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Dieses Archivbild zeigt Matthias Holderried (rechts) mit seinem Bruder Michael.

Luftpistole

Matthias Holderried verpasst international das Podest

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Der Luftpistolen-Schütze Matthias Holderried aus Tannenberg trat zuletzt auf mehreren internationalen Wettkämpfen an. Sehr gute Leistungen aus den Vorkämpfen konnte er im Finale jedoch nicht zu einem Sieg ummünzen.

Tannenberg –Das Leben eines Sportschützen kann mitunter recht ertragsarm sein. Für seinen vierten Platz beim internationalen Luftpistolen-Wettkampf in Berlin erntete Matthias Holderried eine Medaille, ein Käppi und eine Flasche Bier. Und dessen Inhalt war mit 0,33 Liter äußerst knapp bemessen, was für einen gestandenen Bayern wie den Tannenberger schon eine Beleidigung darstellt. Immerhin entschädigte ihn die glamouröse Verpackung des Präsents für die geringe Quantität.

Der 23-Jährige ist in den vergangenen Wochen viel in Europa herumgekommen. Neben Berlin lauteten die Stationen Breslau und Pilsen, wo er sich mit der internationalen Elite messen konnte. Seine Leistungen waren stark, auch wenn ihm stets der Sieg verwehrt blieb. „Es fehlt noch ein bisschen das Glück, aber der Rest passt“, stellte er zufrieden fest. Auch wenn der Wert der Prämien bisweilen zu wünschen übrig ließ, ausgezahlt haben sich seine Platzierungen schon. Zum einen gab es wertvolle Punkte für die nationale Rangliste, zum anderen unbezahlbare Erfahrungen.

Tannenberg: Schütze Matthias Holderried verpasst international das Podest

„Gegen gute Konkurrenz schießt man ganz anders als im Training“, sagt Holderried. Er ist davon überzeugt, dass sich die Tingelei über die Schießbahnen des Kontinents allmählich auch auszahlt. In Breslau schockte er seine Kontrahenten mit ausgezeichneten 576 Ringen im Vorkampf. Fünf tolle Serien ließ der Tannenberger vom Stapel (96/96/97/97/97), bevor es ihm dann selbst etwas mulmig wurde und er mit einer vergleichsweise bescheidenen 93 ausschoss. An seinem ersten Platz änderte der sechste Durchgang jedenfalls nichts. Allerdings lief es im Finale nicht mehr ganz so prächtig. Ein paar knappe Schüsse verhinderten, dass er über Rang sechs hinauskam. Im Mixed erreichte er zusammen mit Teresa Groß aus Hambrücken ebenfalls das Finale, wo das Team an vierter Stelle landete. Auch Holderrieds 385 Zähler aus dem Vorkampf waren aller Ehren wert.

In Pilsen konnte er seine Leistung ebenfalls bestätigen. Allerdings schaffte er es mit 572 Ringen und Platz 20 nicht ins Finale. „Ich habe mich brutal angestrengt“, räumte Holderried ein, dass er um jeden Schuss kämpfen musste. Obwohl es mit seinen Einlagen ein bisschen rauf und runter ging, variierten seine Ergebnisse nur um drei Ringe (94/95/97/95/95/ 96). Im Mixed hatte er mit Josefin Eder aus Frankfurt/Oder eine starke Partnerin an seiner Seite. Ihre 383 Ringe veredelte er mit einer 386. Bei der nahezu perfekten Vorstellung fiel nur die zweite Serie aus der Reihe (98/93/99/96). Im Finale reichte es für das bayerisch-sächsische Doppel zu Rang vier.

Am Montag feiert er sein Debüt im Worldcup

Auch in Berlin wusste der Oberbayer zu überzeugen. Mit 574 Ringen sorgte er für den Aufreger des Vorkampfes. „Es wäre ein Top-Ergebnis geworden, wenn nicht die zweite Serie gewesen wäre“, so Holderried, der mit einer 91 haderte. Das Resultat wollte gar nicht zu der anderen Ausbeute passen (98/96/96/96/97). Den Finaleinzug hatte er als Dritter jedoch problemlos geschafft.

Das Stechen der besten Acht beendete er schließlich auf Rang vier, während er im Mixed zusammen mit Susanne Roß aus Regensburg Fünfter wurde. Auch hier hatte er mit 385 Ringen im Vorkampf wieder eine hervorragende Vorstellung abgeliefert, die als Belohnung mehr als eine Flasche Bier verdient gehabt hätte. Am kommenden Montag, 27. Mai, schießt Holderried beim Worldcup in München an. Es ist sein erster Auftritt auf dieser Ebene.

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