Programm standen auch die Berge und Fitnesskurse. Dinge also, für die in einem gewöhnlichen Jahr keine Zeit wären. „Spontan und aus Gaudi“ nahm Brans beim ersten „King of Alpsee“-Schwimmen in Immenstadt teil. Die 2,8 Kilometer durch den Großen Alpsee schaffte sie in (selbst gestoppten) 56 Minuten. Die Zeitnahme der Veranstalter funktionierte nicht. Brans nahm es locker: „Keine tolle Zeit, aber mitgemacht“, so lautete ihr Fazit.

Für einen besonderen Auftritt beim Herbstlauf sorgte Marianne Grünebach (Team Erdinger Alkoholfrei). Die 66-jährige Pollingerin belegte mit 1:25:55 Stunden in ihrer Klasse hinter der gleichaltrigen Berglauf-Koryphäe Rosi Bayer (1:11:17) den zweiten Platz. Anschließend ließ es sich die Triathletin nicht nehmen, ein Bad im frischen Eibsee zu nehmen. Ehemann Peter (mit 1:12:32 Stunden Dritter in der M70) und Teamkollegin Claudia Bregulla-Linke (mit 1:11:44 Dritte in der W50) taten es ihr gleich. Er sei sich sicher gewesen, Eisschollen berührt zu haben, berichtete Peter Grünebach ironisch.

Als schnellster Läufer aus dem Landkreis tat sich Josef Streicher hervor. Der Athlet vom TSV Peißenberg überquerte nach gerade einmal 53:10 Minuten die Ziellinie. Besser in der M50-Klasse war lediglich Klaus Mannweiler (49:49), der in Bayern zu den besten Läufern seiner Altersklasse zählt. Den Bronzerang bei Athleten über 50 Jahren holte Heinz Schilcher (DAV Peiting), der mit 55:19 Minuten eine starke Leistung gezeigt hatte. Ebenfalls unter die Top Drei lief Klaus Müller (M45) vom TSV Weilheim; er kam nach 55:44 Minuten am Eibsee-Pavillon an.

Jeweils auf Platz vier liefen Markus Strauß (M45/56:50) vom Post SV Weilheim und Karl Bartl (M55/1:03:27) aus Wilzhofen. Deutlich unter einer Stunde blieb Martin Tuffentsammer (Post SV Weilheim) mit 57:18 Minuten. In der M35-Klasse, der auch Tagessieger Martin Pfühler (44:23) angehörte, bedeutete das Rang acht. Schnellste Frau des Tages war Marina Rappold (52:47/LG Telis Finanz Regensburg).

Angeboten wurde auch ein Nordic Walking. Dort belegte Wolfgang Reichl (Post SV Weilheim) mit der Zeit von 1:30:32 Stunden den zweiten Platz.

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