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Objekt der Begierde: Auf den Sieger der Stocksport-Champions-League, der am Samstag in Lampoding ermittelt wird, wartet ein Henkelpott. Das Foto entstand vergangenes Jahr beim Finalturnier in Peiting.

Stocksport

TSV Peiting will diesmal den Pott - auch wenn ein Kontrahent im Vorteil scheint

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Am Samstag geht es in Lampoding-Kirchstein um die europäische Stocksport-Krone auf Vereinsebene. Mit dabei beim 3. Champions-League-Final-Four ist der TSV Peiting, der vergangenes Jahr im Halbfinale ausschied.

Peiting – Eines steht bereits fest: Im Finale der Stocksport-Champions-League stehen sich in Lampoding-Kirchstein (Ortsteile der Gemeinde Kirchanschöring im Landkreis Traunstein) am Samstag, 21. September, um 16 Uhr ein deutsches und ein österreichisches Team gegenüber. Doch zunächst gilt es für die Final-Four-Teilnehmer die Hürde „Halbfinale“ zu nehmen. Dort trifft der TSV Peiting um 12 Uhr auf den FC Ottenzell (nahe Cham). Im zweiten Halbfinale spielen um 14 Uhr die beiden österreichischen Teams EV Rottendorf (Kärnten) und SU Guschlbauer St. Willibald (Oberösterreich) gegeneinander.

„Neben der Deutschen Meisterschaft ist es das Ereignis im Sommer“, sagt Peitings Stocksport-Chef Christian Lindner über das Champions-League-Final-Four. Dafür haben sich seiner Meinung nach die vier besten Teams der laufenden Saison qualifiziert, auch wenn Lindner den TSV Hartpenning zunächst stärker als Ottenzell eingeschätzt hatte. Groß war der Aufschrei vor der Saison, als feststand, dass Titelverteidiger ESV Jimmy Wien nicht an der Champions League teilnehmen wird. Mit Platz sieben in der österreichischen Staatsliga hatten sich die Wiener sportlich nicht qualifiziert. „Dass der Titelverteidiger gesetzt ist, gibt es im Stockschießen bei Wettbewerben des Weltverbandes nicht“, erklärt Lindner. Von vier qualifizierten Teams aus Österreich nahmen allerdings nur zwei an der höchsten internationalen Spielklasse teil. Die schafften es dafür auch ins Halbfinale.

Peiting reist erst am Spieltag an

Peitings Gegner Ottenzell schätzt Lindner spielerisch nicht so stark wie Rottendorf oder sein Team ein. Dafür haben die Oberpfälzer den Vorteil, auf ihrer Heimbahn auf dem gleichen Pflaster-Belag zu spielen, auf dem auch in Lampoding gespielt wird. Außerdem dürften die Ottenzeller mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen an den Start gehen, gewannen sie in der Gruppenphase doch alle vier Spiele. „Das Halbfinale wird wahnsinnig spannend“, prognostiziert der Peitinger Vorsitzende.

Die Peitinger machen sich am Samstagmorgen auf den 170 Kilometer langen Weg nach Lampoding. „Dann kann jeder zu Hause schlafen“, erläutert Lindner. Mathias Adler kehrt in den Kader des TSV Peiting zurück. Matthias Unglert ersetzt den verhinderten Christopher Schwaiger. Außerdem treten Michael Lindner und Alexander Vöst für Peiting an. Daniel Steber ist als Auswechselspieler mit dabei.

„Kurz und schmerzlos“ – Finalspiele im Modus „best of three“ ausgetragen

Die Gelegenheit zum Wechsel hält sich allerdings in Grenzen. „Das wär nur der Fall, wenn bei einem Spieler gar nichts geht“, sagt Lindner. Denn im Halbfinale und Finale werden nur drei Spiele mit jeweils sechs Kehren gespielt, und nicht, wie in der Gruppenphase, fünf Durchgänge. „Kurz und schmerzlos“, nennt Lindner den Modus. Wer zuerst zwei Durchgänge für sich entscheidet, steht als Sieger fest. „Sollte es nach drei Durchgängen unentschieden stehen, werden so lange jeweils zwei Kehren gespielt, bis eine Entscheidung gefallen ist“, heißt es in den Durchführungsbestimmungen. Ein Spiel um den dritten Platz wird nicht ausgetragen.

Der Sieger der Champions League gewinnt 2 500 Euro, der Zweite 1 500 Euro und die beiden Drittplatzierten je 800 Euro. Mehr als „ein Zuckerl“ sei das laut Lindner aber nicht, belaufen sich die Ausgaben rund um die Mannschaft über das Jahr gesehen doch auf circa 50 000 Euro. Der Peitinger Vorsitzende erwartet in Lampoding eine Kulisse, die dem Final-Four würdig ist. 500 bis 700 Zuschauer sollen wohl kommen. „Dann ist die Halle auch voll“, sagt der 47-Jährige. Auf der Website www.eisstock24.de unter der Auswahlmöglichkeit „Zubehör“ gibt es für neun Euro noch Tickets für das Final-Four-Turnier.

Durch ein Unentschieden gegen Rottendorf war Peiting ins Halbfinale eingezogen. Bereits zuvor hatten die Peitinger in der Gruppenphase zweimal Remis gespielt. 

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