Nach der Absage im vergangenen Jahr wollen sich die Triathleten (hier beim Radfahren über den Marienplatz im Jahr 2018) beim Schongau-Triathlon 2021 wieder messen.
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Solche Motive soll es heuer wieder geben: Nach der Absage im vergangenen Jahr wollen sich die Triathleten (hier beim Radfahren über den Marienplatz im Jahr 2018) beim Schongau-Triathlon 2021 wieder messen.

Tri-Team Schongau plant für Doppelveranstaltung am 17. und 18. Juli

Triathlon-Teilnahme nur mit negativem Coronatest?

  • Roland Halmel
    vonRoland Halmel
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Im zweiten Anlauf soll es klappen: Das Tri-Team Schongau plant für den Juli ein zweitägiges Triathlon-Event in der Lechstadt. Dabei geht es auch um DM-Titel. Corona sorgt allerdings für einen Unsicherheitsfaktor.

Schongau – Triathlon-Wettkämpfe im vergangenen Jahr konnte man an einer Hand abzählen. Auch der traditionelle Wettbewerb in Schongau, der Mitte Juli erstmals als Doppelveranstaltung mit zwei Rennen an zwei Tagen hätte stattfinden sollen, fiel 2020 dem Coronavirus zum Opfer. Die Pandemie bestimmt auch über ein halbes Jahr später noch das tägliche Leben eines jeden einzelnen und sorgt für enorme Einschränkungen. Dennoch geht der Blick bei den Verantwortlichen des Tri-Teams Schongau bereits Richtung Sommer: Dann soll es einen zweiten Anlauf für ein zweitägiges Triathlon-Event am Lech geben.

Geplant ist der Schongau-Triathlon für Samstag, 17. Juli. Einen Tag später, am Sonntag, 18. Juli, soll die deutsche Nachwuchsmeisterschaft, für die die Schongauer von der Deutschen Triathlon-Union bereits im vergangenen Jahr den Zuschlag bekommen hatten, über die Bühne gehen. „Das alles ist natürlich unter Vorbehalt. Wir wissen nicht, ob wir die erforderlichen Genehmigungen bekommen. und die Rahmenbedingungen ändern sich ja praktisch wöchentlich“, schränkt Tri-Team-Chef Wolfgang Ahrens jedoch ein. Ein wenig Hoffnung macht ihm die – wenn auch eher träge angelaufene – Impfkampagne der Bundesregierung. „Vielleicht ist die Impfquote bis zu unseren Bewerb so hoch, dass wir starten können“, so Ahrens. „Vielleicht müssen die Teilnehmer aber auch einen Negativtest vorlegen“, sinniert der Tri-Team Chef.

Schongau-Triathlon: Einzelstarts aus Wettkampfgründen nicht möglich

Mit einer Änderung der Wettkampfbedingungen auf Einzelstarts, um den direkten Kontakt der Starter zu reduzieren, wie das zum Teil im vergangenen Jahr bei einigen Veranstaltungen praktiziert wurde, will sich Ahrens gar nicht erst befassen. „In der Liga, also beim Schongau-Triathlon, und auch bei der DM gibt es ein Windschattenrennen. Da kann man keine Einzelstarts machen“, stellt Ahrens klar.

Wolfgang Ahrens Chef des Schongauer Tri-Teams.

Aktuell ist das Organisationsteam um Josi Zeller mit schon mit den ersten Planungen beschäftigt. „Wir erstellen gerade die Ausschreibung, damit sich die Leute anmelden können“, so Ahrens. Eine Wettkampfmüdigkeit scheint es trotz der langen Pause bei den Triathleten nicht zu geben. Für den Triathlon in Ottobeuren am 26. Juni kann man sich schon anmelden, „und der ist ausgebucht“, hat Ahrens in Erfahrung gebracht. Auch in seinem eigenen Klub hat er, obwohl das Vereinsleben nahezu komplett darniederliegt, kein nachlassendes Interesse beobachtet. „Ich sehe keine Gefahr, dass uns Aktive wegbrechen. Das sind alles Individualsportler, die haben trotzdem viel trainiert und sie sind alle heiß“, berichtet Ahrens, der sich selbst als Beispiel nimmt. „Ich bin in den vergangenen zwölf Monaten so viel geradelt wie noch nie“, sagt der Tri-Team-Chef.

Laufeinheiten absolvieren war für die Ausdauersportler kein Problem. Etwas anders schaut es beim Schwimmen angesichts geschlossener Bäder allerorten aus. Lediglich bei den Kaderathleten gibt es da Ausnahmen. „Da könnte es schon eine Wettbewerbsverzerrung geben“, befürchtet Ahrens, dessen Abteilung selbst nach möglichen Lockerungen im Frühjahr noch länger auf die gewohnten Schwimmeinheiten im „Plantsch“ verzichten muss. „Dort werden die Revisionsarbeiten vorgezogen und deshalb gibt es vor dem 1. Mai keinen Badbetrieb und damit auch kein Schwimmtraining“, berichtet Ahrens, der auch noch den traditionellen Schongauer Kindertriathlon im Kopf hat, der in der Regel im Juni stattfindet. Diesen zu veranstalten, „könnte schwierig werden“, so Ahrens. Eine Absage wie im vergangenen Jahr will er daher nicht ausschließen.

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