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Peitinger siegen in Bundesliga: „Ein Riesenerfolg für uns“

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Von: Paul Hopp

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Die Peitinger (in Schwarz, v.l.) Mathias Adler, Thomas Baumgartner, Martin Baumgartner, Christopher Schwaiger und Michael Lindner mit dem Siegespokal.
Da ist das Ding: Die Peitinger (in Schwarz, v.l.) Mathias Adler, Thomas Baumgartner, Martin Baumgartner, Christopher Schwaiger und Michael Lindner mit dem Siegespokal. © M. Sigl/Regiopictures

Sie waren immer nah dran, doch geklappt hat es mit dem Bundesliga-Titel für die Peitinger Stockschützen bis dato noch nicht. Beim jüngsten Final-Four waren die Peitinger aber nicht aufzuhalten. Doch auf die ausgiebige Jubelfeier verzichteten die glorreichen Sieger.

Peiting/Passau – Die Freude bei Michael Lindner und seinen Kollegen vom TSV Peiting war riesig. Doch auf die ausgiebige Jubelfeier verzichteten die glorreichen Sieger. Das Final-Four-Turnier um den Meistertitel in der 1. Bundesliga hatte die Truppe ziemlich geschlaucht. „Es waren vier Stunden Nervenschlacht“, berichtete Lindner. „Ich brauche nach so etwas nicht mehr viel.“

Auch den Mitstreitern war eher an einer schnellen Heimreise gelegen. Klar ist aber auch: „Die Party ist nur verschoben“, sagt der 23-jährige Physik-Student. Denn das Männer-Team des TSV Peiting hatte in der Besetzung mit Lindner, Mathias Adler, Thomas und Martin Baumgartner sowie Christopher Schwaiger etwas Besonderes geschafft.

Im Halbfinale Sieg gegen Dauerrivale EC Passau-Neustift

Zum ersten Mal, seit die Bundesliga Süd, die stärkste Staffel in Deutschland, im speziellen Format mit Vorrunde und anschließenden K.o.-Spielen über die Bühne geht, hat sich der TSV Peiting den Titel geholt. „Das ist ein Riesenerfolg für uns“, betont Lindner. Gern hätte das Team aus dem Pfaffenwinkel schon in den Jahren davor (2020 fiel der Wettbewerb wegen Corona aus) gewonnen. Doch irgendwie wollte es nicht klappen. „Das letzte bisschen Konsequenz hat gefehlt“, sagt Lindner. Diesmal waren die Peitinger nicht zu stoppen. Das galt nicht nur für das Final-Four-Turnier, sondern für die ganze Saison. Auf dem Weg bis in die Endrunde hatten die Peitinger lediglich ein Vorrundenspiel verloren – die Niederlage war letztlich bedeutungslos. Besser war nur der EC Lampoding, der sich einmal mit einem Unentschieden begnügen hatte müssen.

Beim Final-Four-Turnier ging es im Halbfinale gegen den Serienmeister EC Passau-Neustift. Die Gastgeber hatten sich schon oft als Stolperstein für die Peitinger erwiesen. „Gegen Passau ist es nie leicht“, so Lindner. Allerdings seien die Gastgeber nicht mehr ganz so gut aufgestellt gewesen wie ehedem. Die anfängliche Nervosität „war schnell weg“, berichtete der Peitinger. Mit 2:0 (15:11/14:10) setzten sich die Oberbayern durch, wobei es in beiden Durchgängen immer bis zur sechsten Kehre ging.

Hochkonzentriert: Michael Lindner im Finale gegen Hartpenning.
Hochkonzentriert: Michael Lindner vom TSV Peiting im Finale gegen Hartpenning. © M. Sigl/regiopictures

Im Finale trafen die Peitinger auf den TSV Hartpenning, der den Ausnahmespieler Stefan Zellermayer in seinen Reihen hat. Dennoch waren die Pfaffenwinkler optimistisch, denn das Final-Four wurde in der kleineren Stocksport-Halle in Neustift ausgetragen. Der Boden dort besteht aus Asphalt – ein Untergrund, den die Peitinger und auch ihre österreichischen Mitspieler (Adler, Schwaiger) von ihren Anlagen zu Hause gut kennen. Die Hartpenninger trainieren daheim hingegen Pflasterbahnen. Der Belag „ist uns zugute gekommen“, sagte Lindner.

Peiting gewann die ersten zwei Durchgänge (14:10/13:11). Danach wechselten die Hartpenninger und holten sich prompt den dritten Durchgang (9:8). Dadurch ließen sich die Peitinger aber nicht beirren. Im vierten Durchgang „spielten wir fast fehlerlos“, berichtete Lindner. In der vierten Kehre trumpfte der TSV mit einer Sieben auf, mit 13:9 machte das Team den Sieg perfekt.

Michael Lindner hat sowohl im Team als auch im Einzel schon diverse Titel, auch bei internationalen Meisterschaften, gesammelt. Zuletzt gewann er bei der WM 2020 in Regen mit dem deutschen U23-Nationalteam Gold im Mannschaftsspiel. Der Erfolg jetzt in der Bundesliga gelang nun in der Herren-Klasse. „Das hat schon einen anderen Stellenwert“, betont er. Eine Präferenz für Eis oder Sommerbahnen hat er nicht: „Das ist mir tatsächlich egal.“ Wenn sich die Sommer-Saison dem Ende entgegen neigt, freut er sich auf das Stockschießen auf Eis. Im Frühjahr ist es umgekehrt, dann fiebert er dem Spiel auf den Sommerbahnen entgegen. Bevor es aufs Eis geht, steht aber noch ein wichtiges Turnier an: die deutsche Meisterschaft am 18. September in Straßkirchen. Dort geht es auch gegen Vereine aus den anderen Regionen. Die Peitinger sind „Mitfavorit“, so Lindner. Der Belag am Spielort „ähnelt dem in Passau“ – gute Voraussetzungen für einen weiteren Titel. 2019 wurden die Peitinger Dritter.

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